YOLANDA RABUN „Hold on to Your Dreams“

Old-School. Dem aufmerksame SonicSoul Nutzer ist Yolanda Rabun noch in bester Soul-Jazz Erinnerung. In dieser Saison gibt die Rechtsgelehrte mit Stimme dem zeitlosem Breitwand-Soul eine Chance. Natürlich grundsolide.

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THE BRAND NEW HEAVIES „Forward“ (Edel)

Alles, nur nicht brandneu. Dafür zuverlässig. Auch gut, oder besser. Die Brand New Heavies, die Combo, die sich einst schon während gemeinsam verbrachter Schulzeit der Herren Kincaid, Bartholomew und Levy bildete, bringen uns nach Jahren des Rückzugs wieder auf Vordermann. „Forward“ eben. Dazu nutzt das in die eigenen Jahre gekommene Trio ein leicht modifiziertes Tanz-Gumbo, dass nur noch aus der Ferne auf hartnäckige Acid-Jazz Ernsthaftigkeit schließen läßt. Hier und heute geht´s um Spiel, Spaß und Tanz – auf los geht´s los und die BNH werfen mit „Sunlight“ gleich einen unwiderstehlichen Beat in den Ring, der die daran anschließenden Geschehnisse eindeutig vorgibt. Disco und Boogie sind alterslos und diese Männer (die dankenswerterweise auch wieder auf die Begleitung von N´dea Davenport setzen können) eben auch. Sicher, nicht jeder Groove findet sein Ziel und zeitweise gerät die Dance-Machine ein wenig ins schlingern – Reggae und Seicht-Pop (wenn auch nur in Andeutungen) verbieten sich unter amtlichen Club-Verhältnissen ganz einfach. Dennoch: The Beat Goes On!
Wertung: 8/10
Info: www.thebrandnewheavies.net
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CROSSROADS feat. TEISHA MARIE „Ain’t Nobody Like You“ (Be Yourself)

Crossroads? Über die Richtung scheint es dennoch keinen Zweifel zu geben, denn auch die zweite VÖ unter diesem Oberbegriff kennt nur eine Bestimmung: ganz vorn und immer geradeaus. Unter der Regie des Soulpersona entstand ein wundervoll federnder Groove, der das Beste der 80er mit den Errungenschaften der Neuzeit vereint. Teisha Marie übernimmt dazu die Rolle der Miki Howard, die „Ain´t Nobody…“ bereits zu ihrer Zeit eine besondere Bedeutung gegeben hat. Derzeit unverzichtbar.

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TEMIKA MOORE „I’m Not Ok“ (Bruner & Jones Philerzy Remix)

Ich geb´ Gas, ich will Spaß. Kennen wir schon. Egal, das Rezept wirkt immer, zumindest wenn es gilt die Tanzböden von sich zu überzeugen. Temika Moore galt bis dato als respektable Soul-Dame mit Stimme und der Fähigkeit durchaus eigenständige Musiken abliefern zu können. Eine davon geriet nun in die Hände von Helen Bruner und Terry Jones, die für ihre flotte Dance-Attitüde schon mit dem Grammy in Kontakt kamen. Alle 3 zusammen formen „I´m Not OK“ zu einem Stromlinien-Dancer im Hi-Speed Format. Vollgas voraus!

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SHEREE BROWN „Messages From The Heart“ (Expansion)

Einfach gut. Sheree Brown macht die Musik. Sonst nix. Selbstredend wissen wir alle, dass für die Mehrzahl der Artisten nicht möglich ist das scheinbar Einfache gut werden zu lassen – der tägliche Musik-Konsum ist bis an den rand gefüllt mit oberflächlichen Gimmicks und kurzfristig berauschenden Sound-Kaskaden. Die eigentliche Kunst des Song-Schreibens versinkt im Strudel der Geräusche. Genug geklagt. Weiterlesen

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RAJDULARI „Natural“

„Vocalist – Model – Entrepreneur“ Die Rajdulari ist multi-aktiv und entsprechend präsent. Talent hat sie sowieso, zudem ist dieses noch mit Berklee School Erfahrung unterfüttert – zudem sorgt ihr selbstbewußtes Auftreten ohnehin dafür, dass kaum Zweifel an ihrer großen Zukunft bleiben. Bisher eher im Jazz unterwegs, soll ihr derzeit geplantes „Journey Of A Woman“ ein weiter gestecktes musikalisches Feld bedienen – aber immer mit Anspruch und dem Ziel irgendwann die Grammy-Verleihung zu krönen. „Natural“ ist ein erstes Signal dazu – wer mehr will, der darf es hier zeigen: unter dem schönen Titel „Help this Curvy Girl take her album all the way to the Grammy stage!“ bittet Rajdulari um einen kleinen Beitrag bei indiegogo.com. Alles für den guten Zweck!

