Sonic Soul ist Jörg Michael Schmitt, der Sonic Soul einst als Radio Show startete und nun schon seit vielen Jahren maßgeblich für die Verbreitung des guten Tons verantwortlich zeichnet.

Hier finden sich aktuellste Reviews zwischen Soul und Jazz, inklusive aller Spielarten die dazwischen und an deren Grenzen liegen – immer jenseits irgendwelcher modischen Trends, aber dafür auch immer mit dem Gütesiegel für übergeordnete Qualität.

[ Read this post in english ]

Posted in Misc | Leave a comment

JAZZHOLE “Blue 72″ (Beave Music)

Hatte durchaus seine besonderen Momente, das Jahr 1972. Aus pop-musikalischer Sicht liegt mir aktuell zwar kein persönliches Hi-Lite vor, aber dafür gibt´s jetzt “Blue 72″. Die Wichtigkeit stellt selbstredend schon die Tatsache dar, dass das Jazzhole Trio (Warren Rosenstein, John Pondel und natürlich Vokal-Matador Marlon Saunders – bedauerlicherweise aber nur bei 4 Titeln)) uns nach über 7-jähriger Abstinenz endlich wieder mit ihren Jazz-Soul-Sound-Wohltaten einfangen kann. Mit der gewohnt zurückhaltenden Lässigkeit, die von dem sicheren Gefühl musikalischer Überlegenheit durchweht ist, nahmen sich die 3 eine Auswahl der Hits des oben genannten Jahrgangs vor – der eindeutige Schwerpunkt lag dabei auf Schwermut, so dass “Blue 72″ sich schon von vornherein perfekt als Begleitung für die diesjährige Herbst-Winter Tristesse eignet. Jazzhole bahnen sich ihren Weg durch Philly-Soul-Perlen, wie “Drowning In A Sea Of Love” oder “If Loving You Is Wrong” – begegnen dann den Gebrüdern Gibb, Elton John, America und Carly Simon (deren You´re So Vain” unter der Stimme von Marlon Saunders, und der äußerst delikaten Bearbeitung durch alle Beteiligten, allein schon die Anschaffung des Albums lohnt), und erinnern an Pop-Zausel vom Schlage eines Gilbert O´Sullivan. Wer sich nun mit unwohligem Schaudern abwenden möchte, dem sei mit allergrößter Deutlichkeit gesagt, dass die 9 “mostly sad songs” mit der Jazzhole-eigenen Eleganz überzogen wurden – gepflegte Feinheiten aus den Abt. Arrangement und Produktion durchziehen das gesamte Angebot und instrumentale Akzente (u.a. von Gast-Saxofon-Spieler David Binney) erfordern jederzeit eure spezielle Aufmerksamkeit. Nicht bestimmt für Oberflächen-Hörer. Und beim nächsten Mal erwarten wir gern auch wieder ein paar Jazzhole-Originale.

Wertung: 8/10
Info: www.jazzhole.net
Kaufen: cdbaby

Posted in Grooves & Beaz, Reviews | Leave a comment

MATT DANIELS feat. LINA “Joy”

Matthew ist jetzt Matt und als solcher gibt er uns demnächst auf eigenem Butterfly-Jazz Label den zweiten Teil seiner Soul-Jazz-Pop Variationen. Nach “Personification Of Soul” jetzt also “Soulmatic” und damit wieder neue Sounds & Grooves aus London, angereichert mit sorgsam ausgesuchten Vokal-Gästen aus Übersee. “Joy” ist eine erster Auszug aus dem neuen Album, Lina verteilt ihre Stimme über einem äußerst sparsam arrangierten Schleicher-Beat mit Piano-Begleitung, geradezu beiläufig, aber mit dem gewissen Hauch des Besonderen.

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

CECILIA STALIN & KHARI CABRAL SIMMONS “The Story Of Love”

Eine Frau aus Schweden. Lebhaft in London. Abstecher nach Atlanta. Die perfekte Kombination, um den derzeit nachhaltigsten Latin-Jazz Kombi aufzulegen. Frau Stalin ist uns selbstredend als Stimme des “Waltz For Koop” aus 2001 in bester Erinnerung – ihr Partner in Atlanta war Khari Cabral Simmons, dessen Combo Jiva die Bossa-Jazz-Soul Fusion in Georgia etablierte und dessen “Clementine Sun” Album ihn im Zusammenspiel mit Sabrina Malheiros, Incognito oder India Arie zeigte. Gekonnt führt Khari die Cecilia durch ein Quartett sorgfältig ausgesuchter Songs – der “Norwegian Wood” der Beatles startet in verhaltenem Jazz-Modus – dieser reichert sich innerhalb des 8-minütigen “He Loves You” mit den Cabral-typischen Latin-Energien an, um dann im flotten Bossa-Dance-House-Dschungel (“The Story Of Love” und Jon Luciens “Sunny Day”) seine Bestimmung zu finden.

