Der Mann hat Stil. Er weiß nicht nur wie die richtigen Beatz in unseren Tagen klingen und swingen müssen, sondern bringt die passenden Kleidungsstücke für die perfekte Umsetzung zwischen Tanzboden und Fauteuil auch gleich mit. Derart orientiert kann natürlich nix mehr schiefgehen -also ab in die mild-gestimmten Sound-Sphären des multitalentierten Kanadiers, der uns in den vergangenen Jahren schon unter verschiedensten Umständen überzeugen konnte. Als Anführer des „Soul Movements“ bekommt er unseren Soul-Bedürfnissen aber immer besonders gut. Weichfallende Hip-Hop Beatz treffen kreative Klang-Welten. Das Beatkind nimmt keine Rücksicht auf einst gezogene Grenzlinien, sondern verbindet mit infantilem Übermut allerlei lose Enden, die es irgendwo in den Weiten der Schwarz-Musik als passend empfindet. Glenn Lewis, Spek Won, Ayah und Tanika Charles führen die Gästeliste an, die jedwede Jonglage gekonnt, und mit eigenem Einfluss, begleiten. In jedem Take spannend und dauerhaft unterhaltsam.
Japan. Großstadt-Jazz. Takuya Kuroda und José James. Nach drei Solo-Alben auf eigenem Label nun das Debut bei Blue Note. Als sicherlich hilfreich erwies sich dabei der Umstand, dass der junge Trompeter bereits für seine führende Rolle innerhalb Bläser-Sektion der Band des im Vorjahr bei Blue Note debütierenden José James einige Lorbeeren sammeln konnte. „Rising Son“ bringt den Jazz auf die Straße – zeitgenössische Einflüsse zwischen dem Hip & Hop des urbanen Amerikas und den staubigen Wegen Afrikas gelten als Wegmarken des eindeutig von Mr. James bestimmten Sound-Gerüsts, auf dem der Solist seine Tonfolgen auf- und abgleiten lässt. Der Schlagzeuger setzt eindeutige Zeichen seiner Präsenz (irgendwie in der Tradition eine Tony Thompson – klar, trocken, prägnant), während sich der Bass tiefst grummelnd, aber jederzeit geschmeidig, drumherum legt. Das groovt und swingt in modernstem Styling und spätestens wenn der José höchstselbst den Vokalpart des Roy Ayers Klassikers „Everbody Loves The Sunshine“ ausfüllt, dann ist sicher, dass „Rising Son“ wesentlich mehr ist, als „nur“ ein weiteres Ding vom Jazz.
Gerade zurück aus der Soul-Diaspora – und gerade dabei die Musik-Eingänge der vergangenen zwei Wochen zu sichten. Und damit dem gemeinen SonicSoul Nutzer die Dinge nicht verborgen bleiben, gibt´s nachfolgend einen kurzgefassten Rundum-Blick zurück, aber auch nach vorn. Alphabetisch geordnet, versteht sich.
Bashiyra hat die Stimme. Daher darf sie sich auch an eine Neufassung des Phyllis Hyman Klassikers „You Know How To Love Me“ wagen – sehr brauchbare Version, musikalisch gestützt von Herb Middleton und mit ausreichend Klasse, um dem Original genüge zu tun.
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Kanada. Weites Land. Hier gibt´s den Juno-Award, wenn es gilt musikalische Besonderheiten mit Auszeichnung zu versehen. Joanna Borromeo, soeben für eben diesen Juno nominiert, kam unseren Wünschen zuletzt mit leichter Jazz-Note entgegen. Für ihr aktuelles „Wanna Love You“ wählte Produzent Hazel eine frühlingshafte Stimmungslage mit Pop/R&B Einfluss. Nett.
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Unsere portugiesischen Freunde der feinen Soul-Klänge setzen ihre regelmäßigen Angebote zum Gratis-Nutzen ihrer Musiken in schönster Regelmäßigkeit fort. Also, Illumination Experience wöchentlich einschalten, kann da die Empfehlung eigentlich nur lauten.
