ZARA MCFARLANE „If You Know Her“ (Brownswood)

Tief im Jazz. Auf die besondere Art. Zara McFarlane ist eigentlich noch Nachwuchs, äußerst talentiert und mit reichlich Potential für große Zukunft. Noch nicht angekommen, aber dennoch äußerst zielstrebig, wenn es gilt ihre ganz eigenen Töne in ganz eigenem Sound erklingen zu lassen. Die Stimme kräftig und mit Soul-Substanz, die Arrangements drumherum auf die notwendigen Zutaten reduziert und ganz auf die Wirkung der Zentral-Frau bedacht. In sicherem Abstand zu Firlefanz und Tand. Besonders wertvoll.
Info: www.zaramcfarlane.com
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SAM PRATHER feat. MICAH ROBINSON „I Wanna Be Where You Are“

Ein ganz frecher Junge, dieser Sam Prather. Zumindest wenn es gilt dem Jazz keine Grenzen aufzuzeigen. Sein aktuelles Album nennt er „Groove Orchestra“ und mit entsprechendem Schwung geht er ans Werk – die Hörner sind laut, die sanfte Wind der Brasil-Bossa bügelt später die entstandenen Verwerfungen wieder schön glatt, bevor eine fast schon traditionell gewandeter Akustik-Jazz sich Gehör verschafft. Dazu lässt sich der Sam auch das Singen nicht verbieten, bringt sich, und sein Orchester in Neo-Soul Nähe und schafft es mit dem Jackson 5 Cover „I Wanna Be Where You Are“ auf äußerst entspannte Weise auf die SonicSoul Playlist dieser Tage. Klick und Klack.

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MALIA & BORIS BLANK „Convergence“ (Emarcy)

Die Schöne und das Biest. Oder so ähnlich. Stimme gegen Elektronik. Oder doch miteinander? Malia konnte uns zuletzt mit ihren Bearbeitungen von sorgfältig ausgewählten Klassikern aus dem Nina Simone Repertoire („Black Orchid“) überzeugen – über Boris wissen wir eigentlich, dass er einst mit Dieter Meier und Carlos Peron als Yello die Schweiz auf der 80er Soundkarte für innovative Elektro-Tunes markieren konnte. Erdgebundene Soul-Jazz Attitüde trifft auf hochfliegende Synthie-Sounds. Aber Obacht! Die Zeiten haben sich geändert und das netzgebundene Instrumentarium ist durchaus in der Lage menschliche Züge anzunehmen – vor allem dann, wenn ein erfahrener Maschinist die Regler und Schalter bedient. Blank zieht also alle Register – gibt sich stürmisch oder entspannt, luxuriös oder eisgekühlt, in seinem steten Bestreben den vokalen Hi-Lites seiner Partnerin entgegenzukommen. Derart motiviert gelingen durchaus die besonderen Momente der Annäherung. Es gilt der Selbstversuch, dem man sich im nachfolgenden „I Feel It Like You“. Wenn dem so ist, umso besser.
Info: www.malia-music.de
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Übrigens – live umgibt sich die Malia mit kleiner Besetzung und verzichtet auf die Begleitung eines einzelnen Herrn Blank.
Bitte um Notiz der folgenden Daten, Orte und Spielstätten:
20.02.14, Köln – Stadtgarten
21.02.14, Hamburg – Mojo
22.02.14, Genf – Chapiteau Post Finance
23.02.14, Berlin – A-Trane
24.02.14, München – Ampere
25.02.14, Frankfurt – Brotfabrik
27.02.14, Zürich – Kaufleuten

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THE DIGITARIANS „Meet Me In The Snow“

Noch einmal Amp Fiddler. Voll digital. Aber doch ganz nah am hier und jetzt. Die Digitarians sind Herrn Fiddlers neues Hobby – „his electronic journey through the cosmos, looking at the fine intertwined relationship between the Universe and Mother Earth“. Es piept und zwitschert, ein Midtempo-Beat durchschreitet die Elektro-Flocken, Vocoder, Hip-Hüpf und eine breitangelegte Einladung mit Pop-Appeal: „Meet Me In The Snow“. Wir kommen um 5, OK?

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JAZZANOVA „Now There Is We“

Karneval in Rio. Während sich das Jazzanova Team derzeit auf ihre für den Februar geplanten Tour in Brasilien einstimmt, starten sie mittels ihrer neuen Single „Now There Is We“ den tauglichen Versuch uns den Februar auch ein wenig angenehmer zu gestalten. R&B-Pop-Hookline, hochfliegendes Arrangement mit sattelfester Bass-Linie – in jedem Moment gut für Tanz und Tanz. Ob daraus mehr werden kann?

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AMP FIDDLER „Basementality 2“

Der George Clinton und der Prince von Minneapolis, Tanz-Rock mit Primal Scream und Tech-House mit dem Moodyman. Amp Fiddler kennt sich aus. Nach mehrjähriger Pause jetzt eine neue EP – „Basementality 2“ bringt klickenden R&B der immerwährenden Art, als Gäste Raphael Saadiq (der dem unten anstehenden „Take It“ überraschend gut tut) und David Crawford. Klingt gut und nimmt mit.

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TY CAUSEY „Cool In My Skin“ (Tyvonn Records)

Der Mann unseres Vertrauens. Kein Wunder, denn schließlich gelingt es dem Ty Causey in schönster Regelmäßigkeit seinen Standard zwischen dem Soul-Pol und dem Jazz-Pol zu festigen und mittels kaum merklicher Nuancen (ab jetzt eventuell mit einer ganz dezent nachdrücklicheren R&B Note) weiter zu verfeinern. „Cool In My Skin“ – natürlich wissen wir, dass der Ty die personifizierte Coolness darstellt – keiner, der ihm diese Eigenart in Sound und Groove seiner Musiken kopieren kann – keiner, der mit dieser selbstbewussten Überlegenheit die Soul-Dinge regelt. Solide Beatz, entspannter Flow, greifbare Linien der Melodie – eingespielt in bewährter Qualität. Written, arranged & produced by Ty Causey – mit gelegentlichem Support, wie nachfolgend abhörbar. Ohne Fehler.
Wertung: 7/10
Info: www.tycauseymusic.com
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LADY DAISEY „We Will“

Die Lady macht Stimmung! Gute, natürlich. Ihrem Charme, den sie in Kombination mit den Beatz & Grooves des Batsauce am effektivsten zum Einsatz bringt (kein Wunder, denn der Produzent ist zeitgleich auch ihr Gatte), kann sich die geneigte Hörerschaft kaum entziehen. Demnächst wird sie uns hören lassen welche Tunes sie sich mittels ihrer Kopfhörer zu Gemüte führt – vorab gibt´s aus „In My Headphones“ schon mal das überaus freundliche „We Will“ – der Rhythmus beherrscht behende den Hintergrund, der Akustik-Bass schwingt sich in greifbare Nähe und die Daisey singt mit gespielter Unschuld dazu. Kein Pop, kein Jazz, kein Soul, kein Hip-La-Hop, sondern eine perfekte Melange aus den uns bekannten Zutaten. Aber eben mehr als die Summe seiner Teile!

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THE DECODERS „Revisited and Reworked Vol. 2“

Fast verpasst! Die Decoders aus L.A. (drei Herren namens Todd M. Simon, Itai Shapira und Adam Berg) tun wieder einmal das, was sie am besten können. Aus alt mach neu, und bevor das Neue wieder alt wird, dann wird´s noch einmal runderneuert. Ihre über Bandcamp zum kundenfreundlichen „name your price“ Abgabekurs angebotene enthält neue Bearbeitungen einiger ihre 2013er Hi-Lites. Mit Tiefgang – zwischen frisch gestromten Schwingern und vielschichtiger Dub-Atmosphäre. Spannend.

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RAJDULARI „Juicy Fruit“

Klar, das „Journey Of A Woman“ Album ist seit Neujahr verfügbar – zumindest als Download. Am 17.01 gab´s die offizielle Party dazu und da wir uns bei SonicSoul immer ein wenig Zeit lassen das Besondere zu genießen gibt´s als weiteren Vor-Geschmack auf Rajdularis zweites Album hier und jetzt ihre Bearbeitung des Mtume Klassikers „Juicy Fruit“. Die Spannung steigt.
http://www.youtube.com/watch?v=uoMT3L2C284&feature=youtu.be

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