THE EXPERIENCE (KeboMusic)

Alles aus Atlanta. Selbstredend wissen wir schon seit geraumer Zeit, dass dieser voluminöse Flecken in Georgia ein idealer Ort für moderne Soul-Sounds ist. Dortselbst ist der Derrick Pryce damit beschäftigt seine musikalischen Ideen in die Tat umzusetzen – vor einiger Zeit konnte er bereits mittels einer EP punkten, der nun „The Experience“ in keiner Note nachsteht. Wiederum verlässt die Herr Pryce auf eine bewährtes Team wohlbekannter Stimmen (Steve Wallace, Kenny Wesley, Lenora Jaye, Tracy Cruz…), denen er seine Grooves & Beatz unterschnallt. Diese kommen stets aufgeräumt daher, jeder Ton aus den überwiegend elektronischen Musikmachern ist punktgenau platziert und in keinster Weise verzichtbar. Dazu bewegen sich die Dinge behend durch die Stilebenen zwischen straßentauglichem Finish („Escalators“ mit Steve Wallace) und fein modelierten Melodien und dazu passenden Arrangements (Kenny Wesley mit „Indescribable“), bevor uns am Ausgang das Saxofon von Derwin Daniels auf einem tief-gründenden Midtempo-Groove die Schönheiten der Nacht näherbringt.

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RAHSAAN PATTERSON On the „EVE“ of his first „Best of…“ Album

Zeit für Rückschau. Einst eine Art Kinder-Star, seit geraumer Zeit eine feste Größe im Umfeld des modernen Soul – Rahsaan Patterson kann Funk und auch die ganz sanfte Tour. Er überrascht (überfordert?) mit elektronischen Sound-Ideen und bleibt in jedem Takt ein Unikat. Seine britischen Partner versammeln auf der 20-teiligen Kollektion Rares und Wahres aus 6 Alben und 16 Jahren Schaffenskraft. Lohnenswert.
Passend dazu kommt uns der Gitarrenmann U-Nam mit einer hart pumpenden Heavy-Funk Nummer namens „Eve“, die einst ein laues Pop-Eve war. Mit dabei der Rahsaan Patterson, mit dem der Franzose einst schon „Love´s Taken Over“ einspielte, dessen Remix immer noch eine Tanz-Klasse für sich ist.

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LAURA JANE „Everything Changes“

Platz da, Joe! Gerade ist die Laura Jane im Gefolge des Joe Cocker in Deutschland unterwegs. Die Qualitäten der Dame sollten Grund genug für den älteren Herrn sein auch einmal zur Seite zu treten, neue Kräfte zu sammeln und seinem Publikum die Gunst der Laura Jane zu gewähren. Von ihr gibt´s mit „Everything Changes“ (über i-Tunes) ein neues Album – Soul-Rock-Pop-Dance in munterer Abstimmung, dazu eine überzeugende Stimme und das Selbstbewußtsein diese in jedwedem Umfeld schillern zu lassen.

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DAVID P. STEVENS „Epiphany“ (Sanctifly)

Ich mag den Mann, der die Gitarre spielt. Immer wieder konnten diese Herren entscheidende Akzente zwischen Soul und Jazz setzen, ohne dabei in allzu gemütliche Fahrwasser zu geraten, in dem sich die Kollegen mit den Saxofonen tummeln. Nun gut…heute geht´s darum David P. Stevens unsere Aufwartung zu machen. Sein 4. Album liegt bereit. Hier wird Gitarre gespielt, und zwar nach allen Regeln der Kunst. Fein ziseliert, funky akzentuiert, jazz-rockig packend oder beiläufig elegant. Dazu nahmen einige hochkarätige Gäste die Einladung zu gemeinsamen Spiel an – man trifft Frank McComb, Nothende, Gerald Albright oder Gerald Veasley. Für Klasse ist somit gesorgt, den musikalischen Rahmen steckt der David in weitem Kreis und erfreut so mit einem formidabel unterhaltendem Soul-Jazz-Fusion-Smooth-Soul Dings.
Wertung: 7,5/10
Info: www.davidstevensmusic.com
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B. JAMELLE „Rose Tea“


Interessantes aus der Ecke für Experimente mit Soul und Jazz und mehr. Diggs Duke setzt hier schon seit geraumer Zeit spannende Tonfolgen ab – auch immer wieder gern mit einer Dame namens B.janelle. Beide sind aufmerksamen SonicSoul Gästen selbstredend schon seit geraumer Zeit bekannt. Jetzt eine weitere Folgeerscheinung dieser fruchtbaren Zusammenarbeit – der Versuch die wohltuende Wirkung, die für gewöhnlich durch den Genuß von „Rose Tea“ auf Körper und Geist ausgeübt wird, mittels fein gesetzter Töne und Worte auszudrücken. Alles Gute!

