TESS HENLEY „From The Get Go“

Wir merken uns: Tess Henley! Unbestritten eine der Frauen, die uns in diesem Jahrgang mit ihren Besonderheiten nachhaltig beeindrucken wird. Schon seit einiger Zeit gilt die Tess wegen ihrer unbefangenen Art mit den Soul-Pop-Funk-Jazz Traditionen zu spielen als Hoffnungsschimmer, um dem allzu retrofinen weißen Damen des Genres eine großartige Melange aus Frische und Geist entgegenzusetzen. „From The Get Go“ soll ein erster Eindruck eines demnächst fertig zu stellenden Komplett-Produkts sein. Wir freuen uns.
http://www.youtube.com/watch?v=mWDx6wzzjLU

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NEW ACID WAVE feat. DAWN TILLMAN „From Another Dimension“

Familien-Bande. Die Moyas aus Mexico-City locken uns erst einmal auf die falsche Fährte – „New Acid Wave“, was soll das sein? Ein Trick? Sicher ist, dass man in mexikanischen Clubs weder irgendeiner „Wave“ nachhängt, noch im Geiste der Brand New Heavies zum Tanz aufspielt. Und das ist auch gut so, denn unter der Federführung von Mario, Enrique und Luis Enrique Moya gibt´s stattdessen ober-muntere Dance-Grooves unter globelem Einfluss. House-Disco-Club-Jazz-Beatz mit erhöhtem Unterhaltungsfaktor. Übrigens – wegen der großen Nachfrage nach New Acid Wave Live-Erlebnissen musste die Veröffentlichung (fast) des schon fertig gestellte Voll-Albums auf 2013 verschoben werden. Wir werden über die weitere Entwicklung der Dinge berichten. ´

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SERAVINCE „Hear To See“ (Moovmnt)

Versprechen eingelöst! Ende der vergangenen Saison beeindruckte uns Seravince (eigentlich Vincent Helbers, aber auch aka Flowriders, seines Zeichens Keyboardist und Produzent und…) mit einer Kostprobe namens „U-Love“, bei der Renee Neufville zarte Vocals über einer lebhaften Elektro-Basis ausbreitete, die wiederum von Richard Spavens kunstvoll ziseliertem Schlagzeug-Spiel den besonderen Akzent erhielt. Kurzum, „Hear To See“ vermag hier nahtlos anzuschließen – vielfach beeinflusster, höchst moderner Broken-Jazz-Soul. Wer mag, dem werden Eindrücke zwischen Hip-Hop-Nu-Soul, britischem Fusion Jazz (Brand X?) und 4Hero nicht verwehrt bleiben. Neben Herberts umtriebigen Elekroniken setzen gelegentliche, vom Jazz inspirierte Soli gern zur Kenntnis genommene Akzente, die von den Stimmen der Renee Neufville und Sharlene Hector immer wieder eigenfangen werden. Und Spavens akrobatische Rhythmus-Sektion ist derzeit ohne jeden Vergleich. Jetzt schon wichtig für die Endabrechnung dieses Jahres.
Wertung: 8,5/10
Info: www.seravince.com
Kaufen: bandcamp

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LUCAS ARRUDA „Sambadi“

„My music and my heart are all in Rio. That city has so much musical history and vibe. The beach, the sun… all this inspires me a lot”. Der, der diese verheißungsvollen Worte gelassen ausspricht ist der Lucas Arruda. Groß geworden in Rio und nun von Paris aus auf dem Weg uns mittels seines Debuts die Sonne näher zu bringen. „Sambadi“ bringt Brasil-Sounds & Grooves zwischen Jazz und Bossa, dazu den entscheidenden Soul-Anteil. Alles natürlich mit lebensbejahender Nonchalance eingespielt und genau mit der Prise Eleganz, die auf einer Achse zwischen Copacabana und Saint Germain dazugehören sollte. „Sambadi“, die Single gibt´s ab heute, „Sambadi“ das Album folgt in Kürze.

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NICOLAS BEARDE „Falling In Love“

Sonntag. Es ist bereits nachmittags. Ein ausgedehntes Frühstück liegt hinter den Beiden und während sie gerade damit beginnt Zerstreuung während des Durchblätterns der aktuellen Ausgabe des „Living At Home“ Magazins zu erlangen, schlendert er wie beiläufig zum Musik-Abspielgerät und läßt die neuen Musiken von Nicolas Bearde erklingen, bevor sein Blick durch die Panorama-Scheiben des Wintergartens in die Ferne schweift. Bearde bringt uns den jederzeit abspielbaren Vokal-Jazz. Dezent instrumentiert (für „Visions“ ergriffen u.a. Alphonso Johnson, Gary Meek oder David Garfield ihre Instrumente), warm und entspannt vorgetragen und in Song-Auswahl (eine breit gefächerte Classic-Soul-Jazz Show – von Errol Garners „Misty“ bis zu Stevie Wonders „Visions“) und Attitüde immer auf möglichst störungsfreie Abläufe ausgerichtet. Daher perfekt zum Sonntag, aber selbstredend auch für jeden anderen Zeitpunkt zwischen Tag und Traum.

