JESSE FISCHER & SOUL CYCLE „Retro Future“ (ObliqSound)

Zurück in die Zukunft mit Jesse Fischer und seiner Soul Cycle Combo. Irgendwie alles schon mal da gewesen – dieser Sound von leicht staubigem Jazz, in zeitloser Manier gemickst und garniert mit den immergrünen Zutaten aus Soul und Bop und Pop und Funk. Liebevoll und mit dem sicheren Gespür für´s Detail. Und die richtigen Sound-Regler. Weniger Future-Elektro-Gimmicks, mehr Retro-Instrumentarium. Fischer weitab irgendwelcher Smooth-Plattitüden, dabei freundlich zum Ohr und mit flotten Beiträgen von allen Beteiligten immer Aufmerksamkeit fordernd. Und wenn Chris Turner seine Stimmbänder um das „Electric Ladyland“ des Jimi Hendrix windet, dann dürfen wir endgültig in alle Zeitzonen eintauchen.

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STACYE BRANCHÉ „The Evolution To Living In Truth – Deluxe Edition“ (Soulfare)

Wieder da! Aber nicht allein, sondern aufgemacht als „Deluxe Edition“. Dabei konnte uns die Frau Branché schon mit der Original-Fassung anno 2009 in allen Sinnmaßen überzeugen. „The Evolution…“ ist das dritte Album einer Artistin, die damit nun endlich in vollster Blüte stand (und natürlich immer noch steht). Keine Kompromisse, keine Anbiederung an jedwede Torheit mittels dem üblichen Schnick und Schnack, sondern wohltuend zurückhaltend arrangierte Song-Perlen, natürliches Instrumentarium gibt sich einem lauschigen Soul-Jazz-Pop Cocktail hin, zu dem Stacye sirenengleiche Verführungen anstimmt. Sehr schön. Und jetzt wieder bei der bekannten Händlerschaft (cdbaby) ohne Einschränkungen verfügbar. Als Bonus schenkt uns die Dame folgerichtig einige Variationen sinn-voller Klassiker. „If You Ever Lose This Heaven“ – „Pillow Talk“ – „I´m A Fool To Want You“ – „Love, Love, Love“ als Stacye Branché Feinkost. Ein Geschenk für´s Fest.
http://www.youtube.com/watch?v=kGn5xA3kGsQ

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SUPER SOUL CHRISTMAS (G.E.D. Records)

Untertitel: „5 Super Heavy Holiday Soul Songs“. Also gerade das richtige Paket zum Einstieg in die schöne Vorweihnachtszeit. Sicher ist, dass es in dieser Saison keinen Mangel an soul-meinenden Klängen zum Fest geben wird – schon seit Wochen sind die Anbieter derartigen Liedguts in umtriebigster Weise damit beschäftigt ihren Soundtrack für Heimeligkeit pünktlich abzuliefern.
Sei´s drum. Hier kommt das kleine G.E.D. Label aus Nashville um die Ecke. Mitgebracht haben sie den Soul und R&B der klassischen Art – immer dann besonders schön, wenn man sich mittels Easy Listening einschmeicheln will. Darauf noch einen Schoko-Spekulatius.

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HOMEMADESOUL „The Day I Fell In Love With You“

Zuhause ist´s am schönsten. Das Essen schmeckt, die Fauteuils sind durch jahrlangend Gebrauch bestens angepasst und das Bett wohlig angewärmt. Und die Musik, die macht ein Mann namens Homemadesoul dazu. Der kommt aus dem meist sonnigen Florida und bringt uns mit „The Day I Fell In Love With You“ das wohltuende Gefühl von Heim und Herd näher. Eine vollmundige Melodei begleitet uns durch den Tag – die Stimmung herzig und freundlich, hier ist man willkommen, man ist Mensch und darf es sein. Schmoovy-Groovy.
<a href=“http://homemadesoul.bandcamp.com/track/the-day-i-fell-in-love“ mce_href=“http://homemadesoul.bandcamp.com/track/the-day-i-fell-in-love“>The Day I Fell In Love by Homemadesoul</a>

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DEROBERT & THE HALF TRUTH „I Got Burned“

Nashville-Soul. Direkt und unverschnitten. De Robert ist der Mann, der hier den Ton am wirkungsvollsten trifft. Hard-Hitting-Funky-Thang. Mit Horn und Hand. Mehr Vintage, als die Polizei erlaubt. Die (ganze) Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

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MENAHAN STREET BAND „The Crossing“ (Daptone)

Der Sound der Straße. Alles und nichts. Der Weg ist das Ziel. Und um auf diesen Weg jedem Ohr seine eigene Geschichte zu geben, bringt uns die Daptone-Hausband (und als solche eher mit handbetriebenem, punktgenauen und verschwitztem Soul und Funk beschäftigt) eine Musik-Collage näher, die jedweder Filmkulisse gerecht werden kann. Rein instrumental, basierend auf einer meist schwermütig daherkommenden Rhythmus-Abteilung und überkront von weitflächig arrangierten Bläsersätzen, entführt die MSB in Landschaften, Nachbarschaften, Gemeinschaften und Leidenschaften, die wir schon immer einmal besuchen und erleben wollten. Für die Entdecker in euch.

