Sonic Soul ist Jörg Michael Schmitt, der Sonic Soul einst als Radio Show startete und nun schon seit vielen Jahren maßgeblich für die Verbreitung des guten Tons verantwortlich zeichnet.

Hier finden sich aktuellste Reviews zwischen Soul und Jazz, inklusive aller Spielarten die dazwischen und an deren Grenzen liegen – immer jenseits irgendwelcher modischen Trends, aber dafür auch immer mit dem Gütesiegel für übergeordnete Qualität.

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DUCT TAPE “Less We Can” (bbe)

Tack! Maßeinheit für Klebkraft. Tack-Tack-Rumms-Tack-Rumms-Tack-Tack. Duct Tape sind Produzent und Beatz-Schmied Batsauce und Wynton Kelly Stevenson. Treffpunkt Berlin. 4 Jahre, hundert und mehr Sessions, einfaches Equipment für den Klang der Garagen. Batsauce verlegt die tiefgrummelnden Grooves, verstreute Electronics verleihen den Sounds die gewisse Schwerelosigkeit. Stevenson singt dazu mit verwehter Stimme und lässt die Songs in noch höhere Sphären steigen. Alles fließt – Nebelschwaden-Sounds versetzen Tänzer und Nur-Hörer in unbestimmte Trance-Stimmung. Und wenn der Kopf wieder klar wird, ist jede Erinnerung verblasst.

Info: bbe music
Kaufen: amazon

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ON A COOL DAY (the Soulful Side of Cool Jazz) (Outta Sight Records)

Rückblick. Weitreichend. Und mit dem Gespür für besondere Momente. “Outta Sight” ist die Firma, die sich seit einigen Jahren mit verbriefter Expertise mit dem Aufspüren von allerlei Soul-Perlen der Vergangenheit beschäftigt und diese mittels zahlreicher Kompilationen verbreitet. Aktuell gibt´s ein Trio, dass die Interessenten zwischen einer feinen Label-Retrospektive (Rampart Records aus L.A. – hier findet sich u.a. auch eine der ganz frühen Barry White Aufnahmen), einer Sammlung knarzender R&B Klassiker aus den 50er/60er Jahren und einer rauchigen Soul-Jazz Einführung immer wieder an vielfach unbekannter Quellen führt. Für Sucher und Finder unverzichtbar.

Info: facebook
Kaufen: amazon

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TIMOTHA LANAE “Who´s That Girl?”

Keine Frage! Die Timotha Lanae ist uns mit ihrem famosen “Red” Album aus dem Vorjahr noch in allerbester Erinnerung. Minneapolis-Soul der neuesten Generation. Und nun eine neue EP, die mittels eines neu abgemischten “My Man” aus dem “Red” Songbook eingeläutet wurde. Jetzt gibt´s eine mit “Who´s That Girl” eine neue Single – dazu die Info, dass auch “Rewind” wieder in enger Zusammenarbeit mit Ben Obi entstehen konnte und dazu alsbald weitere lobende Worte (und dazugehörende Musiken) an dieser Stelle erscheinen werden.

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KULTVERDÄCHTIG 2

Wikipedia erklärt: “Ein Kult wird durch drei Aspekte bestimmt: ein Kultobjekt, eine den Kult ausführende Personengruppe sowie eine Anzahl mehr oder weniger ritualisierter Kulthandlungen.” Mehr Kult? Wenn ja, dann bietet sich www.kultmucke.de an, ein in Berlin zusammengestelltes Online-Magazin, die sich gern mit den zahllosen Musiken abseits der allseits bekannten Mitte der Straße beschäftigt. Um der Vielfalt dieser Entdeckungen eine entsprechende Plattform zu bieten gibt´s die “Kultverdächtig” Kompilation, deren 2. Teil in diesen Tagen abhörbereit vorliegt. 21 Hör-Eindrücke, 21 sorgfältig ausgewählte Songs zwischen Pop und Wave, Elektronics und moderner Singer-Songwriter Romantik. Joy Wellboy erinnern an die unvergessene Soft Cell Nächte, der Yalta Club spülen Frische in verkrusteten Wave-Pop und Sagolik oder Sepiatone bringen akustische Gitarren mit freudespendenden Streichern zusammen. Soul oder Jazz? Gibt´s nicht, aber wenn´s nebenbei mal der anders tönenden Wohlklang sein darf, dann hat dieser Sampler eine Vielzahl schöner Alternativen im Angebot.