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RUTH KOLEVA „Better“

„Better“ als „Future Sweet“? Wir werden hören. Vorerst ist sicher, dass uns Ruth Koleva demnächst mit einem amtlichen Debut-Album überraschen will – aus „Better“ gibt´s jetzt „Better“ und das auch noch mit zeitgleicher Video-Begleitung. Profunder Blue-Eyed-Soul, mit allerlei Anreicherungen aus den wichtigen Schwarz-Sounds unserer Zeit. Und wenn „Better“, das Album, in seiner Gesamtheit ebenfalls auf die maßgebliche Unterstützung der gesamten Seravince Crew bauen kann, wie es „Better“, die Single, schon kann, dann sollten wir uns „Better“ auf Gutes einstellen. Oder so.

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SuCh „Sugar Maple“


„SuCh is a Boston born, New York raised, California educated, Chicago groomed, Haitian-American Soul singer.“ Damit sollte zumindest die Herkunft der Su Charles geklärt sein. Ansonsten gilt es zu wissen, dass uns SuCh anno 2012 mittels ihres Debuts „Stretch Marks“ eine großangelegte Tour durch diverse schwarzmusikalische Spielarten vorlegte – insgesamt entspannte Soul-relevante Musiken, denen immer wieder ein freier Auslauf auf diverse naheliegende Spielfelder gestattet wurden. Seit einiger Zeit auch auf der Musical-Bühne („The Color Purple“) aktiv, aber dankenswerterweise mit ausreichend Freiraum zur Umsetzung eigener musikalischer Ideen. „Sugar Maple“ nennt sie eine neue Single – tagesaktueller Soul, fein gesponnen, auf klickender Midtempo-Basis – dazu geht´s um um die süßen Seiten der Liebe. Wie schön.

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ZO! feat. GWEN BUNN „Count To Five“

„ManMade“ ist da. Zo!, der Multi-Talentierte aus dem Umfeld der Foreign Exchange, macht uns den modernen Soul. Ohne unnötiges Beiwerk, ohne unverständliche Anflüge verquaster Ton-Kunst. Bestes Beispiel für heute: „Count To Five“ ist eine zweite Single aus dem Album, mit dabei eine junge Dame namens Gwen Bunn – dazu Melodie und Rhythmus. Alles gut.

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TESS HENLEY „High Heels & Sneakers“ (Hey!Listen To This! Music)

Wieso Noten, wenn´s ohne viel besser wird? Die Suzuki-Methode. Musik kommt von innen und ist so inituitiv zu erlernen, wie die Sprache der Mutter. Nach diesem Prinzip wurde die frühkindliche Tess Henley dem Musikmachen entgegengebracht – inzwischen hat sie gelernt mit den Tönen umzugehen und diese in eigener Manier zu absoulut hörenswerten Melodiekurven zu formen. Nach schier endlos erscheinender Zeit der Vorbereitung nun endlich das vollständige Album dazu. „High Heels…“ ist allerbeste U-Musik – pop-affine Hooks mit Tiefgang, schlaue Arrangements, die ihre Feinheiten nicht allzu direkt in die Ohren drücken – dazu eine korrekt punktierte Produktion (hier sind über verschiedene Achsen The Roots mit an Bord, die Tess in die legendären Studio-Räumlichkeiten des Larry Gold in Philadelphia einführten) und eine federführende Vokalistin, deren Sympathie-Werte mit jedem gefühlten Lächeln steigen. Tess Henley ist ein Sonnenschein – sicherlich nicht die kommende Soul-Lady, aber dafür von genreübergreifendem Talent und ausreichend Potential für dauerhaften Erfolg. Für den kleinen Hunger zwischendurch.
Wertung: 7,5/10
Info: www.tesshenley.com
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http://www.youtube.com/watch?v=CUFJ1QxjEkY&feature=player_embedded

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