Sonic Soul ist Jörg Michael Schmitt, der Sonic Soul einst als Radio Show startete und nun schon seit vielen Jahren maßgeblich für die Verbreitung des guten Tons verantwortlich zeichnet.

Hier finden sich aktuellste Reviews zwischen Soul und Jazz, inklusive aller Spielarten die dazwischen und an deren Grenzen liegen – immer jenseits irgendwelcher modischen Trends, aber dafür auch immer mit dem Gütesiegel für übergeordnete Qualität.

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LIL´ JOHN ROBERTS “The Heartbeat” (Purpose Music)

Ein Mann, ein Schlagzeug, unendlicher Rhythmus. John Roberts ist der Taktgeber – egal ob Mainstream Jazz, Nu-Soul, R&B oder Hip-Hop. Stevie Wonder, Prince, Michael Jackson, George Benson, Kindred, Bilal, Snoop Dogg…noch Fragen dazu? Aktuell gerade wieder mit Stevie auf dessen “Songs in the Key of Life” Tour unterwegs, aber auch stolzer Besitzer eines eigenen Albums namens “The Heartbeat”. 18 x Lil´ John, 18 x auf unterschiedlichen Pfaden, die irgendwie durch das flexible Spiel des Drummers zusammengehalten werden. Selbstredend ist die Gästeliste kunterbunt und mit allerlei Edelstein besetzt. Jazz und Funk, dazu eine gehörige Portion vom neuen Soul, der gewohnt verzichtbare Rap-Abstecher, sowie ein flotter Latin-Schwung und eine Nummer aus dem Pop-Rock Regal. Überaus kompetent eingespielt, überaus kurzweilig umgesetzt – ein massiv daher kommendes Programm, dass immer für eine Überraschung in der Hinterhand hat. Übrigens: die Themen-übergreifende Zusammenfassung gibt´s gleich zum Einstieg mit “Space” und den hier Beteiligen Eric Roberson, Anthony David, Stockley Williams, Musiq Soulchild, Pino Palladino, James Poyser….. Geht gut und immer.

Info: www.liljohnroberts.com
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`ROUND NINA – A Tribute To Nina Simone (Emarcy)

Nina Simone! Crossover-Fusion-Ikone aus Zeiten, in denen derartige Begriffe noch nicht erfunden werden mussten. Blues und Soul und Jazz und Pop und Gospel und das immer ganz besondere Gefühl, dass sich allenthalben beim Abhören der Originale einstellt. Musikerin, Komponistin, Sängerin. Rundum speziell. Die Jahre vor ihrem Tod 2003 verbrachte sie in Frankreich – kein Wunder also, dass uns von dort auch die hiermit vorgestellte Hommage auf uns zu kommt. Ein Produzenten-Duo (namentlich Maxime Le Guil and Clément Ducol), ein überaus taktvoll begleitendes Trio und ein 10er-Team großzügig zusammengestellter Vokalisten aus Jazz, Soul und angrenzenden Gebieten. Gregory Porter und Melody Gardot, Sophie Hunger und Ben L´Oncle Soul, Lianne La Havas und Keziah Jones, Camille und Olivia Ruiz, Youn Sun Nah und Hindi Zahra – dazu ebensoviele Klassiker aus dem Standard-Repertoire der Nina. Hits inklusive, natürlich. Insgesamt ein gewagtes Unterfangen – doch letztlich gelungen. Grund dafür ist sicher, der durchweg kompetente Umgang mit den Songs, die selbstredend mit den Mitteln tagesaktueller Elektronik aufgezogen wurden. Aber immer mit Respekt, Zurückhaltung und unter strikter Beibehaltung von Stil und Atmosphäre. Dazu lassen die Gäste am Mikrofon ihre Stimmen klingen, als ob sie kaum etwas anderes als diese Simone-Melodien intonieren würden.

Info: jazzecho
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BERNADETTE COOPER “Fashion Girl”

“The Last Diva On Earth!” Klar, spätestens seit ihrer Beteiligung am Madame X Projekt gilt uns Bernadette Cooper als Ratgeberin in Stil-Fragen rund um Funk, Funk. und Funk, natürlich. Irgendwie immer aktiv als wichtigster Teil der legendären Klymaxx, aber trotzdem vermisst in der ersten Reihe, die innerhalb der Jahre mit den unausprechlichsten Damen mit zahlreichen Un-Talenten besetzt wurde. Nun ist die Cooper wieder zurück, um die Ordnung wieder herzustellen. “Fashion Girl” lässt das zwar schon fast ungewohnt ruhig angehen, aber das kommt sicher, sobald uns das dazugehörende Album in die Schranken weisen wird.

