MARCIA „For Love“

Idealer Schwinger für die die laue Sommernacht. Marcia Mitchell kommt aus Miami zu uns – im Gepäck den gediegenen Groove der Gegend, den in den goldenen 80ern ein Nick Martinelli bis zur Perfektion modellierte. Ein steter Beat, Synthi-Bass und die in jenen Nächten unumgänglichen Sound-Gimmicks. Sehr nett!

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

C. ROBERT WALKER „Something´s Going On“ (Expansion)


Ganz angenehm. C.Robert Walker gibt den Ladies Man. Irgendwo zwischen Soul, Jazz, House und Latin. Fühlt sich an wie der frühe Will Downing. Damit dürfte das Terrain abgesteckt sein, auf dem Herr Walker seine weich gepolsterten Sound-Geschmeide ausbreitet. Dessen Inhaltsstoffe sind elegant eingesetzte Elektronikas, die von dem Slikk Tim und seinem Bass auf dem Boden der Tatsachen gehalten werden. Dazu steuern Smooth-Jazz Gäste (Peter White oder Paul Brown an ihren Gitarren) werthaltiges Instrumental-Geschehen bei – insgesamt ein ideales Umfeld für ein warmtönendes Stimm-Organ, dessen Besitzer mit seinen Wünschen und Vorstellungen („Loving You In Places“) kaum hinter seinem Berg hält. Zudem verfügt er über ausreichend Talent, um ausgewogene Melodielinien durch House und Soul ziehen zu lassen – jederzeit der überlegen-elegant-stilverwöhnte Machismo, dem die Damen immer wieder gern von den Lippen ablesen.
Wertung: 8,5/10
Info: www.crobertwalker.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Grooves & Beatz, Reviews | Schreibe einen Kommentar

OMAR „The Man“ (Freestyle)

Ein Mann ist ein Mann – aber nur Omar Lye-Fook ist „The Man“. Toll! Und amtlich anerkannt, denn nicht umsonst äußert ein Stevie Wonder bedeutungsschwere Sätze, wie „When I grow up, I wanna be like Omar“. Auch toll! Noch toller verbleibt dann für uns die Tatsache, dass dieser Mann uns mit neuen Musiken erfreuen kann. Nach 6-jähriger Unterbrechung nimmt er die herumliegenden Fäden seiner Sound-Philosophie wieder konsequent auf, um deutlich und direkt seine unmißverständlichen Trademarks in neuen Melodieschleifen zu präsentieren. Bass-schwere Grooves und leicht-schwingende Latin-Anklänge in verqueren Arrangements, die sich durch eine jederzeit spannende Song-Landschaft schieben. Hier ein wenig Jazz, dort eine Spur Funk – Elemente aus Hip-Hop und Reggae, aber immer Omar-Soul. Unterstützt wurde „The Man“ von Carol Wheeler, dem Hidden Jazz Quartett aus Deutschland, dem Scratch Professor, Stuart Zender und Pino Palladino, dessen Bass ein weich-stützendes Bett für die ultra-feine Wiederentdeckung des „There´s Nothing Like This“ Klassikers vorhält. Alles gesagt, jetzt hören.
Wertung: 8,5/10
Info: www.omarmusic.co.uk
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Grooves & Beatz, Reviews | Schreibe einen Kommentar

JAMES DAY feat. DONNIE & U-NAM „R.S.V.P.“

Angekommen! James Day betritt seinen favorisierten Club und entert sogleich die Tanzfläche. Mit dabei: Donnie, der vor einigen Jahren mittels seines „The Colored Section“ Album als Soul-Mann mit Zukunft gehandelt wurde und U-Nam, der bei „R.S.V.P“ den Nile Rodgers gibt. Alles klar. Wir tanzen. Gut so, James. Hier gibt´s nur einen knappen An-Macher, entscheidend mehr bei den üblichen Online-Händlern.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

TIM DILLINGER feat. B.SLADE „Say Thank You“

Der kraftvolle Auftritt! Tim Dillinger ist der Mann, der uns vor einigen Jahren mit der Tatsache vertraut machen konnte, dass auch der Weiße Mann den Gospel singen kann. Nach einer Zeit lebensumstandstechnischer Unwuchten ist er nun wieder zurück. „The Baton 1985“ nennt er das Album – daraus gibt´s vorab ein Zeichen der Dankbarkeit: „Say Thank You“ – wuchtige Beatz, vokales Schaulaufen, nachhaltiger Eindruck. Mehr davon, Tim.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

