BEADY BELLE „Cricklewood Broadway“ (Jazzland)

Beady Belle ist Beate S. Lech. Und ihre Musikanten. Damit wären hier noch einmal wichtige Basis-Daten in aller gebotenen Kürze geklärt. Und wer sich bei der Beate und ihrer Band unvermittelt auf wohlgefönten, weichgefilterten Pop-Jazz-Soul-Rock-Pop einrichtet, den erwartet beim Abhören des neuen Albums „Cricklewood Broadway“ eine gar unliebsame Überraschung. Weiterlesen

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RAYN „A Creation For The Soul“ (Raynmusic)

“I wanna make music all my life, Don’t wanna work from nine to five”. Wie schön. Der Mann, der volltönend dieses Motto ausgibt ist der Rayn Bechoe, der von Holland aus den Rest der Welt von der Richtigkeit seines Tuns überzeugen will. Zu diesem Zweck spielte er zwischen 2009 und 2011 sein Debut ein – „A Creation From The Soul“ laviert mit authentischer Bodenständigkeit durch vielschichtige Traditionen der von uns bevorzugten Schwarz-Musik. Rhythm&Blues, Stax/Atlantic/Memphis-Soul, Blues – direkt und unverblümt und immer mit gehörigem Sicherheits-Abstand zu jedwedem Retro-Modell. Als Zugabe gibt´s obendrein ein Mitwirken von Schlagzeuger John Robinson, der auch schon M.J.´s „Off The Wall“ anfeuerte, und Marcus Miller, dessen Wirkungsgrad ohnehin von legendärer Bedeutung ist. Und warum wurde “ A Creation…“ bis dato mehr oder weniger unter Ausschluß einer interessierten Öffentlichkeit behandelt? Darauf jetzt mal keine Antwort, sondern nur der unverschnittene Verweise auf den ultimativen Midtempo-Soul-Stepper-Groove-Smoothie „We Got Love“, dessen übergeordnete Qualitäten für uns der geschätzte Roger Williams ans Licht bringen konnte.
Info: www.raynmusic.com
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JAHAH „Happy“

Ein Mann, ein Glück. Jaye Berry, besser bekannt als Jahah, kommt uns nun schon seit geraumer Zeit als bestes Beispiel für ein funktionierendes Zusammenspiel aus Soul und Hip-Hop entgegen. Und das ist gut so – ein Umstand, dem aber allenthalben zu wenig positive Beachtung geschenkt wird. Nun ist es an der Zeit, die Kunde über ein bevorstehendes neues Album dieses Jahah zu verbreiten. „Nostalgia BLACK!“ soll es genannt werden – „Happy“ gibt ein erstes Hör-Beispiel ab. Sanft schlurfendes Tempo und eine deutliche Erinnerung an Tage, als Frankie Beverly uns mit ähnlich gelagertem Soul-Stoff in bequemer Gefühligkeit wiegen konnte. Mehr Soul davon auf „Nostalgia BLACK!“ oder vielleicht doch nicht? Bald werden wir es wissen.
http://www.youtube.com/watch?v=BkS1p2ckA9Y

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HONEY LAROCHELLE „The Yes Feeling“ (ButterFly Soul)

Von Bienen und Blumen. Und ein paar Schmetterlinge gibt´s obendrein. Honey Larochelle, unter Insidern auch als Honey B. bekannt, kommt uns summend und brummend nun mit ihrem zweiten Album daher. Nachdem es auf ihrem Debut noch ein wenig derb und ungehobelt zuging (ganz gemäß dem Titel „Clean Lust & Dirty Laundry“) lockt sie nun mit der optimistischen Süße des guten Lebens – immer irgendwie in Liebe, mal mit tragischem Unterton, aber immer auch mit dem klaren Blick nach vorn. Dazu gibt´s einen umfassenden Überblick über schwarzes Musikschaffen zwischen Tradition und Moderne. Gern garniert mit flockigen Retro-Elementen, wenig erfreulichen Reggae-Bumps oder strammen R&B Sounds mit garantierter Radio-Kompabilität. Mit der Erfahrung ungezählter Weiterlesen

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DOUYÉ „So Much Love“

Die Lady kann auch funky! Eigentlich wollte sie nur dem großen Afrika-Jazz-Soul-Ethno-Funker Fela Kuti ihre Aufwartung machen. Douyé, die sich gemeinhin mit äußerst gepflegten Soul-Jazzern warm hält, ließ hier jedewede Zügel schleifen. Bodenständiger Rhythmus, heißblütige Hörner, eine aktzentuierende Gitarre und Douyé – ein wahrlich freudespendender Ausblick auf das bevorstehende neue Album.