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TERRI WALKER “Untitled To Entitled” (Cant´Stop Won´t Stop)

Wir stellen vor: Chanelle Gstettenbauer. Ein Name, der kaum darauf hindeutet, dass die dazugehörende Dame gerade jetzt die aktuell wichtigsten Nu-Soul-R&B Beatz zum Klingen bringt. Dabei ist “Untitled to Entitled” ein perfekter Schwarz-Musik-Rund-Umschlag, ausgestattet mit genau der Qualität, der einem den Glauben an eine Zukunft des charts-kompatiblen Rhythm&Blues modernen Anstrichs wiederzugeben vermag. Wie gut also, dass aus der Chanelle G. die uns seit geraumer Zeit bekannte Terri Walker (zuletzt gemeinsam mit Nicole Wray als “Lady” aktiv) wurde. Und genau diese Terri traf auf dem Weg zum nächsten Solo-Werk auf Joe Buhdha und gemeinsam entstand die hier anzupreisende EP, die ein Einstieg ins neue Album sein soll. Buhdha, der immer wieder mit Mix-Arbeiten in Richtung Hip-Hop-R-B aktiv war, schneiderte für seine neue Partnerin ein hoch-anständige Sound-Melange, die die wichtigen Elemente zwischen Tradition und Moderne in ganz frischer Manier zusammenführt. Tolle Songs, spannende Produktion, überaus gelungene Sache.

Info: www.cantstopwontstop.co.uk
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JAMES DAY feat. TONY TERRY & U-NAM “Repertoire”

James Day schreibt die Songs – genau, die, die mit den eingängigen Hooks und den sanftmütigen Grooves. Immer perfekt umgesetzt von hochkarätigen Musikern und überkront von tollen Stimmen. “Repertoire” ist ein erster Auszug aus einem bevorstehenden Album, dass der James zur Zeit vorbereitet. Tony Terry sind und U-Nam spielt die Gitarre dazu. Muss man einfach mögen.

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BLUE SIX feat. AYA “Ahedonia”

Jay Denes macht Blue Six – die Sounds und die Beatz. Die Stimmen zum Tanz liefern ausgesuchte Damen in meist unterkühlter Manier. Sicher ist, dass Denes, und seine Frauen (hier besingt uns übrigens die Aya), schon seit jeher den entscheidenden Tanz-Schritt voraus sind, wenn es gilt den Schwung mit Zukunft zu entwerfen. “Ahedonia” ist neu, frisch entnommen einem Album, dass uns als “Signs & Wonders” alsbald vorgestellt werden soll. Und übrigens: den Erwerb des neuen B. Ferry Longplayers sollte (und kann) man sich in Hör- und Griffweite von Blue Six in Gänze ersparen. Und übrigens 2: Auch reichlich “Ahedonia” vermag uns Freude und Genuss nicht einzutrüben.

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JAZZHOLE “Blue 72″ (Beave Music)

Hatte durchaus seine besonderen Momente, das Jahr 1972. Aus pop-musikalischer Sicht liegt mir aktuell zwar kein persönliches Hi-Lite vor, aber dafür gibt´s jetzt “Blue 72″. Die Wichtigkeit stellt selbstredend schon die Tatsache dar, dass das Jazzhole Trio (Warren Rosenstein, John Pondel und natürlich Vokal-Matador Marlon Saunders – bedauerlicherweise aber nur bei 4 Titeln)) uns nach über 7-jähriger Abstinenz endlich wieder mit ihren Jazz-Soul-Sound-Wohltaten einfangen kann. Mit der gewohnt zurückhaltenden Lässigkeit, die von dem sicheren Gefühl musikalischer Überlegenheit durchweht ist, nahmen sich die 3 eine Auswahl der Hits des oben genannten Jahrgangs vor – der eindeutige Schwerpunkt lag dabei auf Schwermut, so dass “Blue 72″ sich schon von vornherein perfekt als Begleitung für die diesjährige Herbst-Winter Tristesse eignet. Jazzhole bahnen sich ihren Weg durch Philly-Soul-Perlen, wie “Drowning In A Sea Of Love” oder “If Loving You Is Wrong” – begegnen dann den Gebrüdern Gibb, Elton John, America und Carly Simon (deren You´re So Vain” unter der Stimme von Marlon Saunders, und der äußerst delikaten Bearbeitung durch alle Beteiligten, allein schon die Anschaffung des Albums lohnt), und erinnern an Pop-Zausel vom Schlage eines Gilbert O´Sullivan. Wer sich nun mit unwohligem Schaudern abwenden möchte, dem sei mit allergrößter Deutlichkeit gesagt, dass die 9 “mostly sad songs” mit der Jazzhole-eigenen Eleganz überzogen wurden – gepflegte Feinheiten aus den Abt. Arrangement und Produktion durchziehen das gesamte Angebot und instrumentale Akzente (u.a. von Gast-Saxofon-Spieler David Binney) erfordern jederzeit eure spezielle Aufmerksamkeit. Nicht bestimmt für Oberflächen-Hörer. Und beim nächsten Mal erwarten wir gern auch wieder ein paar Jazzhole-Originale.