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MENAHAN STREET BAND „Keep Coming Back“

Diese Herren gefallen uns. Feine Instrumental Soul-Jazz-Lounge Ausflüge mit unschlagbarem Blick in die Ferne. Das „The Crossing“ Album der Menahan Street Band sei allen Hörern, die es bevorzugen ihren eigenen Film zum Soundtrack abspulen zu lassen, hiermit noch einmal empfohlen. Wie so etwas in Kurzform aussehen könnte zeigt uns des Sextett auch im neuen Video „Keep Coming Back“…

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ONITA BOONE (Universal)


„No guts, no glory“! Wer wagt gewinnt und Onita Boone hat gewonnen. Irgendwann im vergangenen Jahr gelang ihr bei einer TV-Show namens „The Winner Is…“ der ganz große Coup, der dann dazu führte, dass der vielerfahrenen Sanges-Frau die Aufnahme eines ganzen Albums angetragen wurde. So kam es, und unter anderem übernahmen Mousse T. und Rob Hardt die Betreuung der Onita Boone. Doch so recht wußte keiner der Verantwortlichen, wie man mit diesen Musiken aus Soul-Deutschland umgehen sollte. Onita landete im Fernsehgarten und darf nun mit einem Spät-Erblühen via Großbritannien rechnen. Dort hörte man genauer hin (weiträumig gefächertes Programm, zwischen absoulut tauglichen Modern-Soul-Groovern bis hin zu großangelegten Radio-Tunes mit Whitney-Flavour), entscheidende Geschmacks-Entscheider hoben voller Freude den Daumen und daher möchten wir an dieser Stelle auch euch diese Frau aus Köln nicht länger vorenthalten. Das Album dazu gibt´s schon seit geraumer Zeit beim Händler deines Vertrauens.
Info: www.onitaboone.com
Kaufen: amazon

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MAURISSA ROSE „MarMalade“

„Thinking About You“ war einer der nachhaltigsten Midtempo-Soul-Swinger des vergangenen Jahrgangs. Seitdem warten wir mit unverhohlener Vor-Freude auf neue Musiken von Maurissa Rose. In „MarMalade“ verzaubert uns die Dame in dezent reduziertem Tempo, an das sich eine dieser Hooklines, die sich unweigerlich an den entscheidenden Punkten festsetzt. dazu genau die Stimme, die auch Kem dazu verführte die Maurissa zur Sanges-Partnerin zu wählen. Und für April verspricht sie ein komplettes Album und ab dann wird´s noch besser.

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JOSÉ JAMES „No Beginning No End“ (Blue Note)

Alles gesagt. Eigentlich. Hören und fühlen. Reicht. José James ist Sänger. Legt sich seine Sounds zurecht und zeigt, dass er alles sein kann. Hip und Hop, Jazz und Soul, Ethno und Pop, José und James, zwischen leise und funky, manieriert und direkt. Dazu Pino Palladino am Bass und Robert Glasper als Gast. „No Beginning No End“ ist U-Musik, modern und auf den Punkt aktuell. Stopp k.W.!
Wertung: 8,5/10
Info: www.josejamesmusic.com
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FREDDIE JOACHIM „Fiberglass Kisses“ (Mellow Orange)

Und wieder auf dem Rückweg nach vorn. Zu umständlich und verquast? Um derartigen Eindrücken wirksam entgegen zu treten hilft eine unkandidelte Dosis Freddie Joachim. Dieser (Musiker, Produzent, Mixer, DJ etc. mit Wohnsitz in Kalifornien) überreichte uns schon im Vorjahr sein viertes Album als Resultat seiner stets umtriebigen Bestrebungen das allumfassende Thema „Liebe“ in passende Töne zu kleiden. Wie gut, dass der immerfort mit seinen Musiken beschäftigte Freddie eine ultra-entspannte Song-Kollektion dazu in petto hatte. Passt sicher prima in die schon weit geöffnete Nu-Soul-Hip-Hop-Basis Schublade. Aber hier passiert natürlich noch einiges mehr. Es fließen die Beatz in begradigtem Fluß und geben klar Orientierung. Darüber verlegt der Mann einige fein strukturierte Elektronik-Strukturen, die sich immer in angenehmen Melodiebögen wiederfinden. Das ist mehr als nett und wird durch die Beteiligung ausgewählter Vokal-Artisten (Carlitta Durand, Miles Bonny, Mar, L. Santiago, J. Mitchell…) noch umfangreicher einsetzbar.

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