LIFFORD „Sinking Swimming“

Lifford stellt sich vor. Seit geraumer Zeit innerhalb diverser britischer Projekte (mit Artful Dodger erreichte er 2000 gar die oberen Regionen der Charts) aktiv, ist er nun bereit sich auch auf eigene Rechnung beurteilen zu lassen. Seele in der Stimme, persönliche Mitteilungen in den Worten, eine fein abgewogene musikalische Melange aus Soul und Pop wirkungsvoll darumherum arrangiert – mit „Sinking Swimming“ weiß er Interesse für das bevorstehende Album „Blue Dye“ zu wecken, das alsbald bei Slapped Up Soul Redords veröffentlicht wird.

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JAE FRANKLIN „Blue & Stuck“

„I’m very curious about the interconnectedness of the world.” Sagt die Jae über sich. Und deutet mit der Verwendung dieses „interc…..“ eine besondere Art von Verschwurbelung an. Aber es kommt dann eben doch anders. Natürlich verwundert es wenig, dass sie gern um die Welt herum zieht. Eigentlich gerade in Süd-Korea, aber dann gleich wieder in Brasilien. Vor derartiger Umtriebigkeit hat sie ihr Musikschaffen mittels eines größeren Sicherheitsabstands geschützt. Wie gut. Über ruhig und besonnen strukturierter Synthi-Basis verlagert Frau Franklin sanfte Tropfen aus Melodie und Atmosphäre. Mehr davon alsbald unter dem Titel „Universal Language Prelude 3“.

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INDIA ARIE „Cocoa Butter“

Dem Vernehmen nach ist die India Arie sehr begeistert. Grund dafür ist, dass ihr die neuen Musiken so gut gelungen sind, dass sie just darüber via Twitter zu berichten wusste. Ein Album steht uns also ins Haus, betitelt „SongVersation“. Vorab gibt´s daraus eine Ko-Produktion mit Shannan Sanders – hier teilt sie mit uns die wundersamen Wirkweisen von Kakaobutter auf Seele, Geist und Körper. Dazu gibt´s einen soliden Midtempo-Beat und das schöne Gefühl, dass sie genau weiß, worüber sie hier singt.

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MARCELL RUSSELL feat. NATALIE STEWART „Good Morning Love“

Der Mann zeigt sich großzügig. Jede Woche ein weiterer Ausschnitt aus seinem für den kommenden Sommer avisierten „The Sermon & The Serenade“. Für „Good Morning Love“ versicherte er sich außerdem der wirkungsvollen Unterstützung von Natalie Stewart, die
als „The Floacist“ erst kürzlich für ein besonderes Hi-Lite sorgen konnte. Marcell, wir freuen uns auf mehr!

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BLUEY „Leap Of Faith“ (Dome)

Out of the Bluey. Wie nett – ein kleines Wortspiel. Drängt sich aber auch geradezu auf, wenn es darum geht den überraschenden Auftritt des Jean-Paul Maunick, genannt Bluey, als Solo-Artist und Vokal-Matador zu einzuleiten. Jahrzehntelang unumschränkter Takt-und Formgeber der stilprägenden Soul-Jazz-Funk Formation Incognito und nun allein im Licht der Rampe. Als musikalischer Ratgeber durfte ihn zumindest der Richard Bull begleiten, der ebenfalls schon für Incognito an mit-entscheidenden Nahtstellen funktioniert hat – Matt Cooper und Ski Oakenfolds Beiträge sind auf „Leap Of Faith“ dagegen zu vernachlässigen. Bluey pur und unverschnitten. Und nicht immer so, dass wir hoffen, dass Maysa oder Tony Momrelle ihrem liebsten Taktgeber nun endlich das Mikro entreissen mögen – auch wenn man sich an des Herren Stimme erst einmal herantasten muß. Klar, die Beatz & Grooves sind gewohnt locker und entspannt, die Arrangements wohl sortiert und durchgehend erwachsen – dazu die wichtigen Hooklines von eingängiger Qualität. Aber es ist mehr der Soul, dem sich Herr Maunick in seiner „musical autobiography“ anvertraut. Natürlich nicht Retro, aber doch mit dem ganz bestimmten Blick auf Tradition und musikalischen Wegmarken, die den Maunick in früheren Jahren geprägt haben. Und ein paar nette Beiträge (ganz besonders nett: „Got To Let My Feelings Show“ mit feinen Verweisen in Richtung der frühen 80er) für die 2013er Endabrechnung gibt´s selbstredend auch.

