MELO-X „God: Lo-Fi“ (Galax Recordings)

Das besondere Angebot. Und schon wieder aus der sonst nicht so komfortablen Straßen-Ecke. Aber aufgemerkt! Melo-X hat uns schon des öfteren mit den Feinheiten des vorauseilenden Hip und Hop Stylings vertraut gemacht und dabei (meist) für unerwartet nette Begegnungen gesorgt. Diesem Grundsatz bleibt er natürlich auch mit seinem gerade veröffentlichten „God: Lo-Fi“ Projekt verbunden – eine EP mit 5 verschiedenen Einsichten zum Thema – zwischen ungewohnt und klassisch, dann aber dankenswerter Weise mit Zuckerguß-Finish, für das Jesse Futerman als Produzent verantwortlich zeichnet. Mehr über den Jesse zu gegebener Zeit – hier und jetzt sollte die Zeit erst einmal reif sein für ein Glas von guten Wein.

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72SOUL „Fools Play“

Eine Geschichte aus Belgien. Liebe und Tod. Immer wieder gern genommen. Hier und jetzt in der frankophilen Variante, aufbereitet, arrangiert und produziert von einem Herrn der sich 72Soul nennt. Selbstredend ist Hip und Hop nicht unsere Welt. Doch wenn die Rationen in verträglicher Dosis daherkommen, dazu dezent mit Jazz und Soul modernisiert sind, Samples von klassischer Größenordnung geschickt eingewebt erkennbar bleiben und dazu mit einer gewissen Finesse die losen Sound-Enden sich neu verknüpfen, dann erscheinen selbst krude Ansätze in frischem Licht. So geschehen bei „Fools Play“, der aktuellen EP des 72Soul, die er der interessierten Öffentlichkeit zur allgemeinen Erquickung anbietet.

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ELLIOTT MACAULEY „Hey Boy“

Breaking News: Elliott Macauley hat sein „Retro“ Album (nahezu) fertiggestellt. Den flotten Jazz-Funker „Hey Boy“ gibt´s vorab als weiteren Appetizer – das komplette Werk dann ab kommender Woche. Mehr dazu zu gegebener Zeit. Wir freuen uns.
http://www.youtube.com/watch?v=aP0e3TaELR8

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THE EXPERIENCE (KeboMusic)

Alles aus Atlanta. Selbstredend wissen wir schon seit geraumer Zeit, dass dieser voluminöse Flecken in Georgia ein idealer Ort für moderne Soul-Sounds ist. Dortselbst ist der Derrick Pryce damit beschäftigt seine musikalischen Ideen in die Tat umzusetzen – vor einiger Zeit konnte er bereits mittels einer EP punkten, der nun „The Experience“ in keiner Note nachsteht. Wiederum verlässt die Herr Pryce auf eine bewährtes Team wohlbekannter Stimmen (Steve Wallace, Kenny Wesley, Lenora Jaye, Tracy Cruz…), denen er seine Grooves & Beatz unterschnallt. Diese kommen stets aufgeräumt daher, jeder Ton aus den überwiegend elektronischen Musikmachern ist punktgenau platziert und in keinster Weise verzichtbar. Dazu bewegen sich die Dinge behend durch die Stilebenen zwischen straßentauglichem Finish („Escalators“ mit Steve Wallace) und fein modelierten Melodien und dazu passenden Arrangements (Kenny Wesley mit „Indescribable“), bevor uns am Ausgang das Saxofon von Derwin Daniels auf einem tief-gründenden Midtempo-Groove die Schönheiten der Nacht näherbringt.

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RAHSAAN PATTERSON On the „EVE“ of his first „Best of…“ Album

Zeit für Rückschau. Einst eine Art Kinder-Star, seit geraumer Zeit eine feste Größe im Umfeld des modernen Soul – Rahsaan Patterson kann Funk und auch die ganz sanfte Tour. Er überrascht (überfordert?) mit elektronischen Sound-Ideen und bleibt in jedem Takt ein Unikat. Seine britischen Partner versammeln auf der 20-teiligen Kollektion Rares und Wahres aus 6 Alben und 16 Jahren Schaffenskraft. Lohnenswert.
Passend dazu kommt uns der Gitarrenmann U-Nam mit einer hart pumpenden Heavy-Funk Nummer namens „Eve“, die einst ein laues Pop-Eve war. Mit dabei der Rahsaan Patterson, mit dem der Franzose einst schon „Love´s Taken Over“ einspielte, dessen Remix immer noch eine Tanz-Klasse für sich ist.