Wertung: 8/10
Info: www.jazzhole.net
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MATT DANIELS feat. LINA “Joy”

Matthew ist jetzt Matt und als solcher gibt er uns demnächst auf eigenem Butterfly-Jazz Label den zweiten Teil seiner Soul-Jazz-Pop Variationen. Nach “Personification Of Soul” jetzt also “Soulmatic” und damit wieder neue Sounds & Grooves aus London, angereichert mit sorgsam ausgesuchten Vokal-Gästen aus Übersee. “Joy” ist eine erster Auszug aus dem neuen Album, Lina verteilt ihre Stimme über einem äußerst sparsam arrangierten Schleicher-Beat mit Piano-Begleitung, geradezu beiläufig, aber mit dem gewissen Hauch des Besonderen.

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CECILIA STALIN & KHARI CABRAL SIMMONS “The Story Of Love”

Eine Frau aus Schweden. Lebhaft in London. Abstecher nach Atlanta. Die perfekte Kombination, um den derzeit nachhaltigsten Latin-Jazz Kombi aufzulegen. Frau Stalin ist uns selbstredend als Stimme des “Waltz For Koop” aus 2001 in bester Erinnerung – ihr Partner in Atlanta war Khari Cabral Simmons, dessen Combo Jiva die Bossa-Jazz-Soul Fusion in Georgia etablierte und dessen “Clementine Sun” Album ihn im Zusammenspiel mit Sabrina Malheiros, Incognito oder India Arie zeigte. Gekonnt führt Khari die Cecilia durch ein Quartett sorgfältig ausgesuchter Songs – der “Norwegian Wood” der Beatles startet in verhaltenem Jazz-Modus – dieser reichert sich innerhalb des 8-minütigen “He Loves You” mit den Cabral-typischen Latin-Energien an, um dann im flotten Bossa-Dance-House-Dschungel (“The Story Of Love” und Jon Luciens “Sunny Day”) seine Bestimmung zu finden.

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TERI TOBIN “Truth Is” (Sol2Kep Ent.)


Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Teri Tobin ist formidabel bei Stimme. Das wissen wir natürlich schon längst, aber es wird jetzt ganz einfach mal wieder Zeit sich in dieser Weise zu äußern. Grund ist eine neue Single, ein neues Album , eine Teri, die ist und bleibt, wie wir sie kennen. Oder etwa doch nicht? “Truth Is”, dass die Tobin noch besser geworden ist. Das liegt vor allem auch an der Auswahl der zu Gehör gebrachten Musiken – gleich zum Einstieg macht “Shine” deutlich, dass sich die Dame mit gelassen schwingenden Midtempo-Sphären besonders wohl fühlt. Hier passen Hooks & Grooves, die Stimme schmiegt sich an – die Sonne scheint. Ein perfekter Einstieg, der sich in gleicher Manier in “Love Happens”, “Free Your Mind” oder “I Can´t Help But Want You” wiederfindet. Und wenn die Verantwortlichen in Zukunft auch noch für ähnlich formidable Beiträge für die Abt. Tanzboden sorge, dann dürfte einem rundum perfekten T.T. Album entgegensehen. Bis dahin vermag uns “Truth Is” mit modernem Soul-Wohlklang über die Zeit bringen.

Hören: Soundcloud
Info: www.teritobin.com
Kaufen: itunes

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