Info: www.kultmucke.de
Kaufen: itunes

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BRANDON WILLIAMS “XII” (Soulasis Music)

Die Schönheit der Töne. Brandon Williams spielt das Schlagzeug. Eigentlich. Schon in seinen ganz frühen Jahren unterstützt von Michael J. Powell, zu dessen Meriten die wichtigsten Musiken rund um Anita Baker und der im heimatlichen Detroit rechtzeitig die Talente des jungen Brandon erkannt hat. Produzieren und Arrangieren, das Schmieden äußerst attraktiver Tonfolgen und deren Rundum-Verpackung, sind die wahren Stärken dieses Herrn, dessen just veröffentlichtes musikalisches Statement “XII” uns rechtzeitig zu den Jahresend-Feierlichkeiten mit äußerst dekorativen Soul-Jazz Geschenken bedenkt. Umtausch ausgeschlossen. Stattdessen mit der Garantie für 100% Zufriedenheit. Das Angebot von derart umfangreicher Vielfalt, dass auch eine wortreiche Beschreibung nur unzureichend Wert dieses Debuts widerspiegeln kann. Selbst erfahren, selbst genießen. Nach dem Intro mittels einer lockeren Jazz-Funk Übung und einem R&B Intermezzo, führt uns Brandon ins Land, in dem Milch und Honig fließen. Jazz und Nu-Soul, Soul und Nu-Jazz, wieder und wieder zu neuen Sound-Delikatessen zusammengefügt. Je nach persönlicher Stimmungslage wechseln die Melodie-Favoriten – die Leserschaft ist daher dringende aufgerufen der Einladung dieses Mannes zu folgen. Satisfaction guaranteed! Und wer sich zunächst vom Klang der guten Namen locken lassen will, für den folgt hier ein umfassendes Name-Dropping (ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit: Robert Glasper, Jesse Boykins III, dEnAuN, Black Milk, Pharoahe Monch, Matt Cusson, Don Blackman, Bernard Wright, Alex Isley, Karriem Riggins, Deborah Bond, Li’l John Roberts, Frank McComb, Jean Baylor, Choklate, Nadia Washington, Nicholas Payton, das Detroit Symphony Orchestra, De’Sean Jones, Jon Dixon, Joi Tiffany, Meagan McNeal, Casey Benjamin, Derrick Hodge, Dennis Coffey, Ralphe Armstrong – und so weiter. Abschließend noch eine Aufklärung: “There’s power in numbers and ’12′ has a lot of significance on our journey’” Aha!

Wertung: 9/10
Info: www.bwilliamsmusic.com
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FRANK MCCOMB “Soulmate” (Boobeescoot Music)

Ein guter Freund! Und so zuverlässig. “Soulmate” ist wieder Frank McComb in der Rolle, die er mit besonderer Meisterschaft beherrscht. Ein Mann und seine Musik. Soul und Jazz, bestens kombiniert, immer mit dem ganz gewissen Extra in den Abteilungen Produktion und Arrangement. “Soulmate” bringt uns 4 neue McComb Tunes – gern im munteren Midtempo, das die perfekte Basis für außerordentliche Melodielinien bietet, die in gewohnter Manier durch allerlei harmonische Verzweigungen und Wechsel angereichert sind. All´ das (und noch viel mehr) gibt´s komprimiert und kompakt umgesetzt – kein Ton zu viel, keine Kurve umsonst. Stimmlich ist der Frank ohnehin in Bestform, obendrein gibt er uns ein paar perlende Soli auf diversen Tasten und das Zutun einige Gäste (u.a. David P. Stevens mit seiner Gitarre oder die Horn Dogz) sorgt für zusätzlich Spannung und Freude. Eine Klasse für sich. Wie immer.

Wertung: 8,5/10
Info: www.frankmccomb.info
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MELBA MOORE “Just Dance” Remix

“Forever Moore” – welch´ passender Titel für´s neue Album der Melba Moore, die mit altersloser Eleganz durch die 80er Beatz des dazugehörenden “Just Dance” Schwingers schwebt. In den nächsten Tagen gibt´s dazu einen formidablen Mix, den uns Gary van den Bussche (zuletzt mit Neo auf diesen seiten zu hören) serviert. Beste Zutaten aus den Tagen, in denen uns Frau Moore zusammen mit Kashif, Paul Laurence oder LaLa verwöhnen konnte. Geht gut.

