Sonic Soul ist Jörg Michael Schmitt, der Sonic Soul einst als Radio Show startete und nun schon seit vielen Jahren maßgeblich für die Verbreitung des guten Tons verantwortlich zeichnet.

Hier finden sich aktuellste Reviews zwischen Soul und Jazz, inklusive aller Spielarten die dazwischen und an deren Grenzen liegen – immer jenseits irgendwelcher modischen Trends, aber dafür auch immer mit dem Gütesiegel für übergeordnete Qualität.

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KELPIE “Sons & Daughters”

Kelpie. Übernatürlicher Wassergeist und Hunderasse australischer Herkunft. Also, kein Thema an dieser Stelle. Bisher jedenfalls, denn jetzt gibt´s auch Phunky-Kelpie, kurz Kelpie. Japan R&B, sozusagen. Mit dem entsprechenden Touch von Besonderheit. Und mit durchaus interessanten Ideen dazu. Wir hören mal hin, nicht wahr?

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NCRAS “Et Kütt Wie Et Kütt” (ncras)

Jetzt mal ganz privat. Familien-Bande, sozusagen. Daher eine Selbstverständlichkeit auch an dieser Stelle auf Musiken hinzuweisen, die gerade im fernen Japan für Aufmerksamkeit sorgen. Soul? Jazz? Irgendwo dazwischen eben, wenn man so will.

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DAVID P. STEVENS “Mr. Guitar” (Sanctify Music Group)

Wenn die Gitarre klingt. Eigentlich sind die belanglos-perfekten Clean-Grooves aus der Smooth-Fusion-Jazz Abteilung nicht die von mir bevorzugte Sound-Umgebung. Eigentlich – aber es gibt sie eben doch, diese Ausnahmen von der Regel und ausnehmend häufig spielen dabei Gitarristen die Hauptrolle. David P. Stevens ist einer von ihnen und “Mr. Guitar” nun schon sein viertes Album. Klar, auch hier werden keine Experimente gewagt, sondern auf ebenmäßiger Oberfläche diverse Spielarten zwischen Jazz und Soul offeriert. Der David weiß selbstredend wie flink und elegant sein Instrument sich am liebsten bespielen lässt – da gibt´s keine Kompromisse und nur die beste Qualität in gediegener George Benson Tradition darf den Korpus verlassen. Sehr schön und noch schöner macht´s die Tatsache, dass sich der Herr Stevens auch in der vierten Auflage an seine eigenen Standards hält: also gibt´s reichlich Soul im Jazz, gern vermittelt durch kompetente Vokal-Beiträge. Genauso soll es sein.

Info: www.davidstevensmusic.com
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FLYING LOTUS “You´re Dead!”

Achtung! Kunst! Steve Ellison ist Flying Lotus. Sonderbare Sounds, irgendwo zwischen Sinn und Un-Sinn, mit höchstem Anspruch, bei Unverständnis und fehlender Bereitschaft einer uferlosen Klang-Odyssee beizuwohnen: bitte weitergehen!
Zum neuen Werk, ab Oktober in ganzer Pracht in unseren Läden, gibt´s kunterbunte Video-Phantasie und ein ebenso vieldeutiges Cover. Drinnen gibt´s Jazz und Jazz (mit dabei: Herbie Hancock!) und Hip-Hopping (Snoop Dogg und Kendrick Lamar) zwischen Zischen und Wischen und Flirren und Zirren. Perfekter Soundtrack um den beginnenden Herbst abzuschalten.

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AQUARIAN DREAM ” Fantasy/Chance to Dance” (Expansion) – MARC SADANE “One-Way Love Affair/Excitin´” (Expansion) – SYLVIA ST. JAMES “Magic/Echoes & Images” (Expansion) – RAY BARRETTO “Eye of the Beholder/Can You Feel It?” (Expansion) – NANA LOVE ” “Disco Documentary – Full of Funk” (bbe)