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Laura Jane ist als Frau mit Stimme mit allen Sound-Wassern gewaschen. Regelmäßig ist sie mit Leuten, wie Joe Cocker unterwegs, genauso regelmäßig kommt sie uns mit eigenen Vorstellungen, die locker zwischen frischen Dance-Beatz und fulminantem Rock-Funk-Soul lavieren. „Dear Rita“ hat schwerwiegende Gitarren-Soli und eine Botschaft. Hier geht´s zum Selbstversuch:
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Soul in allerbester britischer Tradition? Immer gern. Als derzeit ganz sicherer Tip für Qualität in diesem Segment gilt Elliott Maccauley, dessen „All My Life“ jetzt auch offiziell verfügbar ist. Großangelegtes Arrangement, ein fließender Dance-Groove und die Stimme von Joe Leavy – das passt!
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Und noch tiefer in Richtung Tradition. Robin McKelle kommt vom Jazz, aber gibt schon seit geraumer Zeit die Frau, die im Herzen des Memphis-Soul zuhause ist. Überaus überzeugend, übrigens.
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Und nun mal ganz locker! Nick Pride und seine Pimptones verstehen sich auf den Tanz auf allen Hochzeiten. Dance-Funk-Soul-Latin-Pop. Perfekter Fun-Cocktail für dich und mich und die anderen auch.
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Einer unserer Nu-Soul-R&B Favoriten meldet sich. Da es von dieser Spezies nur eine recht überschaubare Anzahl gibt, möchten wir es an dieser Stelle nicht versäumen mit aller gebotenen Zurückhaltung auf Roszunn aufmerksam zu machen. Eine neue Single namens „All Mine“ lassen wir nachfolgend anklingen – deren Vorgänger verdeutlicht mittels feinem Flow und vertrackter
Der Funk ist der Funk und bleibt der Funk – hier und jetzt und immerdar. Water Seed lassen auch mit „Work Show and Prove“ die Glocken klingen. Grund genug sich noch einmal in ihre 2013er Ausgaben von „Wonder Love 1“ und „Wonder Love 2“ einzuschalten und jetzt schon mal den dringenden Hinweis auf ein bevorstehendes Remix-Max Album zu streuen. Bis dahin wird weiter getanzt…
Europareise. Teil 26: Holland. Soviel vorweg: ein Höhepunkt unserer stets umtriebigen Reisetätigkeit – zumindest wenn es gilt, den stets gut geölten Soul-Jazz zwischen Brit-Funk und US-Soul-Jazz Musiken auf höchster Ebene zu erleben . Mit unbändiger Spielfreude macht sich das Sextett daran die wohlbekannten Rezepturen gründlich aufzumischen – ein wunderbar eingespielter Sound-Körper bringt die immer wieder gern genommenen Grooves & Beatz und setzt musikalische Maßstäbe. Ein komplettes Album soll bereits vorliegen – die Live-Videos dazu gibt´s jedenfalls jetzt und hier. Anschnallen und ab dafür!
„World Soul“. Ein Terminus, der den geneigten Musikfreund an Klänge und Rhythmen erinnert, die er im Zusammenhang mit Soul nicht unbedingt bevorzugt. Doch beim Jesse Boykins, dem III, der so seine aktuellen Musiken umschreibt, laufen die Dinge in Richtung eigentlich anders und wir dürfen daher sicher sein, dass er mittels seines für April angekündigten neuen Albums „Love Apparatus“ wieder seinen ganz eigenen Weg zwischen Soul, R&B und Hip-Hop sucht und finden wird. „Plain“ gibt´s vorab – eine ungewohnt beschwingt daherkommende Tanz-Nummer, deren Bewegungsabläufe der Artist via des hier gezeigten Videos gleich mitliefert. Des weiteren „Show Me Who You Are“ – Mr. Boykins entläßt seine Stimme in höchste Höhen, liefert vielschichtige Harmonien dazu, während darunter der Beat von Produzent Machinedrum die Dinge in gepflegte Bewegung versetzt.
