Sonic Soul ist Jörg Michael Schmitt, der Sonic Soul einst als Radio Show startete und nun schon seit vielen Jahren maßgeblich für die Verbreitung des guten Tons verantwortlich zeichnet.

Hier finden sich aktuellste Reviews zwischen Soul und Jazz, inklusive aller Spielarten die dazwischen und an deren Grenzen liegen – immer jenseits irgendwelcher modischen Trends, aber dafür auch immer mit dem Gütesiegel für übergeordnete Qualität.

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SEBASTIEN TELLIER “L´Aventura” (Record Makers)

Easy Listening! Par excellence, übrigens. Sebastien Tellier macht auf Sonderling und setzt auf ultra-weich-gezeichnete Schmonzetten, deren umhüllende Wirkungsweise die geneigte Hörerschaft direkt in den Zug nach Nirgendwo versetzen. Natürlich ist das im Fall von Herrn Telliers Musik-Kreationen genau das Land, in dem die Milch und der Honig in langen, ruhigen Bächen fließen. In teilweise epischer Breite treffen elektronische Klang-Steilwände auf feinsinnige Streicher-Arrangements die eine heilvolle Allianz aus frankophilem Charme und brasilianischer Bossa-Melancholie (Arrangements übrigens vom legendären Arthur Verocai!) wirkungsvoll unterstützen. Sebastien singt dazu, nutzt dazu kaum die englische Sprache und sorgt so für eine vollends im Gesamt-Sound eingebettete Stimme. Er nennt das “sweet & powerful”. Dem fügen wir mal nix mehr hinzu.

Info: www.sebastientellier.com
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SUCH “Trial & Error”

VerSUCH macht klug! Su Charles kommt uns demnächst mit ihrem Album Nr. 2 entgegen – “Trial & Error” nennt sie es und es erzählt die immer wiederkehrenden Geschichten vom Scheitern und neuen Anfängen, vom Sammeln von Erfahrungen und Siegen über alle Unbilden des Lebens. Für uns wichtiger ist selbstredend der passende Klang dazu: Stimme und Musik, Sounds, Grooves & Beatz, packende Hooks und einnehmende Stimmungen. Bis dato hat uns Frau Charles in dieser Abteilung noch nie enttäuscht und wird es sicher auch mit “Trial & Error” nicht tun. Wir sind zuversichtlich, erwarten Songs aus den besten Zutaten und werden alsbald berichten. Wer schon jetzt mehr hören möchte, der wende sich direkt an www.iamsuch.com, um ein exklusives Preview abhören zu können.

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JONATHAN BUTLER “Living My Dream” (Mack Avenue)

So gediegen, so entspannt. Jonathan Butler hat Südafrika in Blut und Seele, aber den American Way Of Life als seinen Traum verwirklicht. Nach langen Jahren im Soft-Soul-Jazz Geschäft, die insgesamt immerhin achtzehn Alben zieren, kommt nun “Living My Dream”, dass das Musik-Schaffen des Butler in 11 Teilen zusammenfasst. Sanfte Klänge der Gitarre, immer wieder gern die mit den Nylon-Saiten, überaus kompetentes Musikantentum als Begleitung (George Duke, Marcus Miller und Elan Trotman spielen mit) und einige Vokal-Beiträge, die untermauern, dass der Jonathan auch gut bei Stimme ist. Hörbar werden so Impressionen aus diversen Winkeln dieser Welt – selbstredend ein wenig Afrika, aber auch ein eher unnötiger Ausflug in sonnige Karibik-Gefilde. Selbstredend kommt uns der Soul-Anteil des Butler´schen am nächsten – “Heart & Soul” nennt sich das diesbezügliche Hi-Lite, der Titel ist Programm für Herrn Butler und das lässt er uns spüren.

Info: www.jonathanbutler.com
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EPHEMERALS “Six Days A Week”

Herz und Schmerz, Schrot und Korn, Blues und Soul. Als Seele, nicht als modisch aufhübschende Beigabe. Ephemerals nennt sich die Band, deren Debut alsbald bevorsteht. Federführend geleitet von Hillman Mondegreen und einem jungen Sangesmann aus NewYork namens Wolfgang Valbrun, genannt “Wolf”. Entsprechend geht er zur Sache, mit Leidenschaft und dem Verstand, den großen Vorbildern der Vergangenheit keine Kopie entgegenzusetzen, sondern eigene Töne anzuschlagen. Hillman macht die Sounds dazu, rau und kräftig – “Nothin´ Is Easy”, und das darf man ruhig auch mal spüren.

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KENYA “Be Here”

Kenya? Kennen wir! Ihre Variante des MJ Klassikers “I Can´t Help It” ist noch in bester Erinnerung, ihre Fähigkeit bekannten Melodiekurven ihre eigenen Jazz-Töne unterzumischen ebenso. Kendall Duffie, im Hauptberuf ein Zwilling aus der so überaus angesehenen Soul-Jazz Formation Kloud 9, gefielen Kenyas Jazz-Ausflüge ebenso, wie uns. Ein Anruf, eine Verabredung und “Be Here”, die neue Single der Kenya wurde betreut von Kloud 9. Gute Sache, dieser gravitätisch voranschreitende Midtempo-Groove, sehr gediegen. Ein komplettes Album namens “My Own Skin” wird uns in einigen Monaten erfreuen können, Khari Cabral, Darren “Daz-I-Que” Benjamin (Bugz in the Attic) und Maurice Joshua stehen dazu als Produzenten parat und versprechen in Kombination mit Kenya McGuire Johnson gehobenes Soul-Entertainment.