Wie schön, dass es nette und fachkundige Mit-Menschen gibt, die sich immer wieder mit dem Wiederfinden audiophiler Errungenschaften der Vergangenheit beschäftigen. Selbstredend ist nicht alles Gold, was im Zuge dieser Beschäftigung glänzend und scheinbar wohltönend ans Tageslicht befördert und dann in die modernen Musik-Abspielgeräte eingespeist wird, aber ein beachtendes Hinhören lohnt allemal.
In unserer heutigen Vorstellungs-Runde gibt´s obskure Disco-Beatz von Nana Love, ein einst in London unter der Regie eines gewissen Reindorf Nana Oppong (und mit Unterstützung einer Mitglieder der Original Boney M Band) entworfenes Afri-Euro-Funk-Groove-World-Disco-Cola Abenteuer. Zündet auch heute noch. “I´m In Love” ist der zentrale Abräumer. Für unerschrockene Tänzer und ein weiterer Stern auf dem Trikot der BBE Abteilung, die für die Zusammenstellung der noch jungen Re-Issue Reihe “Masters We Love” verantwortlich zeichnet.
Im Gegensatz zu den ungereinigten Sounds der BBE Entdeckungen, zeichnen sich die Perlen der Expansion Kollektion durch kultivierten Glanz und polierte Oberflächen aus. In der aktuellen Lore des Ralph Tee finden sich die ultra-elegante Fusions-Grooves der Aquarian Dream, deren 2 Spät-70er Alben von Norman Connors, einem der Großmeister des jazz-verwöhnten Schönklangs, betreut wurden. Ebenfalls aus der Abteilung Jazz kommt Ray Barretto. Trommeln und Percussions sind sein Metier, die lateinamerikanischen Rhythmen sein Metier. Für “Eye Of The Beholder” und “Can You Feel It?” begab er sich aber eher auf den Jazz-Soul Trip, der nur gelegentlich freien Raum für ungezwungenes Spiel auf seinen Instrumenten zuließ. Dafür gibt´s aber ein durchaus knackige Produktion der Crusaders, wirkungsvolle Stil-Fusionen und den wichtigen Versuch durch Vokal-Beiträge (Prince Philip Mitchell!) für Aufmerksamkeit zu sorgen. Zeittypsich, eben. Gilt natürlich auch für Marc Sadane. Toller Sänger, ebensolche Songs, klassische 80er Beatz & Grooves des Produzenten-Teams James Mtume und Reggie Lucas, direkt aus dem freien Raum zwischen großen Arrangements und knackenden Synthie-Sounds. Heute noch so wertvoll, wie einst. Wir bleiben in der Zeit, wechseln zu Sylvia St.James. Stimme mit Kraft und Variation, Songs und Produktion zwischen deutlichen Jazz-Fusionen und Earth, Wind & Fire Soul-Dampf (kein Wunder eigentlich, denn Lenny White und Larry Dunn sorgten für das passende musikalische Umfeld). Die Steuerung des zweiten Teils der St.James Solo-Karriere übernahm dann André Fisher, der ein gediegeneres Soul-Umfeld vorzog, ohne sich aber allzu sehr den tiefgelegten Mainstream-Erfordernissen anzupassen. Eigentlich ausreichend Potential für die erste Reihe, zieht daher auch heute noch und wird uns durch die Gewohnheit der Fa. Expansion im besonders günstigen zwei Alben auf einer Compact-Disc wieder zugänglich gemacht.

Info: www.bbemusic.com
Info: www.expansionrecords.com
Kaufen: amazon

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JANINE JOHNSON “Passion” (SplashMusic)

Platz da! Janine Johnson kommt. Und das ist auch gut so, denn die Dame hat offenkundig viel zu lang in der zweiten Bühnenreihe zugebracht. Mittels ihrer “Passion” EP setzt sie sich und ihre Stimme ins rechte Licht – zeitgerechte Soul-Sounds, die immer wieder mit den genau passenden Zutaten aufwarten (dezente Jazz-Anklänge im Titelstück oder im “Thank You” Floater, Filmmusik-Elemente in “All That Moves” und mit “Optimistic” eine überaus gekonnte Variante des Sounds Of Blackness Klassikers) und verführerischen Sternenstaub verteilen. Mehr davon, bitte.
Kaufen über itunes

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ANGELA JOHNSON “Naturally Me” (Dome)

