Sonic Soul ist Jörg Michael Schmitt, der Sonic Soul einst als Radio Show startete und nun schon seit vielen Jahren maßgeblich für die Verbreitung des guten Tons verantwortlich zeichnet.

Hier finden sich aktuellste Reviews zwischen Soul und Jazz, inklusive aller Spielarten die dazwischen und an deren Grenzen liegen – immer jenseits irgendwelcher modischen Trends, aber dafür auch immer mit dem Gütesiegel für übergeordnete Qualität.

[ Read this post in english ]

Posted in Misc | Leave a comment

TOM GAEBEL “So Good To Be Me” (Tomofon)

Gute Unterhaltung! Von und mit Tom Gaebel. Sicher nicht der Stoff, mit dem sich der durchschnittliche SonicSoul Nutzer im allgemeinen seine Entspannungssensoren becircen lässt. Aber einen Versuch ist´s sicher wert, denn dieser bestens gekleidete Anzugträger ist ein Meister, wenn es gilt mittels Lockerheit und Schwung dem Alltag ein paar sonnige Seiten abzugewinnen. Kling albern, ist aber so. Ganz im Stil und der Tradition eines James Last rauscht eine bestens organisierte Big-Band an uns vorbei. Höchst komplexe Arrangements klingen nach simplen Tonfolgen, die einzig dem Ziel des Non-Stop-Dancing im Happy-Go-Lucky-Sound gewidmet sind, inklusiver einiger Ausflüge ins Reich der Filmmusik, versteht sich. Und der Tom, der singt dazu, denn das ist seine Welt. Als Männer, noch Männer waren. Perfekte Illusion, perfektes Entertainment.
Info: www.tomgaebel.de
Kaufen: amazon

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

MALENA PEREZ “Offering” (Cubanita Groove)


Gesunder Körper – gesunder Geist, gutes Essen – gute Musik. Malena Pérez bittet zu Tisch. Heute im Angebot: fein ziselierte Arrangements an warmen Grooves. Eine ganz besondere Köstlichkeit. Soviel sei als Einstimmung verraten. Seit 2004 entwirft Malena die Sounds, die ihr gefallen. Wellness, Wohlgefühl, ganzheitliche Ernährung sind ihr Berufung dazu. Beides führt „Offering“ zusammen und bringt umfassende Entspannung. Zurückhaltend pluckernde Elektro-Beatz, darüber eine Schicht gezielt ausgewählter Analog-Instrumente und über allem die Stimme der Verführung. Alles ganz fern von einstigen Experimenten mit Latin-Schwung und House-Dance. Aber eben auch eine Klasse für sich. Kian Asamoah fungiert als perfekter Produktions-Partner, Daz-I-Kue, Julius Speed, Lil John Roberts (wenn´s dann doch einmal Schlagzeuger sein darf), Khari Cabral Simmons, Rasheeda Ali und die Britin Deborah Jordan sind Gäste von Rang, die sich perfekt in das Klangbild einfügen. Fernab von Hetze und Unrast – „Offering“ bringt Linderung auf allen Ebenen.
Info: www.malenaperez.com

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

KOSI “Pictures Of Us” – “One More Cup Of Coffee”


Kosi singt! Und zwar auf ganz eigene Art. Die Musik, die sie dazu spielen lässt ist frei von jeglichem modischem Chic, frei von Schnick und Schnack und daher schon eine Besonderheit unter all´ den vorlauten Hupf-Dohlen, die mittels irgendwelcher Machenschaften das Licht der Welt für sich beanspruchen. Kosi ist anders. Wie gut! Noch besser, dass sie den Jazz als Basis ihrer Kunst für passend hält – mit kräftigem Gitarren-Ton, ausgedehnten Soli und reichlich akustischen Elementen, aber ohne in irgendwelche traditionelle Schubladen des Genres zu passen. Kosi ist auch Soul. Und Blues. In jeder Sekunde, in jedem Takt. Immer zurückhaltend, immer auf langanhaltende Wirkung bedacht. Zwei Alben gibt´s zu erleben, meist ganz eigene Musiken, sowie mit Sorgfalt ausgewählte Standards („Goodbye PorkPie Hat“ oder auch „Wild Is The Wind“), mit deren Versionen Kosi neue Standards setzt. Hinhören, bitte. Übrigens, mehr Infos, mehr Musik, und all´ das auch käuflich, gibt´s hier:www.kosi-sings.com