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OMAR „The Man“

7 Jahre. Was lange währt, wird endlich gut. Nachdem sich schon seit geraumer Zeit die Geschichten aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen immer weiter verdichtet haben, liegt uns nun die offizielle Bestätigung vor. Britanniens New-Soul-Mann der ersten Stunde, der Omar Lye-Fook, positioniert sein neues Album alsbald in den dafür vorgesehenen Regalen. Vorab gibt´s eine 4-Track EP, für die diverse Mix-Akteure sich dem schon bekannten „The Man“ des Omar angenommen haben – dazu eine fein abgestimmte, gediegen fließende Akustik-Jazz-Variante seines „There´s Nothing…“ Klassikers, der hier durch Pino Palladinos Spiel am Bass weitere Genugtuung erfährt. Alle Eindrück dazu in hörbarer Form gibt´s hier:

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HARRY SOKAL GROOVE „Where Sparks Start To Fly“ (Cracked Anegg)

EinMann, ein Wort: Groove! Harry Sokal spielt das Saxofon. Sein Metier ist der Jazz. Namen, wie das Vienna Art Orchestra oder Joe Zawinul zieren seinen Steckbrief, dazu das Streben und Suchen nach den passenden (und daher immer wieder neuen) Stil-Umgebungen zwischen Jazz und Jazz. Ein starker Ton, ein freier Geist und jetzt im Land, in dem die Funken fliegen. Mitmacher in Sokals „Groove“ Projekt bedienen die schwere B3 Hammond und ein bruchsicheres Schlagzeug und als Trio begibt man sich nun in feucht-heiße Keller-Bars, in denen der Soul und der Jazz schon immer gern zusammenkamen. Das funkt und sprüht, , hat Soul und Blues, ist bodenständig und handfest, laut und schmutzig. Und ´dann geht der Spaß doch erst richtig los, nicht wahr?
Info: www.groove.harrysokal.com
Kaufen: amazon

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MELO-X „God: Lo-Fi“ (Galax Recordings)

Das besondere Angebot. Und schon wieder aus der sonst nicht so komfortablen Straßen-Ecke. Aber aufgemerkt! Melo-X hat uns schon des öfteren mit den Feinheiten des vorauseilenden Hip und Hop Stylings vertraut gemacht und dabei (meist) für unerwartet nette Begegnungen gesorgt. Diesem Grundsatz bleibt er natürlich auch mit seinem gerade veröffentlichten „God: Lo-Fi“ Projekt verbunden – eine EP mit 5 verschiedenen Einsichten zum Thema – zwischen ungewohnt und klassisch, dann aber dankenswerter Weise mit Zuckerguß-Finish, für das Jesse Futerman als Produzent verantwortlich zeichnet. Mehr über den Jesse zu gegebener Zeit – hier und jetzt sollte die Zeit erst einmal reif sein für ein Glas von guten Wein.

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72SOUL „Fools Play“

Eine Geschichte aus Belgien. Liebe und Tod. Immer wieder gern genommen. Hier und jetzt in der frankophilen Variante, aufbereitet, arrangiert und produziert von einem Herrn der sich 72Soul nennt. Selbstredend ist Hip und Hop nicht unsere Welt. Doch wenn die Rationen in verträglicher Dosis daherkommen, dazu dezent mit Jazz und Soul modernisiert sind, Samples von klassischer Größenordnung geschickt eingewebt erkennbar bleiben und dazu mit einer gewissen Finesse die losen Sound-Enden sich neu verknüpfen, dann erscheinen selbst krude Ansätze in frischem Licht. So geschehen bei „Fools Play“, der aktuellen EP des 72Soul, die er der interessierten Öffentlichkeit zur allgemeinen Erquickung anbietet.

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ELLIOTT MACAULEY „Hey Boy“

Breaking News: Elliott Macauley hat sein „Retro“ Album (nahezu) fertiggestellt. Den flotten Jazz-Funker „Hey Boy“ gibt´s vorab als weiteren Appetizer – das komplette Werk dann ab kommender Woche. Mehr dazu zu gegebener Zeit. Wir freuen uns.
http://www.youtube.com/watch?v=aP0e3TaELR8

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