“I don´t want to say this is my masterpiece, but if died tomorrow this would be…”. Angela Johnson at her very best – nicht mehr, nicht weniger. Eigene Ansprüche erfüllt. Dabei kommt “Naturally Me” zunächst auf eher ungewohntem Terrain daher – die Frau, die einst mit dem jetzigen Tortured Soul Mann Christian Urich als Cooly´s Hot Box gemeinsame Sache machte und die zuletzt mit “Revised, Edited and Flipped” ihre 10 Jahre Solo-Aktivität mit einem bunt gemixxxten Geschenk direkt an Tanz-Welt Revue passieren ließ, gibt sich jetzt bodenständig und mit gut geölten Retro-Elementen. Kernige R&B Figuren, ausladende Arrangements mit sattem Horn-Anteil, dazu auch gern die schwere Hammond und ein vielstimmiges Background-Jubilieren, dass direkt aus dem Gospel-Lehrbuch entnommen sein könnte. Soul, eben. Die Songs selbstredend ohne Fehl und Tadel (mit “Deja Vu” gibts´neben den Eigenwerken, auch eine überaus gelungene Hommage gibt´s an die unvergessene Teena Marie) , dazu eine Produktion, die sich ihre sympathischen Falten im wahren Leben errungen hat. Irgendwie nicht modern, erst recht nicht modisch, aber überaus zeitlos. MehrWert eben.

Wertung: 8/10
Info: www.angelajohnson.com
Kaufen: amazon

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OPOLOPO “Mutants Vol. 2″ (Tokyo Dawn Records)

Geht gut! Es blitzt und zischt, es blubbert und zirpt, es boomt und bangt, es ist Opolopo mit seiner neuen Ansammlung unbedingt Dancefloor-freundlicher Groove&Beatz&Ton&Sound-Mischereien. Geht gut! Auch neben der Tanzfläche. Auch ohne Disco-Kugel und Stroboskop. Und genau das macht den Unterschied und trennt den Peter Major, der sich Opolopo (kommt übrigens aus der afrikanischen Yoruba-Sprache und steht für “Vielfalt” oder “Überfluß”) nennt, vom weit überwiegenden Mehrzahl der Re-Designer des Musik-Geschäfts. Geht gut! Auch wegen seiner Vorliebe für den 80er Electro-Club-Boogie, der uns so besonders am Herz-Rhythmus liegt. Allein schon der klick-klackende Schwinger “Be Free With Your Love” des Dropout Orchestra lohnt den Eintritt in Peters Mutanten-Stadel und wenn er dann auch noch den Harmonien des Jazz (die inzwischen zum Klassiker gereiften Bearbeitung von Gregory Porters “1960 What?” konnte schon nachhaltig beeindrucken – nun darf Mario Biondi nach des Majors Pfeife singen) die richtige Schrittfolge beibringt, dann geht´s sowieso gut.

www.tokyodawn.net/opolopo-mutants2

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DARA TUCKER “The Sun Season”

Mal wieder Jazz. Mit leichtem Gewicht, daher mit wohlfühligem Soul-Anteil, dem es durchweg gelingt unter den vom Piano angeführten Arrangements (zeitweise auch inklusive einer kleinen, feinen Horn-Sektion) seine positive Wirkung zu tun. Flexible Stimme, gut eingängige Melodielinien, solide Rhythmus-Basis und immer wieder genügend Freiraum, um auch der elektrisch verstärkten Gitarre von Peter Bernstein ein flottes Solo zu gestatten. 10 gut austarierte Songs aus eigener Feder sorgen dafür, dass “The Sun Season” dem Absingen allgemein bekannter Jazz-Standards wirkungsvoll eine Absage erteilt. Stattdessen eleganter Vocal-Jazz für alle Jahreszeiten, für große Leute und die, die es sein wollen.

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ELLIOTT MACAULEY “Work That ThinG”

Immer zuverlässig, dieser Elliott Macauley! “Metaphor” nennt er eine neue EP, die ab gleich und jetzt an den üblichen Download-Stationen verfügbar ist. Selbstverständlich die gewohnt übergeordnete Brit-Soul Qualität, belebende Uptempo-Schwinger, wirkungsvolle Midtempo-Grooves – gekonnt angereichert durch Beiträge namhafter Gäste aus Übersee (allesamt natürlich SonicSoul Favoriten – Joe Leavy, Cleveland Jones, Marwan Akil, die sich das Mikrofon teilen, und David Lee Andrews, der das Saxofon spielt). Mitmachen und dabei sein – hier ist jeder Song ein Treffer, typisch Macauley, eben.

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