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BROWNSWOOD BUBBLERS ELEVEN (Brownswood Recordings)

Zeit für die besonderen Töne. Verantwortlich hierfür (oder zumindest dafür, dass diese uns in komprimierter Form zugänglich gemacht werden) ist Gilles Peterson, dessen Ruf als Sucher und Finder und Förderer mit dem Begriff “legendär” nur unzureichend zu beschreiben ist. Das Büro der Brownswood Recordings ist der Platz im Universum, an dem er seine Fundstücke sichtet und vereint. Regelmäßig gewährt uns der gute Mann dann Hör-Eindrücke (die gibt´s selbstredend auch via seiner samstäglichen BBC-Show) mittels der “Brownswood Bubblers”. Jetzt in Teil 11. Mit gewohnt sicherer Hand zusammengestellte Sounds & Beatz & Shakers & Movers gemäß der Maxime: “joining the musical dots – Soul, Hip-Hop, House, Afro, Latin, Electronica, Jazz and Beyond”. Meist natürlich eher “beyond categories” und daher immer die ganz besondere Aufmerksamkeit wert. 18 Tracks, 18 Unikate, 18 Roh-Diamanten – ungeschliffen, kantig, herb, verführerisch, melodiös und dis-harmonisch, oder eben genau andersrum. Höchst zeitgemäße Musiken, abseits irgendwelcher Vorgaben. James Tillman, Nick Hakim, Moonchild, Billie Black hat der kundige SonicSoiul-Nutzer bereits ins Herz geschlossen – GoGo Penguin, Evan und andere dürfen folgen. Entdecke deinen Favoriten.

Wertung: 8,5/10
Info: www.gillespetersonworldwide.com
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CHAD “SIR WICK” HUGHES “Give My All”

Im kommenden Februar ist´s an der Zeit für ein “Novical”. Für diejenigen unter der geschätzten Nutzerschaft, die mit diesem Begriff bis jetzt noch nicht so recht vertraut sind, sei hier verraten, dass es sich hier um eine 25-teilige Soul-Jazz-Story handelt. Dinge des Lebens und der Liebe stehen im Fokus – und selbstredend hochwertige Musiken, für die Chad Hughes, besser bekannt auch als Sir Wick, verantwortlich zeichnen wird. Dessen Talent für im Jazz ruhende Soul-Schwinger, für toughe Beatz mit scharfen Hörnen und weit-ausholende Arrangements sollte noch erinnerlich sein. Falls nicht, gilt es sich “A Tale Of Two Fools” dennoch vorzumerken. Als Einstand gibt´s mit “Give My Love” einen formidabel ausgestatteten Über-Slow-Mover, inkl. feiner Jazz-Kniffe aus diversen Abteilungen und einer schön schwelgenden Streicher-Sektion. So darf es gern weitergehen.

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SILK RHODES (Stones Throw Records)

Zurück in die Zukunft. Oder so ähnlich. Silk Rhodes zählen zum Team des immer interessanten Stones Throw Label, dessen schwarzmusikalische Ausrichtung schon immer in der “wir kennen keine Regeln” Maxime gipfelte. Aber natürlich immer mit der Genre-Tradition im Rückspiegel. Und dem Navigator in Richtung in Richtung Moderne, oder was die Leute in L.A. dafür halten. Michael Collins als Produzent und Sasha Desree als Stimme davor – gemeinsam das Herzstück von S.R., die der Legende nach die Konzepte und Ideen für ihre Musiken auf einer Art Jäger & Sammler Tour per Honda Civic durch´s wilde Arizona erfahren haben. Kontinuierlich wechselnde Mitfahrer sorgten stets für frischen Wind, der dann im hier zu hörenden Sound-Ergebnis aus allerlei Richtungen bläst. Fragmente aus Blues, Pop, Disco, Trip-Beatz und , und , und – alles mit der lässigen Rotzigkeit des vorbeiziehender Musikanten zusammengetragen. Wer will, und sucht, der findet seine bevorzugten Sounds & Grooves irgendwo im Getümmel. Irgendwie spaßig.

Info: www.stonesthrow.com
Kaufen: amazon

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