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

SUCH “Trial And Error” (SuCH)


Versuch mach klug! Bekannte Weisheit aus Zeiten unserer Altvorderen. Für Su Charles tagesaktuelles Motto und Leitfaden, nach dem sie ihr uns hier vorliegendes Debut zurecht-gestrickt hat. Selbstverständlich gibt´s all´ diese zuckersüßen Nu-Soul Verführungen („Sugar Maple“ und „Heaven“), die uns mittels zartgliedrig arrangiertem Kling-Klang, und dem hautnahen Vortrag der Su höchstselbst, immer noch auf´s schönste unterhalten können. Das hat Klasse. Aber sie will mehr. Und mit dem eingangs angedeutetem Mut zum Scheitern führt sie uns durch ihr gesamtes Soul-Universum, insgesamt 13-teilig und wohlklingend angefüllt mit den unterschiedlichsten Versuchen, die eigentliche Seele der SuCH darzustellen. „Trial and Error“ eben. Gleich zu geht´s mit aufgedrehtem Tempo und einer wunderbar mit Bläsern und allerlei Analog-Instrumentarium angereicherten Produktion in Richtung Retro, einschließlich Pop-Rock-Anklängen. „Open Book“ hat gute Laune bis zum Abwinken, natürlich mit ordentlich Hit-Potential – später greifen der Titeltrack, und auch „So Long“ das Stimmung und Speed wieder auf. Doch zunächst schmiegen sich die SuCH Klassiker (siehe oben) in allerschönster Manier an, bevor ihr ein gewisser DJ Cavem zur Seite springt, um dem sparsam tönenden R&B Boom-Boom-Dancer „Bump This“ ein wenig vom Hip-Hop Pfeffer zu geben. Perfekter Dance-Beat, passt schon! Sound-Wechsel, neue Begleitung (der Herr nennt sich Mathenee Treco) inklusive – „P´s and Q´s (Playing Games)“ bringt einen Bass-orientierten knapp-über-Midtempo-Groove mit tollem Horn-Arrangement zusammen, darüber ein sich umgarnendes Paar, bestes Soul-Jazz Ambiente, Norman Connors hätte es nicht besser richten können. Alles gut, alles richtig. Über die dann folgenden dramatischen Momente kann man eventuell unterschiedlicher Meinung sein, daher wechseln wir rasch zu „Under My Skin“, einem Jazz-behaftetem Slowie, mit feiner Begleitung des Flugelhorn und den vokalen Momenten, die wir so schätzen. Viel gewagt, viel gewonnen, SuCH!

Wertung: 7,5/10
Info: www.iamsuch.com
Kaufen: itunes

Posted in Grooves & Beaz, Reviews | Leave a comment

PRINCE – zurück im September


Ein Monat im Zeichen des Prinzen. Zurück bei Warner Bros. und gleich 2 neue Werke als Zeichen der Freude und Zufriedenheit über eine Rückkehr, die über Jahrzehnte gänzlich ausgeschlossen war. Nun denn, wir erwarten seine purpurne Durchlaucht, dessen Album „Art Official Age“ gemeinsam mit einem gewissen Joshua Welton eingespielt wurde. „Plectrumelectrum“ ist das gleichzeitig stattfindende offizielle Debut seiner aktuellen Band 3RDEYEGIRL, die er zuletzt schon live in Europa vorgestellt hat. Dazu der folgende Teaser namens “Pretzelbodylogic” – mehr zu alldem dann zu gegebener Zeit und hier:
www.ARTOFFICIALAGE.com
www.3RDEYEGIRL.com

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

RICK BRAUN “Can You Feel It” (Artistry Music)