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

TERI TOBIN “Truth Is” (Sol2Kep Ent.)


Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Teri Tobin ist formidabel bei Stimme. Das wissen wir natürlich schon längst, aber es wird jetzt ganz einfach mal wieder Zeit sich in dieser Weise zu äußern. Grund ist eine neue Single, ein neues Album , eine Teri, die ist und bleibt, wie wir sie kennen. Oder etwa doch nicht? “Truth Is”, dass die Tobin noch besser geworden ist. Das liegt vor allem auch an der Auswahl der zu Gehör gebrachten Musiken – gleich zum Einstieg macht “Shine” deutlich, dass sich die Dame mit gelassen schwingenden Midtempo-Sphären besonders wohl fühlt. Hier passen Hooks & Grooves, die Stimme schmiegt sich an – die Sonne scheint. Ein perfekter Einstieg, der sich in gleicher Manier in “Love Happens”, “Free Your Mind” oder “I Can´t Help But Want You” wiederfindet. Und wenn die Verantwortlichen in Zukunft auch noch für ähnlich formidable Beiträge für die Abt. Tanzboden sorge, dann dürfte einem rundum perfekten T.T. Album entgegensehen. Bis dahin vermag uns “Truth Is” mit modernem Soul-Wohlklang über die Zeit bringen.

Hören: Soundcloud
Info: www.teritobin.com
Kaufen: itunes

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

TUXEDO “Do It!”

Soviel ist klar: “Tuxedo is here, stay classy!” Wer, oder was ist Tuxedo? Eventuell der Mayer Hawthorne in Kombination mit einem Jake One. Also die Verquickung munterer Retro-Sounds mit harschem Hip-Hoppeln. Egal, wenn´s so klingt und schwingt, wie bei Tuxedo, dann soll´s uns nur recht sein. “Do It!” – unser Dance für´s Wochenende.

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

BOWIE – “Nothing Has Changed” – Das große Gewinnspiel!


Wir verlosen: 2x je ein Exemplar des Doppelvinyls von „Nothing Has Changed“.
Um überhaupt eine Chance auf eine der wertigen LPs zu haben, ist selbstredend immenses Fachwissen gefragt.
Also aufgepasst und nachgedacht: woher stammt der Titel der neuen Bowie Kompilation „Nothing Has Changed“?.
Antwort, natürlich mit eurer vollständigen Anschrift, unter dem Betreff „Bowie-Verlosung“ an info@sonicsoulreviews.com.
Und zwar bis zum 21.11.2014.
Aus Gründen der Organisation können nur Teilnehmer mit deutscher Postanschrift berücksichtigt werden.
Die Gewinner werden per email benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!
Alles klar?!

Posted in Misc | Leave a comment

DAVID BOWIE “Nothing Has Changed” (Parlophone)

Neu und alt oder alt und neu? Wie auch immer – mit der dieser Tage erscheinenden Single „Sue (Or In A Season Of Crime)“ hat Mr. Bowie sich einmal mehr neu erfunden. Die epische und bläserlastige, verstörende Jazz-Ballade wurde zusammen mit dem Maria Schneider Orchestra aufgenommen und gemeinsam von Bowie sowie seinem langjährigen Partner Tony Visconti produziert. Assoziationen zu Scott Walker kommen nicht von ungefähr, nachdem Bowie Walker einst als „Idol seit Kindheitstagen“ bezeichnet hatte. „Sue (Or In A Season Of Crime)“ ist sicher kein von vornherein besonders eingängiges Stück, gewinnt bei wiederholtem Anhören und Einhören in die Bowie-untypischen Klangwelten jedoch deutlich.
Erscheinen wird die Single als limitierte 10“-Vinyl und zum Download am 14. November 2014 und bietet mit “Tis A Pity She Was A Whore” auf der B-Seite einen weiteren exklusiven neuen Song. “Wenn britische Künstler des frühen 20. Jahrhunderts Rockmusik gemacht hätten, hätten sie wahrscheinlich so geklungen wie dieser Song.”, so der Künstler selbst über diesen Titel. Thematisch wird in “Tis A Pity She Was A Whore” die schockierende Rauheit des Ersten Weltkriegs aufgegriffen – im Jahr 2014 kommt man an diesem Thema einfach nicht vorbei… Zu hören (und zu sehen) gibt es „Sue (Or In A Season Of Crime)“ weiter unten , “Tis A Pity She Was A Whore” findet ihr hier bei spotify

