BRANDON WILLIAMS „The Lover’s Suite“ – NICHOLAS PAYTON ft. PATRICE RUSHEN & MICHAEL FRANKS „Visible Lights“ – BREAD & SOULS ft. PAUL RANDOLPH „Find The Beauty“


Star-Power. Drei Sonnensysteme, vollgepackt mit Sternen größter Strahlkraft in unterschiedlichsten Ausprägungen. Umrahmt und umgarnt von himmlicshen Klängen. Das versteh sich ja wohl von selbst, wenn sich die Granden von Soul und Jazz zum Stelldichein zusammenfinden. Doch zunächst heißt erstmal: „Find The Beauty“. Die Aufforderung ereilt uns mittels einer Formation mit dem schönen Namen BREAD & SOULS, die auf Initiative des Italieners Franco Fusari zusammengefunden hat. Der immerfort besondere Mark de Clive-Lowe gibt den Ton an, produziert zudem und hat ein All-Star-Ensemble mit Marcus Machado, Tommy Cappelatto und Paul Randolph im Studio parat. Und – Überraschung, das Quartett spielt eine frohgemute RnB-Soul-Weise, die nach einigem Suchen ihre Besonderheiten gern zur Schau stellt. Ein Album gibt’s alsbald dazu. Sollte nicht verpasst werden. Und damit ab nach New Orleans. Dorthin zurück wollte der NICHOLAS PAYTON – doch Hurrikan Ida spielte mit der Stadt, während er Atlanta bespielt. Die Zeit nutzte er dann, um mit Robert Glasper, Lil John Roberts oder auch Patrice Rushen ein paar handverlesene Nummern seines Repertoires neu einzuspielen. Mit Soul und Funk fusionierter Jazz der Extraklasse. Und mit dem Auftritt des MICHAEL FRANKS als Sahnehäubchen. Gemeinsam mit der PATRICE RUSHEN gibt er uns eine wunderbare Soul-Jazz-Midtempo-Perle, deren Glanz sich im Spiel des Herrn Payton wiederfindet. Schön. Und mit „The Backward Step“ in bester Begleitung. In ganzer Pracht. BRANDON WILLIAMS liefert mit „The Lover’s Suite“ ab. Sein ganz persönlicher „Sensual Love Letter to the Ladies“. Und zwar mit allen Finessen. Weitgreifende Sound-Ausflüge mit Jazz und Soul, solistischen Hi-Lites und Arrangements, die randvoll mit delikaten Kunst-Fertigkeiten ein „Sonic Aphrodisiac“ bereithalten. Allein innerhalb der 29 Minuten des titelgebenden Dickschiffs zieht der Brandon alle Register, lässt dazu seinen Mit-Liebenden (Brian McKnight, Matt Cusson, Robert Glasper, Joe Poré und Perry Hughes) alle Freiheiten für eigene Liebeserklärungen und liefert den ultimativen „Soundtrack for a Late Night Rendezvous“. Wer’s braucht, wir hier allerbestens bedient.

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