PERSONAL LIFE „Morning Light“

Robert Strauss gilt schon seit einiger Zeit als Bewahrer des „echten“ Musikmachens an den Grenzstationen zwischen Soul und Pop. Klare Songs, traditionell gefertigte Strukturen – Melodie und Rhythmus aus Herz mit Hand. Selbstredend sind aufmerksame SonicSoul-Nutzer auf das bevorstehende Debut seiner Band Personal Life (Stuart Lisbie stellt seine volltönende Soul-Stimme in den Dienst der guten Sache, eine Schar höchsttalentierter Musiker – u.a. auch unser Freund Xantoné Blacq – unterstützen ihn dabei) bereits eingestimmt – für diejenigen, denen die oben genannten Tugenden immer noch wichtig sind gibt´s nachfolgend weitere Hör-Eindrücke aus „Morning Light“.

Info: www.tokyodawn.net

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MAVERICK GAITHER „Be My Music“ (Mavimani)

Gerade zeigt uns Bradd Marquis wie R&B in Chart-Qualität in diesen Tagen präsentieren muss, um ernst genommen zu werden. Grund genug, um den Blick zurück auf die vergangene Saison zu werfen. 2012 galt uns Maverick Gaither als Synonym für das Gute in radiokompatiblen Schwarz-Sounds und sein Album „Be My Music“ klingt auch nach mehrfachen Abhören immer noch gut. Sicher, auch Herrn Gaither erweist sich nicht durchgehend als geschmackssicher („Equinox“!), aber seine Interpretation des Keni Burke Klassikers „Rising To The Top“ ist famos, erweist sich dem Original (fast…) als ebenbürtig und fügt dennoch einen aktuellen Sound-Anstrich hinzu. Noch nachhaltiger wird´s immer dann, wenn der Maverick sich als würdiger Epigone der großen Soul-Vocalisten der 80er und 90er erweist – „No One But You“ legt ein eindeutiges Zeugnis dazu ab: unwiderstehliche Melodie-Schleife auf wiegendem Midtempo-Groove, dazu eine mannhafte Stimme in einem absoulutem Arrangement. So haben wir es gern.
Info: www.maverickgaithermusic.com
Kaufen über cdbaby
http://www.youtube.com/watch?v=oBgpgCIcYkY

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BRADD MARQUIS „Winner“

R&B, radio-und chartskompatibel und trotzdem akzeptabel? Bradd Marquis zeigt uns, dass dieses schier aussichtslose Unterfangen möglich ist und gibt uns mit „Winner“ einen ersten Eindruck seines bevorstehenden 3. Albums. Uptown-Beater in vollem Saft und mit kraftvoller Statur, dazu mit Hooks und Groove. Das passt.

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SANDRA ST.VICTOR „I Prefer“

„Oya Grooves“ oder doch „Oya´s Daughter“? Eigentlich egal, denn entscheidend ist, dass diese Grooves von Sandra St.Victor kommen, die uns im September mit neuem Sounds auf neuem Album entgegen kommen wird. Shanachie bietet ihr dafür die Basis, die von Beat-Großmeister Mark de Clive-Lowe (mit Unterstützung von Ty Macklin) musikalisch ausgestattet werden wird. Einen ersten Eindruck dazu gibt´s schon hier und schon jetzt.

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ERIC LAU feat. RAHEL „Guide You“

Mehr als laue Luft! Produzent (Lupe Fiasco, Georgia Anne Muldrow, Muhsinah, Kaidi Tatham, Olivier Daysoul…) und Nebenbei-DJ Eric Lau auf dem Weg zu Album Nr. Zwei. Sein 2008er Debut „New Territories“ hinterließ nachhaltigen Eindruck bei denjenigen, die sich weniger um kategorisierte, als um inhaltsreiche Grooves & Beatz der Moderne kümmern. Lau spielt mit Ecken und Kanten, weuß um den passenden Rhythmus, kann aber auch die Maschinen in Richtung fließend-weicher Schonwäsche drehen. Zur Einstimmung auf das alsbald erhältlich „One Of Many“ Album führen und Eric und Rahel genau auf diesen Pfad – bei derart unwiderstehlichen Einladungen gehen wir natürlich sehr gern mit.