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DIONNE “Helium”

So leicht, so locker, das schwimmt sogar in Milch. Dionne Kirby auf dem Weg nach oben. “Helium” gibt dazu den passenden Auftrieb und lässt den gut gefüllten Sound-Ballon silbern in der Sonne unbeschwerter Wohlfühl-Beatz glänzen. Flexible Grooves, dicht gewebt oder luftig arrangiert, stilistische Einflüsse aus allerlei Schwarz-Musik-Ecken und dabei immer irgendwie neo, dazu neugierig machende Beigaben aus der Abt. Klang-Idee (hier mal ein schwerer Funk-Bass, dort drüben ein herzlich willkommener Geigen-Strauß). Vielfach passend für den britischen Soul-Geschmack, der ja nicht erst seit heute für die Entdeckung netter Musiken verantwortlich zeichnet.
Info: www.dionnemusic.com
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DANGERFEEL NEWBIES feat. J. PICOLLA & MASHANDA FAUST “Always With Me”

Über die Qualitäten der Dangerfeel Newbies durften wir bereits vor einigen Monaten berichten. Dann Pause – Bedenken, dass es sich bei dieser Trio-Formation doch nur um ein Kurz-Projekt handeln könnte. Und jetzt wieder da – eine famose “Always With Me” Liebesschwung-Ballade, viel Atmosphäre, ein tolles Paar und ein Sound-Konzept, dass uns dankenswerter Weise doch über den Tag hinaus begleiten wird. Denn Jamal Ahmad (der übrigens auch als RadioDJ sehr eindrucksvolle Musiken zu Gehöt bringt), Mark Angel und Darren “DJ” Wagner kündigen ein komplettes Album an. “Harriet” soll es heißen und alsbald zum Kauf bereitstehen. Inhalt: “ein Groove Gumbo”. Klingt gut.

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AL JARREAU “My Old Friend” (Concord)

Der Al und der George. Freunde, und musikalische Partner, seit den 60ern. Bis hin zum Todestag des Duke im vergangenen Jahr. Und nun singt der eine die Lieder vom anderen. Für ihn, für uns. Al Jarreau erkundet die musikalischen Ebenen, die der George im Verlauf seiner Laufbahn vermessen hat. Mit dabei sind zahlreiche Weggefährten (Marcus Miller, Stanley Clarke, Dianne Reeves, Jeffrey Osborne, Lalah Hathaway, Gerald Albright und so fort…), die die diszipliniert umgesetzten Vorgaben mit diversen Hi-Lites verzieren. Der Gastgeber selbst gibt sich altersgerecht besonnen, angenehm zurückhaltend und milde lächelnd. Also kein umherflirrende Akrobatik, sondern elegante Vokalaktion mit der besonderen AJ-Note. Und selbstredend ein nicht umfassender Rundflug über das so umfangreiche Duke´sche Stil-Terrain. Der Mann konnte Zappa und Miles, Jazz-Rock-Funk-Stunk und Disco-Getöse, brasilianische Stimmung und hochemotionalen Liebesstoff. Singen konnte er allerdings nicht – wie gut, dass sein guter Freund nun nicht nur die passenden Worte für die Sounds hat, sondern auch die adäquate Stimme dazu. Soul-Pop-Jazz für Große, angenehm solide und zuverlässig.

Info: www.aljarreau.com
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SHAUN ESCOFFERY “Nature´s Call”

Dome Records bereiten Santosh und Peter Robinson die Veröffentlichung eines höchst-interessanten Trios vor. Shaun Escoffery ist dabei, der seit spätestens seit seinem “Space Rider” zur Creme der britischen Soul-Vokalisten zählt, aber auch Eric Roberson, der mit seinem “The Box” Album alle Register zieht und damit klar auf die oberen Ränge gebucht ist, und Angela Johnson, die uns mit ihrer 6ten CompactDisc “Naturally Me” zu ganz neuen Höhepunkten führen will.
Doch hier und jetzt erst einmal Mr. Escoffery – seine Platte wird “In The Red Room” heißen – die Single “Nature´s Call” gibt´s schon jetzt, feiner Soul-Pop mit Schwung und Stimme.

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SHAPES: RECTANGLES (Tru Thoughts)

Mal anders hören? Abseits normierter Sounds & Beatz oder längst auf allen Ebenen durchgetakteten Hör-und Spiel-Vorgaben? Falls ja (und wer würde an dieser Stelle auch schon verneinen?), dann empfiehlt sich der regelmäßige Besuch der ungeregelten Musik-Erlebnis-Zonen der Firma Tru Thoughts. Alles darf, nichts muss und jeder kann mitmachen, solange sie/er mit originell-eigenständigen Ideen das Interesse von Robert Luis wecken kann. Der Mann ist (Mit)-Gründer des Labels und dazu verantwortliche für das musikalische Erscheinungsbild. Passend zum 15-jährigen Firmenjubiläum gibt´s mit “Shapes: Rectangles” einen umfassenden Statusbericht. Rares und Wahres aus dem Archiv, sowie neue Ein- und Aussichten. Wer will noch mal? Wer hat noch nicht? Die große Freiheit zwischen gebrochenen Beatz, modernem Jazz, Hip und Hop, gefühligem Sound-Ambiente und neuer Welt-Musik.
Info: www.tru-thoughts.co.uk
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