TANYA TI-ÉT „Beautiful“

Paris Toon ist Musik-Kreativer von der Sorte, die irgendwo immer zwei oder drei Projekte gleichzeitig betreuen, um im gleichen Moment schon die Sounds für die Zukunft zu entwerfen. Entsprechend gibt´s immer Neues aus seinem Studio, dass er sich kürzlich mit der Tanya Tiet teilte. Die Dame zählt schon seit geraumer Zeit zur erweiterten Besetzung seiner „Mother Favorite Child“ Gemeinschaft (und teilte außerdem erst kürzlich deutsche Bühnen mit Sister Sledge…) und tritt nun mit Single und EP unter eigenem Namen (der übrigens wie „tee-yay“ ausgesprochen werden möchte) an. Unter der musikalischen Oberaufsicht vom Paris gibt´s den Soul-Jazz in herb-trocken, in dessen Kontrast Tanya die mannigfaltigen Möglichkeiten ihrer Stimme setzt, um den Zauber der ersten Begegnung in Töne zu setzen.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

LAMONE „High Off You“

Irgendwo im Nebel und doch mit klarem Blick für die wesentlichen Dinge, die es braucht, um einen SonicSoul Favorite zu schaffen: Zwingende Grooves und bohrende Hooks. Lamone zählt schon seit seinem „Eclectically Speaking“ zu unserem Freundeskreis – seitdem konnte er uns zwischendurch immer mal wieder mit überaus netten Dancern zwischen neuem R&B und 80ger Tradition zu Bewegungen ermuntern. „High Off You“ macht da keine Ausnahme. Die weitere gute Nachricht ist, dass alsbald eine dazu passende EP folgen soll.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

PEVEN EVERETT „King Of Hearts“

Peven Everett ist zurück und läutet ein weiteres Kapitel seines „Power-Soul“ ein. Ein Spiel ohne Grenzen. Peven, der über ein eigenes 500 + Songbook verfügt, verlegt sich bei „King Of Hearts“ inhaltlich auf Liebe und Triebe, um die herum er in gewohnt umfassender Form der Schwarz-Musik seine Referenz erweist. Hier und jetzt gibt´s zunächst Hör-Eindrücke aus vorab veröffentlichten Singles – mehr zum Gesamtwerk zu geeigneter Zeit.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

AMEL LARRIEUX „Afraid“

Die Frau zeigt keine Angst! Jedenfalls nicht vor Vergleichen mit den unangreifbaren Statuen des Genres. Amel Larrieux, seit ihrer Zeit bei einer Combo namens Groove Theory stets auf dem besten Weg, die damals gegebenen Versprechen einzulösen, konnte zumindest großflächig als die Schöne des modernen Soul punkten. Immerhin. Doch wagt sie sich nun in direkte Nähe einer Chaka Khan, deren „What Cha´Gonna Do For Me“ Cover-Gestaltung sie für ihr im August für uns bereitstehendes neues Album „IceCream Everyday“ für eigene Zwecke nutzt. Die tiefere Bedeutung von all dem ist uns momentan herzlich egal, denn nur der Inhalt zählt. Und mit süßem Zuckerzeugs kann man uns schon längst nicht mehr locken. Schon eher aber mit einem ultra-lockeren Dance-Groove namens „Afraid“, dessen Potential uns durch den Sommer schwingen könnte.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Schreibe einen Kommentar

FAT FREDDY´S DROP „Blackbird“ (The Drop)

Reggae? Nein, danke! Klare Ansage und Zeit für Fat Freddy´s Drop. Die weitgereisten Neuseeländer mit dem Sinn für den ganz tiefen Bass, sprunghafte Rhythmus-Ansagen und ausufernde Jams. Irgendeine ihrer Grundlagen ist der Reggae. Sicher eine Belastung, aber Motivation genug, um mittels dieser Hypothek mit einigen festgezurrten Vorurteilen aufzuräumen. Sicher, auch das legendäre Jah & Dub Team Sly Dunbar und Robbie Shakespeare konnte der aufgeschlossene Freund fröhlicher schwankender Tänze immer zu Rate ziehen, wenn es galt Argumente für die Beatz der Karibik aufzufahren. Aber erst das Fat Freddy Kollektiv bringt zusammen, was zusammen gehört. Und mit „Blackbird“ nehmen sie einen weiteren Schritt in Richtung einer universellen Musterschau des Grooves. Dabei geht es selbstredend Freddy-mäßig entspannt zu, ohne Eile entwickeln sich die einzelnen Song-Szenarien in diverse, vorab kaum definierte Richtungen, um dann irgendwann im Sounds-Nirvana ein Ende zu finden. Dub-Funk-Soul-Reggae-Rock-Jazz – klingt wie Afri-Cola zu Zeiten eines Charles Wilp geschmeckt haben muss.
Wertung: 8/10
Info: www.fatfreddysdrop.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Grooves & Beatz, Reviews | Schreibe einen Kommentar