Wertung: 8/10
Info: Dome Records
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PHILIP OWUSU „Goodnight“

Wieder einmal Skandinavien. Genauer gesagt – Dänemark. Vor dort erreicht uns die Nachricht, dass ein gewisser Philip Owusu sich gerade anschickt die zeitgenössische Soul-Welt mit ganz besonders feinen Noten zu versehen. Irgendwann war der Mann mal ein Kumpan des Robin Hannibal (der die Musiken zu den Gesängen des Mike Milosh besorgt und sich nun als Rhye verdingt…), mit dem er offen hörbar eine gewisse Vorliebe für die gefühlige Seite der Sound-Dinge teilt. Allerdings ohne allzu schwerlose Fragilität, sondern immer mit beiden Beinen in Bodennähe. Wie gut. „Subs“ wird übrigens das Album heißen, mit dem Philip Owusu uns im Verlauf des Jahres beglücken möchte.

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YOYO HONEY „Yoyo“ (Mani SoulSonic Mix) (Black Sugar)

Ganz richtig! Yoyo Honey sind eigentlich momentan damit beschäftigt an einem neuen Album zu künstlern – gute Sache, wenn es gelingt den Zauber des 90er Augenblicks in die Jetztzeit zu transferieren. Um dessen Wertigkeit vorab noch einmal zu unterstreichen hält es Mani Showiwa für angemessen nach und nach eigene Bearbeitungen der einstigen Werke ins Rampenlicht zu rücken. Nach „Groove On“ gibt´s jetzt „Yoyo“ in frisch abgemischten Varianten (u.a. von SoulP !). Für uns kam dennoch ausschließlich der SoulSonic Mix in Betracht….feister Midtempo-Swing und Streicher-Backing, das mögen wir halt gern.

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KING „In The Meantime“

3 Damen. 2 Stimmen. Ein sanft tropfender Elektro-Beat. Schwelgerisches Arrangement. Ansteckende Tonkurven. Das Trio, dass sich King nennt, kam zuletzt u.a auf Robert Glaspers Album zur Geltung und schickt sich nun an die moderne Soul-Welt auf ein eigenes Album vorzubereiten. „In The Meantime“ gibt zu den schönsten Erwartungen Anlaß…

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DAYTON „Dayton : Cutie Pie“ & „Hot Fun : Feel The Music“ (Expansion)

Unterschätzt und fast vergessen. Wie gut, dass sich Ralph Tee und sein Team seit einiger Zeit mit ganz besonderer Hingabe um die Wieder-Entdeckung diverser Quasi-Größen des Soul-und Funk verdient machen wollen. Sicher, nicht immer gelingt die passende Auswahl der zu hebenden Vinyl-Perlen, aber im Fall der hier vorzustellenden Combo namens Dayton macht das Wiederhören überaus Freude. Dayton versammelten sich 1980 natürlich in Dayton, Ohio, um die Welt eine weitere Variante knackiger Dance-Nummern reicher zu machen.
Via Expansion ist nun (fast) das gesamte Schaffen der stets in wechselnden Besetzungen agierenden Formation nachzuhören. Zappender Knarz-Funk (inkl. der direkten Beteiligung der Troutman-Brüder oder Bootsy Collins), großangelegte Soul-Disco Spender („The Sound Of Music“ ist immer noch ganz weit vorn), wohlmeinende Midtempos – die Damen und Herren um Songschreiber David Sandridge und Rahni P. Harris waren nicht kleinlich, wenn es galt den passenden Groove auf die Tanzflächen zu bringen.
Info: wikipedia
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ROSZUNN „S.O.U.L. – Signs of Unconditional Love“ (ECJ)

Den Mann hatten wir schon. Regelmäßige Besucher dieser Seiten mögen sich erinnern. Und diejenigen, denen die Grooves & Beatz des Roszunn bis dato noch kein Synonym für Wohlfühl-Soul sind, die dürfen sich hier und jetzt mit seiner Bekanntschaft anfreunden. Ultra-zeitgemäße und knapp akzentuierte Rhythmus-Tracks treffen auf Traditionsbewußtsein. Marvin Gaye und Eric Roberson. Geschmeidige Bewegung und weite Kurven der Melodie. Und das Ganze natürlich nur unter Verwendung von Havanna Club.
Info: roszunn
Kaufen: cdbaby

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