Irgendwo Jazz. Oder doch nicht? Christian Prommer ist Schlagzeuger, Produzent, DJ – als solcher weltweit unterwegs und immer wieder gefragt, wenn es gilt moderne Beatz zwischen tiefem House, gezähmtem Techno, kolorierenden Electronics und diversen Welt-Grooves für die Tanzböden zwischen hier und dort aufzubereiten. „Übermood“ bringt den Cocktail jetzt in die heimischen Abspielgeräte – und der funktioniert auch hier. Herr Prommer läßt sich die Gelegenheit nicht entgehen, um alle Facetten seiner Sound-Welten Revue passieren zu lassen – zwischen „Waltz“ und „Shanghai“ liegen die titelgebenden Welten, in deren Vielfältigkeit sich auch sparsamst arrangierte Downtempo-Ausflüge bestens einfügen. Klingt vielleicht ein wenig nach Übermut, aber Christian Prommer hält die Zügel in fester Hand und zeigt eindrucksvoll, wie tagesaktuelle Musiken auch klingen können.
Info: www.christianprommer.com
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„Home is where the heart is“. Klar, wissen wir. Nur gehört haben wir in jüngster Zeit nicht allzu viel zum Thema. Und nun Daniel Crawford. Dieser wird uns in nächster Zukunft mit einem der ganz wichtigen Alben („The Awakening“)des ersten Halbjahres bedienen und belegt diese wagemutige Aussage mittels eines vorab ausgelegten Lockstoffs namens „Home (Africa)“. Der von uns hoch geschätzte Cleveland P. Jones zieht alle Register seiner Vokal-Kunst, während darunter landestypische Percussions ihre bewegende Wirkung verbreiten und ein sich stetig aufbauendes Arrangement mittels feiner Führung des Pianos gegenseitig befeuern. Nicht mehr lang, und ich bin auch wieder zuhause.
Der Architekt. Brandon „B“. Williams ist nicht nur der Mann, der im Studio für Samples und Beatz sorgt, ein paar Regler zieht und Knöpfe drückt. Er lebt Musik – Soul und Jazz, ist Musiker und beherrscht als solcher immerhin fünfzehn verschiedene Instrumente und besorgt sich so (und anderen, wie z.B. Janet Jackson oder Yolanda Adams) das vollends durchdachte Sound-Ambiente. Derzeit befindet sich sein neues Album kurz vor dem Einzugstermin – vorab gibt´s einen weiteren Song (als Nachfolger seiner Zusammenarbeit mit Jean Baylor) aus „XII“ – „Now I Know“ ist die perfekte Verquickung von neuem Soul und bewährten Jazz-Harmonien – verpackt in ein famoses Arrangement und garniert mit den Talenten seiner Gäste Jesse Boykins III und Robert Glasper. Schön.
„It makes you feel good, when the love is real good…“ – und wenn dann noch der Flow und der Groove und auch sonst alles passt, dann macht The Floacist die Musik dazu. Während ex-Floetry Kollegin Marsha Ambrosius sich mit ihrer jüngst zu Gehör gebrachten Version von Sades „Stronger Thann Pride“ auf dem Weg ins Niemandsland befindet, führt uns Natalie Stewart ins Land, in dem Milch und Honig fließen. Demnächst mehr unter der Überschrift „The Rise Of The Phoenix Mermaid“.
Typisch britisch. Afro Elements machen den Jazz und den Funk und den Soul in landestypischem Stil. Dafür verzichten wir dann auch gern auf die Elemente aus Afrika und erfreuen uns stattdessen an überaus kompetent (kaum verwunderlich, wenn man weiß, dass die hier tätigen Artisten schon als Massive Gold, Mr. Gone oder Down To The Bone aktiv waren) umgesetzten Grooves, die sich sicher durch das nicht nur von Incognito abgesteckte Terrain bewegen – sicher eine Spur weniger elegant, dafür aber mit durchgehend Grip.
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