Auf der besseren Seite. Rick Braun spielt die Trompete. Perfekter Klang, makellose Artistik. Im Hintergrund gibt man (als Gäste fungieren u.a. Brian Culbertson, Euge Groove, Jeff Lorber, Dave Koz, Philippe Saisse, Freddie Washington oder Brandon Fields) sich dem Smooth-Fusion-Jazz-Musizieren hin. Alles im Rahmen. Und im Namen des guten Geschmacks. Entsprechend halten sich die musikalischen Experimente in engen Grenzen und entsprechend gut werden die zahlreichen Freunde des Genres bedient. Das Instrument des Herrn Braun sagt mir ohnehin mehr zu, als es jedwedes Saxofon oder Piano im gleichen Umfeld tun könnte – daher schon mal ein grundsätzliches Plus, dem die Musikantenschar immer dann noch weitere hinzufügen kann, wenn es gilt dem Rhythmus-Affen ein wenig vom Zucker zu geben. Tom Browne und sein „Funkin´ For Jamaica“ sind dann nicht fern. Guter Standard, Rick!

Info: www.rickbraun.com
Kaufen: amazon

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

KELPIE “Sons & Daughters”

Kelpie. Übernatürlicher Wassergeist und Hunderasse australischer Herkunft. Also, kein Thema an dieser Stelle. Bisher jedenfalls, denn jetzt gibt´s auch Phunky-Kelpie, kurz Kelpie. Japan R&B, sozusagen. Mit dem entsprechenden Touch von Besonderheit. Und mit durchaus interessanten Ideen dazu. Wir hören mal hin, nicht wahr?

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

NCRAS “Et Kütt Wie Et Kütt” (ncras)

Jetzt mal ganz privat. Familien-Bande, sozusagen. Daher eine Selbstverständlichkeit auch an dieser Stelle auf Musiken hinzuweisen, die gerade im fernen Japan für Aufmerksamkeit sorgen. Soul? Jazz? Irgendwo dazwischen eben, wenn man so will.

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

DAVID P. STEVENS “Mr. Guitar” (Sanctify Music Group)

Wenn die Gitarre klingt. Eigentlich sind die belanglos-perfekten Clean-Grooves aus der Smooth-Fusion-Jazz Abteilung nicht die von mir bevorzugte Sound-Umgebung. Eigentlich – aber es gibt sie eben doch, diese Ausnahmen von der Regel und ausnehmend häufig spielen dabei Gitarristen die Hauptrolle. David P. Stevens ist einer von ihnen und “Mr. Guitar” nun schon sein viertes Album. Klar, auch hier werden keine Experimente gewagt, sondern auf ebenmäßiger Oberfläche diverse Spielarten zwischen Jazz und Soul offeriert. Der David weiß selbstredend wie flink und elegant sein Instrument sich am liebsten bespielen lässt – da gibt´s keine Kompromisse und nur die beste Qualität in gediegener George Benson Tradition darf den Korpus verlassen. Sehr schön und noch schöner macht´s die Tatsache, dass sich der Herr Stevens auch in der vierten Auflage an seine eigenen Standards hält: also gibt´s reichlich Soul im Jazz, gern vermittelt durch kompetente Vokal-Beiträge. Genauso soll es sein.

Info: www.davidstevensmusic.com
Kaufen: cdbaby

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

FLYING LOTUS “You´re Dead!”

Achtung! Kunst! Steve Ellison ist Flying Lotus. Sonderbare Sounds, irgendwo zwischen Sinn und Un-Sinn, mit höchstem Anspruch, bei Unverständnis und fehlender Bereitschaft einer uferlosen Klang-Odyssee beizuwohnen: bitte weitergehen!
Zum neuen Werk, ab Oktober in ganzer Pracht in unseren Läden, gibt´s kunterbunte Video-Phantasie und ein ebenso vieldeutiges Cover. Drinnen gibt´s Jazz und Jazz (mit dabei: Herbie Hancock!) und Hip-Hopping (Snoop Dogg und Kendrick Lamar) zwischen Zischen und Wischen und Flirren und Zirren. Perfekter Soundtrack um den beginnenden Herbst abzuschalten.

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment