HOWARD JOHNSON „Jet Black Casanova“ (Raven Records)

Alte Werte. Während die führenden Protagonisten des 80er Elektro-Soul-Dance-Funk an ihren heimatlichen Gestaden kaum mehr geeignete Ankerplätze finden, bieten die konsequenten Nostalgiker Europas diesen Damen und Herren immer wieder eine ordentliche Heimstatt an. Unter ihnen der Howard Johnson – einst zwischen Kashif, The System und Flyte Tyme alle Strömungen des Genre auslotend und jetzt schon mit einem Nachfolger zu seinem 2010er Neustart mit „Bring It On“ und „The Orange Album“ dabei. Gekonnt ist gekonnt, absoulut fehlerfreies Teil, dezent dem Zeitgeist angepasst und mit allen Soul-Funk-Wassern gewaschen – dafür garantieren schon Mitwirkende, wie Leon Sylvers III, Kris Kellow, Steve Ferrone oder David Cochrane.
Wertung: 8/10
Info: www.howardjohnsonmusic.com
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KAREN SOUZA „Hotel Souza“ (Music Brokers)

Blondes Gift! Karen Souza als Pop-Jazz-Sirene, der diejenigen ins Verderben führt, die den Verlockungen ihrer Stimme erliegen sollte. Unter der Prämisse, dass weiten Teile der potentiellen Hörerschaft bei entsprechendem Augenaufschlag jedwede Kritikfähigkeit fahren lassen, könnte man diese Argentinierin als Resultat des Marketing-Projekts eines entsprechend auszubildenden Studiengangs unterschätzen – wir tun das selbstredend nicht und konzentrieren uns hier und jetzt ausschließlich innere, sowie musikalische Werte. Und damit sind wir auch sogleich bei der Selbstfindung von Frau Souza. Weiterlesen

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SLACKWAX „Night Out“ (Modern Soul)

Onita Boone und Bela B. – Wüstenblume und die Quellen des Lebens – Mercedes und Adidas: Produktion, Filmmusik, Werbung – Peter Hoppe und Bernd Batke sind rundum beschäftigt. Offiziell gelten sie als Slackwax und „Night Out“ ist nun ein erstes Album unter eigenem Namen. Mehr (oder auch weniger) eine Art Werkschau des Duos – eine stimmungsvolle Über-Style-Tour mit immer neuen Eindrücken, Bildern und Erzählungen. Peter und Bernd wissen was sie wollen und sie wissen, wie sie es erreichen können. Alles kühl kalkulierte Konstruktion, aber jederzeit durchaus unterhaltsam. Dazu mit Anna Leyne eine Vokal-Dame, die den Ideen der Sound-Kreateure Hoppe/Bachler auf ideale Weise folgen kann. Fenster auf – Herzen auf, nichts ist echt, oder so, wie es scheint, aber Spaß macht´s trotzdem.
Info: www.slackwax.de
Kaufen: amazon

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TEISHA MARIE „The Girl From Nowhere“

„Hip-hop, Samba, Classical, Go-Go, R&B, Pop, Rock, Gospel, Jazz, A-Capella – it’s all woven into this album. I pretty much dig every genre but Death Metal!“ So, und nicht anders, sollte man sich das Sound-Sammelbecken ausmalen, in das uns die Teisha Marie unter dem Titel „The Girl From Nowhere“ einlädt. Genau die Frau, die uns in dieser Saison bereits nachhaltig mittels „Desire“ und ihrer Zusammenarbeit mit dem Crossroads Team (beide selbstredend auch schon bei SonicSoul Reviews vorstellig) beeindrucken konnte, kommt uns als Alleskönnerin mit Soul-Attitüde entgegen. Sicher ist – auf der Suche nach seinem Favoriten wird man/frau sicher fündig – also, auf geht´s!
Info: www.teishamarie.com
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VERONICA DOMINGUES „Just Chill“

Wir entspannen. Mit dabei ist Veronica Domingues, die ansonsten von Toronto aus ihre Kreise zieht. „Just Chill“ ist eine aktuelle EP zum Thema. Die Aufforderung ist eindeutig – wie steht es also mit den Mitteln und Wegen, mit der uns Veronica in den gewünschten Zustand versetzen will? Unter der musikalischen Führung eines gewissen Junia T. gibt sie sich als profunde Kennerin diverse Soul-Ausrichtungen zu erkennen. Meist kurz, knapp und pointiert arrangiert, dazu mit Ausbuchtungen in Richtung Hip-Hop und Jazz, eingelegt und ausgestaltet mit frisch ondulierter Neo-Soul Attitüde. Wir lehnen uns zurück, wippen bei Gelegenheit mit Daumen und Zeh und überlassen Frau Dominques den Rest.

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JESSE FUTERMAN „Exquisite Basement“ (Jus Like Music)

Das Besondere. Jesse Futerman ist Kanadier. Sammler und Puzzler. Samples sind sein Können. Mittels größtmöglicher Kreativität erschafft er aus verschnittenen Resten und verlorenen Mustern neue Grooves & Beatz von erlesenem Wert. „Exquisite Basement“ bildet den Abschluß einer Trilogie, die Futerman auf seiner Bandcamp-Seite zur freien Verfügung anbietet. Nach eigenem Bekunden wird er in naher Zukunft konsequent die Tempi seiner Sound-Gebilde anziehen – einen ersten Eindruck dazu liefert er hier und jetzt schon mit „Trouble Man“ ab, der den Original-Ideen der Was (not Was) Disco-Brüder entnommen sein könnte. Druckvolle Beatz und nahezu freies Spiel in Richtung Jazz. Ansonsten viel Atmosphäre, viel Phantasie, viel Soundtrack für das Privat-Kino. Sehr schön.
Info: www.facebook.com/jessefuterman
Download: bandcamp

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BOBBY „More Than Just A Friend“ (Quieres Chicle)

Rhye und Quadron und Robin Hannibal. Wenn es gilt in diesen Tagen über die angesagten Sounds & Beatz zu schwadronieren, dann ist die Nennung des Herrn Hannibal unmittelbar zu erwarten. Seine scheinbar schwerelosen Grooves, die sich so überaus schnittig allerlei Gehörgänge aneignen, gelten gemeinhin als hip – über deren Gefährlichkeit hatte ich bereits das Vergnügen im Verlauf der Vorstellung des Rhye Albums zu erzählen. Und nun versteckt sich der Robin auch noch hinter einem Bobby, dem er sein gesamtes Talent überschreibt . „More Than Just A Friend“ ist höchstmögliche Geschmeidigkeit, flott beschwingtes Entspanntsein – eigentlich zu schön, um wahr zu sein.

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LIGHT OF THE WORLD ft. JOCELYN BROWN „Perfect Person“ (SoulP Remix)

Old School – frisch zubereitet. Light Of The World zählen bekanntermaßen zu den Initiatoren der britannischen Jazz-Funk-Bewegung – und über die Meriten einer Jocelyn Brown müssen wir an dieser Stelle sicher auch nicht noch einmal frohlocken. Auftritt also für SoulP – oder Soulpersona, dessen Aufmerksamkeit in jüngster Zeit im Besonderen der Re-Vitalisierung der Jocelyn galt. Nun also „Perfect Person“ – Light Of The World + Jocelyn Brown bearbeitet vom SoulP – klarer Fall von Master-Blaster.

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COLUMBIA NIGHTS „All In“

Sehr geschmackvoll! Ich mag das Cover und die Idee, die Columbia Nights mit ihrem aktuellen Liedgut umsetzen. Tradition trifft Moderne. Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten fündig geworden – Hayling Price und John E Daise entdecken erstaunliche Verknüpfungen zwischen Hancocks Headhunters und dem Flying Lotus. Daraus entstand „All In“ – ein jazz-o-delischer Ausflug. Ganz im Sinne des Abenteuers. Mittels dieser Grundhaltung gelingt es wagemutigen Mix-Meistern auch immer wieder innerhalb scheinbar bekannter Original-Vorlagen gänzlich unerwarterte Ton-Aspekte zu Gehör zu fördern. Besonders spannend dann, wenn es gilt ohnehin anspruchsvollen Sound-Ideen weiter hinzuzufügen. Eintritt „Dawn/Dusk – The Remixes“ -Variationen zu Columbia Nights – jetzt über Bandcamp verfügbar.

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THE STEPKIDS „The Lottery“

Die coolsten Jungs diesseits und jenseits der Straße. Oder drei olle Nerds, deren Studio-Frickelei tolle Früchte trägt. Egal, die drei Herren, die sich The Stepkids nennen, bringen uns eine unverschämt spannende Kombination aus allem, was schön und wichtig erscheint: Jazz und Pop, Soul und Rock, Melodie und Rhythmus, Lounge und Stil, Kunter und Bunter. Große Klasse! Im September gibts ein Album namens „Troubadour“ – daraus hier und jetzt ein unterhaltsames Stück Video der Vorab-Single „The Lottery“, sowie einen nachhaltigen Beweis dafür, dass die Disco-Beatz durchkalkulierter Robo-Freaks auch ganz anders klingen können.

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