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CALIBRO 35 „Any Resemblance To Actual Facts Is Purely Coincidental“ (Audioglobe)


Der italienische Film! Und erst die Musik dazu! In vergangenen Jahrzehnten immer ein ganz besonderes Vergnügen. Cinecitta! Dieser Tradition entnehmen die Herren der Mailänder Formation Calibro 35 ihre Versatzstücke und fügen diese dann zu Soundtracks noch abzudrehender Sequenzen abenteuerlicher Spielfilme zusammen. Eingespielt in nur 5 Tagen in einem Studio in Brooklyn und mit dem freien Geist der Spielfreude umweht, der außerhalb jeglicher Geschmacksgrenzen immer wieder für großes Kino sorgt.

Info: www.calibro35.net
Kaufen: amazon

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NICCI CANADA „Sweet Thang“

Die Nicci Canada ist uns wg. ihres vorzüglichen „Twenty Twelve“ Debuts aus 20122 noch in bester Erinnerung – als Vorspiel zur neuen Single, die für den Sommer vorgesehen ist, gibt´s hier jetzt ihre Bearbeitung von Chaka Khans Klassiker „Sweet Thang“ – weniger raubautzige Kraft, dafür deutliche Betonung der gefühligen Seite der Dinge. Übrigens ein wichtiger Bestandteil des Soundtracks zu einem Film mit dem interessanten Titel „Interracial Dating In America, Going Deeper“.

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VLADIMIR CETKAR „Heavenly“

Hörner und Streicher und all´ die Dinge, die uns das Leben mit Musik noch ein wenig schöner machen. Vladimir Cetkar überraschte uns anno 2008 mit der immer noch überaus bemerkenswerten „We Will Never End“ EP und bringt uns nun dem Soul-Jazz-Dance-Himmel wieder ein entscheidendendes Stückchen näher. „Heavenly“ bietet also einen ersten Eindruck aus einem Album, dass uns im kommenden Sommer auch in verregneten sichere Stunden der Sonne bringen wird. Wie schön.

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CHARLES BRADLEY – „Strictly Reserved for You“

Einst als James Brown Klon in Brooklyn aktiv und jetzt einer der wichtigsten Bewahrer echter Soul-Traditionen. Die Umwege des Charles Bradley sind Geschichte, die Jetztzeit ist seine. Passend dazu vollzieht er auf seinem gerade erschienenen zweiten Album den Schritt in die hoffnungsvoll-freudenspendende Zukunft. Seele unverschnitten und wohltuend. Ganz besonders nachhaltig Live und in Farbe. Gelegenheit dazu wird uns im Juni gegeben – Charles Bradley zwischen Hamburg und Karlsruhe. Begleitend dazu das Video von „Strictly Reserved for You“.

CHARLES BRADLEY & HIS EXTRAORDINAIRES:
19.06. Hamburg, Grünspan
20.06. Dresden, Beatpol
23.06. Duisburg, Traumzeit Festival
26.06. Berlin, Huxleys
02.07. Wien, Jazz Fest Wien
03.07. Karlsruhe, Zeltival – Tollhaus Karlsruhe

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HUMUS „Whole Lotta Love“ & „Love Affair“

Es waren einmal….Akanuke und Anahata. Beide zusammen sind seit einiger Zeit als Humus unterwegs. Zumeist in Finnland, aber auch bereit den Rest der Welt von ihrer Geschichte zu berichten. Er, der Mann aus den Vorstädten Helsinkis und eben dort mit Hip und Hop auffällig geworden. Sie, fernab von den Untiefen der Großstadt durch die räumliche Nähe zum Polarkreis geprägt und eben dort mit ihrer Art des Jazz für Wärme sorgend. Beide zusammen machen genau das, was ihnen gefällt. Kein Konzept, außer Spaß.

So entsteht hier mal ein Remake (Led Zep´s „Whole Lotta Love“ war schon längst überfällig…), dort mal eine soul-bereite Musik aus eigenen Beständen. Eine EP, oder gar ein Album? Nein, nix angedacht. Dann werkeln A & A schon eher an einem zweiten Musik-Kurzfilm (ihr Film-Debut erreichte immerhin Vorführungen auf diversen Festivals) und sorgen für allgemeine Freude mit ihren abundzu Musiken. Und wir berichten dann darüber.

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