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GEORGE BENSON „Inspiration – A Tribute to Nat King Cole“ (Concord)

Alte Liebe. Im Grunde seines großen Herzens ist der George Benson nicht der Gitarrenspieler, sondern eben der Sangesmann. Und mit seiner Nat King Cole Referenz legt er gleich im Entree eindeutig Zeugnis zu seinen eigentlichen Vorlieben ab. Zu Gehör kommt der ganz junge George und seine herzige Darbietung der „Mona Lisa“ aus dem Cole´schen Liederbuch. Danach aber wird´s ernst. Benson gibt den Cole. Ohne wenn und ohne aber. Mit farbenfroher Unterstützung des 42-köpfigen Henry Mancini Institute Orchestra (sowie den Trompeten von Wynton Marsalis und Till Brönner) segelt der vermeintliche Herzblut-Gitarrist ganz nah an den Original-Gestaden des großen Nat entlang – die Original Arrangements des Nelson Riddle immer im Blick. Ultra-poliert und klinisch rein, aber immer mit dem glaubhaft hinterlassenen Gefühl, dass Benson es durchaus ernst meint. Also kein Marketing-Strategie, sondern ehrliche Ausdruck tief empfundener Vor-Liebe. Und für die Freunde des flotten Gitarrenspiels verlegt er selbstredend gern ein paar locker eingestreute Fingerübungen im wohlfeilen Styling. Alles in Perfektion eben. Und „Nature Boy“ ist sowieso ein Ding für sich.
Info: www.georgebenson.com
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THE HI-FLY ORCHESTRA „Get Ready“ (Agogo)


Wir tanzen Jazz. Das Hi-Fly Orchestra aus München spielt auf und alle dürfen mitmachen. Mit wohlgemuter Freude am eigenen Spiel ziehen die Musiker um ihren Anführer Florian Riedl einen großen Kreis und docken dabei an allerlei Jazz-Verwandtes an. Na klar, der Soul ist auch dabei, dazu Funk und Latin und das immerwährende Gefühl, dass hier die Grooves mit reichlich Herzblut unterfüttert sind. Live und direkt – der Jazz-Club am anderen Ende der Stadt hat sicher das Hi-Fly Orchestra für seine Tanz-Abende in der Plattenkiste. Get Ready und los!
Info: www.thehiflyorchestra.de
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YOLANDA RABUN „Hold on to Your Dreams“

Old-School. Dem aufmerksame SonicSoul Nutzer ist Yolanda Rabun noch in bester Soul-Jazz Erinnerung. In dieser Saison gibt die Rechtsgelehrte mit Stimme dem zeitlosem Breitwand-Soul eine Chance. Natürlich grundsolide.

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THE BRAND NEW HEAVIES „Forward“ (Edel)

Alles, nur nicht brandneu. Dafür zuverlässig. Auch gut, oder besser. Die Brand New Heavies, die Combo, die sich einst schon während gemeinsam verbrachter Schulzeit der Herren Kincaid, Bartholomew und Levy bildete, bringen uns nach Jahren des Rückzugs wieder auf Vordermann. „Forward“ eben. Dazu nutzt das in die eigenen Jahre gekommene Trio ein leicht modifiziertes Tanz-Gumbo, dass nur noch aus der Ferne auf hartnäckige Acid-Jazz Ernsthaftigkeit schließen läßt. Hier und heute geht´s um Spiel, Spaß und Tanz – auf los geht´s los und die BNH werfen mit „Sunlight“ gleich einen unwiderstehlichen Beat in den Ring, der die daran anschließenden Geschehnisse eindeutig vorgibt. Disco und Boogie sind alterslos und diese Männer (die dankenswerterweise auch wieder auf die Begleitung von N´dea Davenport setzen können) eben auch. Sicher, nicht jeder Groove findet sein Ziel und zeitweise gerät die Dance-Machine ein wenig ins schlingern – Reggae und Seicht-Pop (wenn auch nur in Andeutungen) verbieten sich unter amtlichen Club-Verhältnissen ganz einfach. Dennoch: The Beat Goes On!
Wertung: 8/10
Info: www.thebrandnewheavies.net
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CROSSROADS feat. TEISHA MARIE „Ain’t Nobody Like You“ (Be Yourself)

Crossroads? Über die Richtung scheint es dennoch keinen Zweifel zu geben, denn auch die zweite VÖ unter diesem Oberbegriff kennt nur eine Bestimmung: ganz vorn und immer geradeaus. Unter der Regie des Soulpersona entstand ein wundervoll federnder Groove, der das Beste der 80er mit den Errungenschaften der Neuzeit vereint. Teisha Marie übernimmt dazu die Rolle der Miki Howard, die „Ain´t Nobody…“ bereits zu ihrer Zeit eine besondere Bedeutung gegeben hat. Derzeit unverzichtbar.

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