MAURISSA ROSE „MarMalade“

„Thinking About You“ war einer der nachhaltigsten Midtempo-Soul-Swinger des vergangenen Jahrgangs. Seitdem warten wir mit unverhohlener Vor-Freude auf neue Musiken von Maurissa Rose. In „MarMalade“ verzaubert uns die Dame in dezent reduziertem Tempo, an das sich eine dieser Hooklines, die sich unweigerlich an den entscheidenden Punkten festsetzt. dazu genau die Stimme, die auch Kem dazu verführte die Maurissa zur Sanges-Partnerin zu wählen. Und für April verspricht sie ein komplettes Album und ab dann wird´s noch besser.

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JOSÉ JAMES „No Beginning No End“ (Blue Note)

Alles gesagt. Eigentlich. Hören und fühlen. Reicht. José James ist Sänger. Legt sich seine Sounds zurecht und zeigt, dass er alles sein kann. Hip und Hop, Jazz und Soul, Ethno und Pop, José und James, zwischen leise und funky, manieriert und direkt. Dazu Pino Palladino am Bass und Robert Glasper als Gast. „No Beginning No End“ ist U-Musik, modern und auf den Punkt aktuell. Stopp k.W.!
Wertung: 8,5/10
Info: www.josejamesmusic.com
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FREDDIE JOACHIM „Fiberglass Kisses“ (Mellow Orange)

Und wieder auf dem Rückweg nach vorn. Zu umständlich und verquast? Um derartigen Eindrücken wirksam entgegen zu treten hilft eine unkandidelte Dosis Freddie Joachim. Dieser (Musiker, Produzent, Mixer, DJ etc. mit Wohnsitz in Kalifornien) überreichte uns schon im Vorjahr sein viertes Album als Resultat seiner stets umtriebigen Bestrebungen das allumfassende Thema „Liebe“ in passende Töne zu kleiden. Wie gut, dass der immerfort mit seinen Musiken beschäftigte Freddie eine ultra-entspannte Song-Kollektion dazu in petto hatte. Passt sicher prima in die schon weit geöffnete Nu-Soul-Hip-Hop-Basis Schublade. Aber hier passiert natürlich noch einiges mehr. Es fließen die Beatz in begradigtem Fluß und geben klar Orientierung. Darüber verlegt der Mann einige fein strukturierte Elektronik-Strukturen, die sich immer in angenehmen Melodiebögen wiederfinden. Das ist mehr als nett und wird durch die Beteiligung ausgewählter Vokal-Artisten (Carlitta Durand, Miles Bonny, Mar, L. Santiago, J. Mitchell…) noch umfangreicher einsetzbar.

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MOON BASE „High“ (Rodenstein Records)

Der Mann im Mond. Heute starten wir die Rakete unter der Leitung von Thomas Motter, seines Zeichens erfahrener Tastateur und Musikmacher aus Heidelberg, der sich bis dato unter der Überschrift t-mc einen gewissen Namen in ganz eingeweihten Zirkeln des Jazz-Fusion-Smooth-Rock-Jazz gemacht hat. Nun aber gibt Captain Motter seinem Shuttle so richtig die Sporen und führt uns auf seine Mondbasis, auf der genau die Grooves & Beatz Weiterlesen

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THE GREG FOAT GROUP „Girl and Robot With Flowers“ (Jazzman Records)

Zeit für Jazz, Zeit für Spiel und Spannung, Zeit für Greg Foat und seine Combo. Schon der Titel verheißt viel. Entliehen aus der Sci-Fi Literatur und deutlicher Wegweiser in Galaxien, die schon lange Zeit kein Mensch mehr so entschlossen betreten hat. Greg und sein Team sorgen für einen warmtönenden retro-analog Sound, munter-treibende Rhythmen mit Fusion-Charakter stehen neben traumhaft verschleierten Tonspuren (allein der 8-minütige Trompete-Piano Sequenz „For A Breath I Tarry“ lohnt das Kennenlernen) und dazwischen gestreute Anklängen an 101 Filmmusiken aus 1001er Nacht. Immer angereichert mit reichlich Space-Sounds. Commander McLean bittet zum Tanz.

