THE CONTEMPORARY SOUL SONGBOOK 3 (Soul Unsigned)

Es ist an der Zeit eine Frau zu erwähnen, deren Antlitz inzwischen als Synonym für allerbeste Indie-Soul-Musiken steht. Claire Davis ist das Gesicht von Soul Unsigned und damit immer ein sicherer Indikator für die Qualität des Inhalts. Selbstredend ist auch die dritte Ausgabe des Contemporary Soul Songbook eine weiteres Beispiel für die positive Kraft des unabhängigen Musikschaffens. In gewohnter Manier präsentiert Labelchef Phil Driver seinen persönlichen Überblick der feinsten Indie-Soul Perlen des aktuellen Jahrgangs. Weiterlesen

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LENNY HAMILTON „Wayout –Portfolio Vol. 1” (L´Train)

Ein Mann und seine Bestimmung. Ein Name, der auf den verschlungenen Wegen des Soul-Untergrunds im Laufe der Zeit immer wieder hinter vorgehaltener Hand genannt wurde und Freunde, die immer wieder mittels eines zufälligen Name-Droppings irgendwann und irgendwo die Talente des Mannes lobpreisen wollten. Lenny Hamilton war immer präsent und sein musikalisches Coming-Out seit Jahren erwartet. Nach vierjähriger Entstehungsphase erwischt uns nun die konzentrierte Vollbedienung in Sachen Nu-Soul. Weiterlesen

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CHAPTER 8 “Chapter 8” (Expansion)

Daneben. Kurz nach Veröffentlichung des Vinyl-Debuts einer Detroiter Combo namens Chapter 8 lösten die Verantwortlichen der Ariola deren Vertrag auf. Unter den üblichen fadenscheinigen Begründungen, die in derartigen Fällen zur Anwendungen kommen, fand sich auch die Meinung, daß die Lead-Vokalistin der Band „nicht singen“ könne. Kurze Zeit später startete eine gewisse Anita Baker in die Umlaufbahn und hinterließ mit „The Songstress“ oder „Rapture“ Weiterlesen

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THE URBAN SOUL COLLECTION VOLUME ONE (Soul Unsigned)

Contemporary, unsigned, urban Soul songbook connection – der gute Phil Driver ist durchaus erfindungsreich, wenn es gilt neue Spielwiesen für seine Schwarz-Musik-Sammelstellen in die Welt zu setzen. Nun also Soul mit urbanem Einschlag – nach eigenem Bekunden des Kompilators handelt es sich dabei um Musiken, denen der zufällig angehängte Rap-Mittelteil die allgemeine Anerkennung innerhalb der geschlossenen Soul-Zirkel bisher verbaute. Nun heißt es also vorschnell verfaßte Vorurteile abbauen und innerhalb der Ecken und Kanten des modernen R&B die wahre Seele zu entdecken. Der Mann weiß natürlich was er tut – sucht und findet in gewohnt gekonnt-wissender Manier die Perlen im Gestrüpp aus elektrischen Beatz, knarrenden Grooves und piefigen Sprechblasen. Bashyra, Ms. Monique, Lino Krizz, The New Congress oder J. Red liefern feine Beispiele dafür, daß einer stark formulierten Hookline keine noch so krumm programmierte Rhythmus-Maschine ein standhafter Widersacher sein kann. Derart gestärkt können auch die gelegentlich eingeblendeten Sprach-Artisten die Oberhand innerhalb des „neuen“ Soul-Geschehen gewinnen. Doch zu dieser Erkenntnis muß ein jeder Nutzer selbst kommen – vielleicht sollte als Einstieg in moderne Zeiten Cherri Prince und ihr freundliches „Just Say Hi“ erprobt werden – hier treffen weiche Harmonien auf ein einsames E-Piano, um einer gefühlig gestimmte Dame die Begegnung mit einem raubeinigen Redner so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Fazit: Wieder einmal ein unterhaltsamer Ausflug in die Tiefen des Indie-Soul – dieses Mal besonders spannend durch die besonderen Begegnungen mit dem Hip-Hop-Gruselmonster.