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LAURA JANE „Everything Changes“

Platz da, Joe! Gerade ist die Laura Jane im Gefolge des Joe Cocker in Deutschland unterwegs. Die Qualitäten der Dame sollten Grund genug für den älteren Herrn sein auch einmal zur Seite zu treten, neue Kräfte zu sammeln und seinem Publikum die Gunst der Laura Jane zu gewähren. Von ihr gibt´s mit „Everything Changes“ (über i-Tunes) ein neues Album – Soul-Rock-Pop-Dance in munterer Abstimmung, dazu eine überzeugende Stimme und das Selbstbewußtsein diese in jedwedem Umfeld schillern zu lassen.

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DAVID P. STEVENS „Epiphany“ (Sanctifly)

Ich mag den Mann, der die Gitarre spielt. Immer wieder konnten diese Herren entscheidende Akzente zwischen Soul und Jazz setzen, ohne dabei in allzu gemütliche Fahrwasser zu geraten, in dem sich die Kollegen mit den Saxofonen tummeln. Nun gut…heute geht´s darum David P. Stevens unsere Aufwartung zu machen. Sein 4. Album liegt bereit. Hier wird Gitarre gespielt, und zwar nach allen Regeln der Kunst. Fein ziseliert, funky akzentuiert, jazz-rockig packend oder beiläufig elegant. Dazu nahmen einige hochkarätige Gäste die Einladung zu gemeinsamen Spiel an – man trifft Frank McComb, Nothende, Gerald Albright oder Gerald Veasley. Für Klasse ist somit gesorgt, den musikalischen Rahmen steckt der David in weitem Kreis und erfreut so mit einem formidabel unterhaltendem Soul-Jazz-Fusion-Smooth-Soul Dings.
Wertung: 7,5/10
Info: www.davidstevensmusic.com
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B. JAMELLE „Rose Tea“


Interessantes aus der Ecke für Experimente mit Soul und Jazz und mehr. Diggs Duke setzt hier schon seit geraumer Zeit spannende Tonfolgen ab – auch immer wieder gern mit einer Dame namens B.janelle. Beide sind aufmerksamen SonicSoul Gästen selbstredend schon seit geraumer Zeit bekannt. Jetzt eine weitere Folgeerscheinung dieser fruchtbaren Zusammenarbeit – der Versuch die wohltuende Wirkung, die für gewöhnlich durch den Genuß von „Rose Tea“ auf Körper und Geist ausgeübt wird, mittels fein gesetzter Töne und Worte auszudrücken. Alles Gute!

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CALIBRO 35 „Any Resemblance To Actual Facts Is Purely Coincidental“ (Audioglobe)


Der italienische Film! Und erst die Musik dazu! In vergangenen Jahrzehnten immer ein ganz besonderes Vergnügen. Cinecitta! Dieser Tradition entnehmen die Herren der Mailänder Formation Calibro 35 ihre Versatzstücke und fügen diese dann zu Soundtracks noch abzudrehender Sequenzen abenteuerlicher Spielfilme zusammen. Eingespielt in nur 5 Tagen in einem Studio in Brooklyn und mit dem freien Geist der Spielfreude umweht, der außerhalb jeglicher Geschmacksgrenzen immer wieder für großes Kino sorgt.

Info: www.calibro35.net
Kaufen: amazon

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NICCI CANADA „Sweet Thang“

Die Nicci Canada ist uns wg. ihres vorzüglichen „Twenty Twelve“ Debuts aus 20122 noch in bester Erinnerung – als Vorspiel zur neuen Single, die für den Sommer vorgesehen ist, gibt´s hier jetzt ihre Bearbeitung von Chaka Khans Klassiker „Sweet Thang“ – weniger raubautzige Kraft, dafür deutliche Betonung der gefühligen Seite der Dinge. Übrigens ein wichtiger Bestandteil des Soundtracks zu einem Film mit dem interessanten Titel „Interracial Dating In America, Going Deeper“.

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