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JAE FRANKLIN „Sunshine (Fireflies)“

Eine Frau in Seoul. Südkorea. Abseits des Hypes. Zarte Frau gegen feste Rhythmus-Spur. Charme gewinnt. Jae Franklin nennt momentan vorab genannte Metropole ihre Station. Vor hier aus wird sie uns alsbald mit ihrer Art des Nu-Soul in die Quere kommen – ganz vorsichtig, aber bestimmt und zielstrebig. Mit „Sunshine“ verteilt sie die ersten wärmenden Sound-Strahlen aus einer EP namens „Universal Language: Prelude 3“, die Anfang Januar via Bandcamp in voller Blüte stehen soll.

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THE DECODERS „I Am The Black Gold Of The Sun“

Alter Soul in neuen Schläuchen. Die Decorders transferieren immergrüne Klassiker in klickend-klackende Lovers-Rock-Jamaica-Beater. Dass die Herren dabei äußerst subtil und mit dem nötigen Sinn und Gespür für Stil, Eleganz und übergreifende Klasse vorgehen, sichert ihren Bearbeitungen ungeteilte Aufmerksamkeit. Zudem verteilen zielsichere Damen und Herren (Sy Smith oder Leon Ware) ihre Gunst für das Gelingen der Sonnenschein-Variationen. Gerade ist das muntere Trio mit dem Erstellen eines zweiten Albums beschäftigt – wieder geht es um Soul und wieder um die Standard-Werte daraus. „Walk On By“ gab einen ersten Einblick, der nun mit der aktuellen Auskopplung „I Am The Black Gold Of The Sun“ abgerundet wird. Wirklich erbaulich – natürlich auch deshalb, weil die Decoders jetzt auch mal einige wärmende Latin-Beatz dem Reggae-Versmaß vorziehen.

<a href=“http://thedecoders.bandcamp.com/track/walk-on-by-feat-noelle-scaggs“ mce_href=“http://thedecoders.bandcamp.com/track/walk-on-by-feat-noelle-scaggs“>Walk On By feat. Noelle Scaggs by The Decoders</a>

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ELLIOTT MACAULEY „Mamas Baby Boy“

Ein guter Sohn. Die Rede ist hier von Elliott Macauley, studierter Bassist und Schreiber seiner eigenen Musiken, mit deren Qualitäten sich bis dato meist andere Artisten (Winston Warrior, Kurt Austin…) schmücken konnten. Mit seiner elterlichen Liebes-und Dankesbezeugung „Mamas Baby Boy“ läutet er nun aber für sich eine neue Zeitrechnung ein. Und sollte „Mamas…“ warmherzig-fließender Midtempo-Beat auch nur ansatzweise als Wegweiser für das für kommendes Jahr avisierte Album des Elliott Macauley sein, dann können wir schon jetzt einen weiteren bemerkenswerten Soulisten britischer Herkunft ankündigen. Wir werden die Dinge weiter verfolgen.
http://www.youtube.com/watch?v=sE4gyitEDbo&feature=player_embedded

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SERAVINCE feat. RENEE NEUFVILLE „U-Love“

Eigentlich meint man, dass wie Vincent Helbers als Flowriders kennen sollten – nun aber bringt er uns sich und seine Musik unter dem Oberbegriff Seravince näher. Wir hören, um zu sehen – erkennen können wir dabei, dass der Herr Helbers gerade im Begriff ist uns mit einer der ganz bemerkenswerten Sound & Vision Musiken dieses Jahrgangs zu begegnen. „U-Love“ gibt einen ersten, formidablen Eindruck – Renee Neufville bezirzt und am Schlagwerk fungiert Richard Spaven, der schon dem Flying Lotus oder José James die Sporen gegeben hat. Darüber, darunter, dahinter und dazwischen fliegen elektonisierte Klänge in verschiedenen Formationen – so schön, wie harmonisch. Übrigens gibt´s bei Bandcamp noch einige Downloads for free – das „Hear To See“ Album dann kostenpflichtig ab dem 13.12.
<a href=“http://moovmnt.bandcamp.com/track/u-love-ft-renee-neufville“ mce_href=“http://moovmnt.bandcamp.com/track/u-love-ft-renee-neufville“>U Love Ft. Renee Neufville by Seravince</a>

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