Auf der, mit fast 60 Songs überaus umfangreichen, am selben Tag erscheinenden Deluxe-Best-of 3er-CD „Nothing Has Changed“ findet sich neben „Sue“ als einzigem neuem Titel ein Querschnitt durch sämtliche Schaffensperioden Bowies aus den vergangenen fünfzig Jahren. Das Album spannt den Bogen aus der Gegenwart bis hin zu absoluten Frühwerken von Davie Jones & The King Bees oder Davy Jones with The Lower Third aus den Jahren 1964-1965. Mit dabei sind neben vielen bekannten Hits auch zuvor unter Verschluss gehaltene Stücke, wie z.B. „Let Me Sleep Beside You“, welches für das unveröffentlichte Toy Album aufgenommen wurde. Damit handelt es sich um die umfassendste Sammlung an Bowie Songs, die je veröffentlicht wurde und vermag ohne Zweifel selbst dem eingefleischtesten Bowie-Fan noch etwas Neues zu bieten. Parallel erscheint das Album als 2CD, Doppel-Vinyl und Download, welche jeweils mit einem eigenen Artwork ausgestattet sind.
Sollte man haben.
Wertung: 9/10
Info: www.davidbowie.com
Kaufen: amazon


Posted in Cool, calm & collected, Reviews | Leave a comment

MAD SATTA “Comfort”

Besonders. Und gut dazu. Mad Satta sind zu 8, die Joanna Teters bestimmt den Auftritt , ihr Wirken steuern sie derzeit von NewYork aus und bieten uns mit ihrem Debut “Comfort” eine äußerst spannende Sound-Reise in die “Zukunft des Soul”. Über derlei Titel darf man sicher geteilter Meinung sein, egal, welche Art von Zukunft auch immer – Mad Satta sind mit einer Melange aus vielerlei Soul-Jazz-Rock-Pop Elementen in jedem Fall eine unbedingte Empfehlung für jetzt und hier.

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment

BEBEL GILBERTO “Tudo” (Sony)

Bossa Nova Revisited. Frau Gilberto liegt der zartbittere Sound Brasiliens im Blut – die ihr eigene Musikalität steuerten enge Familienbande bei – die Freude am Experiment entdeckte sie in der Folge irgendwo in New York. Seit Jahren gilt sie als zartbesaitete Erneuerin des Genre. Natürlich ohne dabei irgendwelche Traditionen zu übergehen oder gar die Schönheit des Klanges mit unpassenden Einflüssen zu brechen. Bebel versucht sich eher an der Fusion von Electronics und Bossa. Ihre vorherigen Alben (“Tanto Tempo”) gelten hier als stilprägend und mit “Tudo” setzt sie ihr Streben in allen Belangen fort. Allerdings mit gebremstem Schaum – akustisches Instrumentarium erklingt im Vordergrund – dafür sind die subtil-ergänzenden Beigaben aus der Synthie-Abteilung umso wirkungsvoller. Und schmückend sowieso. Und wenn zudem auch Streicher ihren Honig verteilen dürfen, dann kann man sich dem Zauber des Augenblicks (“Somewhere Else” kaum entziehen.

Info: www.bebelgilberto.com
Kaufen: amazon

Posted in Reviews, Shortcuts | Leave a comment

VLADIMIR CETKAR “Time Goes By”

Die Zeit ist gekommen! Für Vladimir Cetkar, für den eleganten Soul-Jazz, den der Mann aus Mazedonien, mit Ausbildung am Berklee College in nahezu perfekter Vollendung zum Vortrag bringt. Natürlich mit allem drum und dran: flink-geschmeidiges Gitarrenspiel, reich bestückte Arrangements, fliegende Hook. Alles zusammengeführt in sommerfrischer Leichtigkeit. “Time Goes By” ist ein weiterer Auszug aus seinem Album “Heavenly”, dass dem Vernehmen nach in Kürze auch hierzulande erhältlich sein soll. Wir werden berichten.

Posted in Preview, Reviews | Leave a comment