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ROSZUNN „Signs Of Love“

Und wieder bestätigen wir gern, dass wir uns mit besonderer Hingabe immer mal wieder mit den Musiken beschallen lassen, die es gestern auch schon zu hören gab. Nur wir hörten nicht zu und andere wohl auch nicht. Egal auch, dass es ansonsten als hip gilt die Melodien von übermorgen schon heute einer überforderten Öffentlichkeit in rascher Abfolge zur Begutachtung zu präsentieren. SonicSoul als Hort der Langsamkeit. Und damit zu Roszunn. Dessen „S.O.U.L“ Album fiel gut geschulten Ohren schon anno 2012 positiv auf´s Gemüt. Nun erreicht der Mann auch und und mit ihm seine entspannten Beatz, die geschickt mit den gängigen Neu-Soul Gegebenheiten spielen, um dann immer im rechten Moment das wichtige Extra hinzuzufügen. Hier eine wundervoll eindrehende Melodiekurve, dort ein kleiner Kniff in der Abt. Arrangement. Hier und heute setzt er seine „Signs Of Love“ und morgen dann den Rest der Kollektion.

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MARCELL RUSSELL „Baggage“

Marcell Russell jetzt ohne „The Truth“, dafür aber mit einer Überportion Soul, die uns für die oftmalige Abwesenheit wertiger Musiken dieses Genre innerhalb der vergangenen Monate vollends zu etnschädigen vermag. Sehr schön. Der Mann singt mit durchdringender Männlichkeit, tiefer Bass und zarte Gefühlslagen, genau wie Frau es mag. Dazu nimmt er auch immer eine Botschaft mit auf die Reise. „Baggage“ ist ein erster Auszug aus einem für den Sommer angekündigten neuen Album namens „The Serenade & The Sermon“. Feinkost.
http://www.youtube.com/watch?v=qtPdntx2l-U
http://www.youtube.com/watch?v=3q1uXHRGedI

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THE BUDOS BAND auf Tour

„Staten Island Instrumental Afro Soul“. Aha! Oder auch Fela Kuti trifft Black Sabbath in NewYork. Die Budos Band spielen den Funk mit Afrika-Einfluss und freuen sich diesen mit schwerer Gitarre in Richtung Head-Banger zu schicken. Wie dem auch sei – hier ist andauernde Bewegung angesagt – im Februar live und direkt mitmachen in Köln, Berlin und Hamburg.
20. 02.13 Köln – Club Bahnhof Ehrenfeld
21.02.13 Berlin – Magnet
22.02.13 Hamburg – Molotow

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JAMIE LIDELL (Warp Records)

Die Zukunft war gestern. Jamie Lidell, von dem man gern behauptet, dass er den Future-Soul in elektrifizierte Töne gießt, kommt uns am Februar mit neuen Facetten der Morgen-und-Übermorgen-Beatz. Es knallt und zischt, es warpt und morpht. Doch der Jamie weiß, dass es ohne den guten Rhythmus-Geber eben nicht voran geht. Entsprechend eindeutig trumpfen die Beatz auf. Wachmacher und Knalltüte, aber immer mit hohem Unterhaltungswert. Der rührt natürlich auch daher, dass Mr. Lidell die Traditionen seiner Sounds allesamt selbst durchtanzt hat und nun den Spaß am 80er Electro-Soul-New-Jack-Swing-Pop-Rock mit unbändiger Freude an uns weiterreicht. Nur so geht´s.

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SOPHIA BASTIAN EP

Versäumtes wird nachgeholt, Teil 27 – Heute: Sophia Bastian. Aus NYC und bereit für die Welt. Um derartige Ziele punktgenau zu treffen muss man sich selbstredend entsprechend ausrichten. Hier treffen sich Talent und Strategie. Die junge Bastian kann den Retro-Style, kennt Soul, Blues und Jazz, schätzt Beigaben aus Reggae (ich mal eher nicht so…) und Rock und wirft dann noch einen glatten Hip-Hop Beat hinterher. Und wer dann auch noch die Vorstellungen von Portishead derart zu teilen vermag, dem folgen wir doch gern.

Dazu weiß sie Stimme zu nutzen – der herzlich-bestimmte Ausdruck zwischen Verstand und Gefühl weist die Sophia als Frau mit klaren Vorstellungen aus. Eine EP gibt´s auf i-tunes – und da kommt noch mehr.

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