Wertung:7,5/10
Kaufen: http://www.cdbaby.com/cd/usoul
Info: http://www.soulunsigned.com

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CARMEN RODGERS „The Bitter Suite“ (Candigirl Music)

Bitter-Süß. Carmen Rodgers ist zurück. Danke dafür, denn ihr nunmehr schon vor fünf Jahren veröffentlichtes Debut hinterließ doch einen überaus positiven Eindruck, dessen Beweis der Nachhaltigkeit bis dato nicht erbracht werden konnte. Aber jetzt. Carmen ist nun ganz Frau, mit frischem Styling, wallender Haarpracht und Erfahrungen (und zwar die von der bitteren Sorte), die sie begleiteten und nun geradewegs zu den Tönen und Worten führten , die sie uns mit dem ersten EP-Teil eines Gesamtwerks vorstellt. Weiterlesen

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BAHAMA SOUL CLUB “Bossa Nova Just Smells Funky” (Buyu)

Soul? Bossa Nova? Funk? Nette Mixtur, mittels der uns der Bahama Soul Club zum Eintreten auffordert. Aber kann man Produzent Oliver Belz trauen? Denn schließlich reüssierte er anno 2008 mit einem Debut namens “Rhythm Is What Makes Jazz Jazz”. Aha. Rhythmus und die doppelte Portion Jazz. Und mit dieser Formel sind wir selbstredend auf dem richtigen Weg Weiterlesen

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JANELLE MONÀE “The ArchAndroid” (Warner)

Was ist das denn? Seit Wochen kreist eine futuristisch gewandete Figur namens Janelle Monáe durch die Medien und selbst die vermeintlich seriöse Journaille kann beim Abhören des stilistichen Durcheinanders der jungen Außerirdischen nicht mehr an sich halten. Die Pop-Zukunft? Die R&B Sensation der Saison? Kalter Kaffee? Weiterlesen

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BAD BOBBY GLOVER (Expansion)

Einmal und nie wieder. Bobby Glovers Gelegenheit in die Annalen der schwarzen Musiken einzugehen ergab sich 1984. Seit vielen Jahren verdingte er sich als festes Mitglied der Roger Troutman Funk-Familie und durfte seine volltönende Soul-Stimme im Background ungezählter Produktionen des Funk-Maestros aus Ohio erheben. Roger wusste um das stimmliche Potential des Herren und entwarf in der Blüte seines Schaffens die passenden Musiken dazu. Weiterlesen

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INCOGNITO “Transatlantic R.P.M.” (Edel)

30 Jahre Incognito, 30 Jahre fehlerfreie Musiken zwischen Soul und Jazz, immer mit dem gewissen Extra, daß Bluey Maunicks Grooves & Beatz außerhalb jeglicher Trend-Irrungen und Wirrungen immer in einer ganz eigene Liga agieren ließ. Selbstredend gibt sich Meister Maunick auch im Jubeljahr keine Blöße. Vielmehr gelingt es ihm gar neue Standards zu setzen. „Transatlantic R.P.M.” fasst zusammen, was den Incognito-Sound über die Jahre Weiterlesen

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GLAM SAM & HIS COMBO “The Paradise Groove” (Lemongrass)

Alchemie. Zufällig. Visualisierung nennt der Media-Player die bunt ineinander fließenden Figuren, die sich in unablässiger Folge zu den Rhythmen der im Gerät befindlichen CompactDisc auf dem Monitor ergießen. Wirklich nett, irgendwie wie eine Reise in die Vergangenheit, in der Timothy Leary den Rausch bestimmte und Charles Wilp die Werbung dazu machte. Super-sexy-mini-flower-pop-op-groove – alles ist auch in Glam Sam und seiner Combo. Mats Samuelsson ist Sam und die Disco ist sein Terrain. Weiterlesen

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