FRIDAY’S NEW RELEASES mit RUBY WOOD „Sincerely“ – MYRIAM-CATHARINA „I Miss Me“ – NICOLE HENRY „Is It A Crime?“ – ANTHONY DAVID „Heaven – Best Of“


Ist eigentlich schon alles gesagt? Wollen wir eigentlich überhaupt nicht wissen. Und außerdem: wer schreibt, der bleibt. Selten gab es in den Vorjahren derartig wernig Zusammenhang mit den einleitenden Nichtigkeiten und den Freitags’Musiken, um die es uns eigentlich gehen sollte. Zum Beispiel um die Tatsache, dass uns mit „Sincerly“, der Debut-EP der RUBY WOOD, ein besonders feines Stück des neuen Soul in den Ohren liegt. Durchdachte Melange aus Neo und Nu, Soul und Jazz – und mit geschmackvoller Pop-Note abgerundet. 5 Songs gibt’s dazu, die uns rundum Freude machen. Die Freude ist auch im Fall der MYRIAM-CATHARINA ganz auf unserer Seite. Ihr Name geht dabei nicht so leicht von den Lippen – dafür hakt sich ihr „I Miss Me“ Geständnis unvermittelt bei uns unter und begleitet uns mit solidem Beat, tiefem Bass und ganz solider Hookline durch den Tag. Zum Jazz. Und damit zu NICOLE HENRY, die uns seit Jahr und Tag miitels überaus animierenden Varianten unterschiedlichster Bekannt-Songs auf ihrer Seite hat. „Is It A Crime?“ fragte zwar schon die Sadé Adu auf ihrem 85er Album „Promise“ ohne eine auskömmliche Antowrt zu erhalten – kein Ding also, wenn die Frau Henry jetzt noch einmal nachbohrt. Vokal-Jazz-Kunst par Excellence – im Arrangement mit dem Jazz als klarem Punksieger, der aber im Rahem der Performance noch ausreichend Raum für Soul und Blues offen lässt. Kein Wunder, dass unsere britischen Freunde die Sache mal wieder auf’s Tapet gehoben haben. Seit 2004 macht der ANTHONY DAVID von Atlanta aus von sich reden. Zunächst durch sein Zusammenwirken mit India Arie, dann durch seine eigenen Werke, von denen „Three Chords & the Truth“ das erste war. Stets wohltemperiert und auf den Song fokussiert – keine Mätzchen, sondern überzeugend durch Wort und Melodie. Seit 2010 trifft er sich immer mal wieder mit der ALGEBRA BLESSETT im Studio, um der Soul-Duett-Tradition ein paar weitere, gute Argumente zu liefern. Mittels „Need You Now“ drehen die Beiden ganz ordentlich an der Gefühlsschraube, nachdem sie zuvor mit ihrer Version des „Heaven“ der Winans kaum Wünsche offen ließen. Und nun also die Hit-Sammlung des Anthony David – von den Frühwerken bis zum aktuellen Stoff – immer mal wieder im Verbund mit einer passenden Duettpartnerin (neben der India und der Algebra, gibt’s auch Songs mit Keisha Jackson oder Giovanca) und immer mit dem klaren Bekenntnia zum klar-wahren Singer-Songwriter-Soul, dessen Markenzeichen auch Songs von Tears For Fears oder Level 42 wie ein Stück von ihm erklingen lassen.

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