FRIDAY’S NEW RELEASES mit FOREST LAW „Why You Lied / Ooo I“ – HOME FRANGO „Fresh & Tender“ – DUFFMUSIQ ft. JELIZ „Perfect Morning“ – ASHLEY HENRY „Mississippi Goddam“


Läuft gerade nicht so gut. Und da auch die neue Lalah Hathaway Single das Ruder nicht mehr herumreißen konnte, nutzen wir die Gelegenheit um ein wenig neben der Spur nach den Trüffeln zu suchen. Ein einfach Ding, denn das Gute liegt so nah. Nicht immer, aber immer mal wieder.
Zum Beispiel der FOREST LAW. Der Mann ist uns schon vor einigen Jahren im Zusammenhang mit den Future Bubblers des Gilles Peterson positiv aufgefallen. Wie gut, dass die 7-jährige Schaffenszeit seines neuen Albums „Zero“ nun ein Ende gefunden hat. Der Forest hat im Verlauf dieser Zeit die Musiken verschiedener Erdteile studiert, bewegte sich zudem zwischen Portugal, Island und dem Vereinigten Königreich, um nun eine äußerst lebhafte Sound-Mixtur ui Ohren zu bringen. Beatz und Grooves aus verschiedener Herren Länder – jederzeit tanzbar, wenn man in der Lage ist die lustvoll verwobenen Fallstricke innerhalb der Songs zu überspringen, und jederzeit höchst unterhaltsam, wenn der Sinn nach vogelfreien Musiken steht. „Why You Lied“ und „Ooo I“ geben schon mal eine gewisse Vorahnung.
Ganz „Fresh & Tender“, dieses HOME FRANGO Duo. Auch Fletcher Jarvis und der Norweger Leo Geller haben für ihre Debut EP manch‘ Extra-Meile zurückgelegt. Von Barcelona, über London in die Tiefen norwegischer Wälder, um dann in wieder East London zur Vollendung zu kommen. Volltönend und wohl gerundet, Blue-Eyaed-Soul-Dance-Pop unter Einfluss. Ich kann zudem nicht umhin zu glauben, dass „Your Love“ mit gewissem Scritti Politti Sounds & Beatz spielt, was natürlich schon mal eine gute Sache ist.
Achtung! Jetzt kommt Jazz. ASHLEY HENRY spielt das Klavier, singt dazu und gibt die Richtung vor. Er gilt schon seit geraumer Zeit als einer der wichtigsten Jazz-Musiker des neuen britischen Jazz. Aus London, mit karibischen Wurzeln und den Möglichkeiten die Tradition des Genres mit den Errungenschaften der Jetzt-Zeit zu verschmelzen. Schlagzeuger Myele Manzanza und Bassist Alec Hewes fungieren dazu als kongeniale Partner des Ashley, um die fortwährende des kraftvollen „first civil rights song“ der Nina Simone deutlich machen.
Doch was was mit Soul. Der neuen Art. Und mit Jazz dazu. Denn der Demir Demirovic, der als DUFFMUSIQ die Gitarre spielt, beschreibt schon schon seit geraumer Zeit seinen eigenen Weg zur Soul-Jazz-Melange. Zuletzt auch immer wieder gemeinsam mit Sängerin Jill Zadeh, die als JELIZ erst vor einigen Wochen den Duffmusiq-Soul-Pop-Schwinger „Good Ald-Fashioned Love“ in unsere Blutbahn injizierte. Und nun also ein „Perfect Morning“, dessen knackender Beat sich von Stimme und Gitarren umgarnen lässt.

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