EGO ELLA MAY „Breathing Underwater“

Schwimmt sogar in Milch. Und unter Wasser wird geatmet. Ego Ella May geht ihren Weg. Auf elektronischem Sound-Pfaden – zwischen klaren Songs-Strukturen und scheinbar freiem Tun. Immer mit einer Stimme wie Honig, daher auch auf undurchsichtigem Sound-Terrain ein klar verständlicher Turm für Soul-Orientierung. Und „Underwater“ ist sowieso das Nu-Soul Thema in diesen Tagen, übrigens produziert von Iamnobody aus Düsseldorf.

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CHOYCE LOVE „Twilight“

Wiegeschritt – nachdem uns die Choyce Love kürzlich erst mittels ihres fein federnden „Keep On Movin´“ einige der essentiellen 80er Dance-Moves in Erinnerung brachte, schiebt sie das Tempo ein wenig mehr in die Richtung, die allgemein für einander-haltende Entspannung in den Bewegungen der Tänzer sorgt. Selbstredend mit dezenter Retro-Note im Abgang. Kein Wunder, denn auch „Twilight“ wurde von Jake Carter verantwortet, der einst mit seiner Joe Public Combo in die 90er einstieg. Mehr von Choyce gibt´s übrigens im Verlauf des kommenden Sommers.

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ERIC ROBERSON „B-Sides, Features & Heartaches“ (Dome)

Immer richtig! Eric Roberson weiß genau was sich gehört. Und bevor sich der nette Erro zu seinem nunmehr schon 20 Jahre (1994 ertönte „The Moon“ wie eine aktualisierte Variante des Flyte-Tyme Sound-Geschirrs und war trotzdem gut) währenden Aufenthalt im Nu-Soul Geschäft von uns beschenken lässt, kommt er uns mit galanter Geste zuvor und gibt mit seinen „B-Sides…“ einen veritablen Einblick in unbekanntere Noten seines Schaffens. Selbstredend mit umfassender Erro-Qualitätsgarantie. Der Mann singt auf Einladung, andere spielen die Musik dazu. Also gibt´s einen bunt wechselnden Streifzug durch Stil, Raum und Zeit. Angela Johnson, Monet, die Les Nubians, Wes Felton, Dj Spinna, Aaron Camper oder Full Crate geben die Gastgeber, deren musikalischen Vorgaben zwischen neuem Soul, schwarzer Avantgarde oder flotten Dance-Tunes sich der Eric in gewohnt gelassener Manier anschließt. Das hat Klasse und wird immer wieder gern goutiert. Und als Dessert gibt´s die Bestätigung, dass wir uns im Verlauf der Saison auf ein komplett neues Album einstellen können. Arbeitstitel: „Musical Monologues“. Bis dahin genehmigen wir uns noch einige seine hier versammelten Dialoge.
Wertung: 8/10
Info: www.ericrobersonmusic.com
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ALGEBRA BLESSETT „Recovery“ (BBE)

Algebra gibt Rätsel auf. Zumindest in ihrer mathematisch-orientierten Ausprägung. Allerdings verhalten sich die Dinge rund um die Algebra Blessett in ähnlich undurchschaubarer Manier. Eigentlich wurden der Artistin schon vor ihrem 2008er Debut „Purpose“ die Star-Sterne vom Himmel geholt – die allzu hoch angesiedelten Erwartungen dann aber doch nicht mittels Sang und Klang eingelöst. Der Blessett verblieben Nebenjobs für Anthony David und Esperanza Spalding, um im Gespräch zu bleiben – und genügend Zeit um Konzept und Kampagne zu überdenken. „Recovery“ gibt uns jetzt Gelegenheit die Dinge rund um Dame und Potential einer weiteren Hör-Probe zu unterziehen. Klar, hier geht´s um R&B, um Hooks und Grooves mit offizieller Radio-Tauglichkeit, um einen Platz im eventuell vorhandenen Freiraum zwischen Beyoncé und Erykah. Und den beansprucht die Algebra nicht nur mit Nachdruck, sondern auch mit Fug und Recht. In den besten Momenten ihres „Recovery“ gelingen ihr feine Pop-Neo-Soul Nummern, die zweifelsfrei auch wolkenverhangene Tage im Februar erfreulich aufhellen können. Sicher, keine bahnbrechenden Sound-Innovationen, sondern solide Melodiekurven über aktuellen Beatz, die in keinem Takt die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. Alles eigentlich ganz einfach, aber immer wieder schwierig in der Umsetzung. Algebra eben.
Wertung: 7/10
Info: www.algebrablessett.com
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THE DECODERS feat. ALICE RUSSELL „Adventures In Paradise“

Minnie Ripperton bevorzugte als „Songbird“ den zarten Tonfall – Alice Russell ist eine Frau von Kraft und Dominanz. Gemeinsam mit eben dieser Alice machten sich die von uns schon mehrfach über den grünen Klee gelobten Decoders auf, um einen weiteren Ripperton Song für ihr bevorstehendes Album einzuspielen. So wurde aus dem eher entspannt daherkommenden Abenteuern, die die Minnie im Paradies erleben wollte, eine machtvolle Funk-Brause mit afrikanischem Unterton. Flinke Percussions, volltönende Hörner und Frau Russell lassen keine Gegenwehr zu. Sehr beeindruckend – nur die doofe Blende nach 3:37 Minuten wirkt ernüchternd.

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CLEVELAND P. JONES „Ace Of Hearts“ (P3P Music Group)

Warum ist uns „Ace Of Hearts“ im Verlauf der Saison 2013 entgangen? Etwa, weil wir uns eigentlich ausschließlich mit den vokalen Ausflügen des Cleveland P. Jones beschäftigen wollten, die ihn unter Anleitung von Ahmed Sirour einige Meilensteine zwischen Jazz-Kunst und Soul-Experiment einsetzen ließen? Vielleicht. Nun aber ist die Zeit gekommen, um einmal Versäumtes nachzuholen – und zwar mit aller Bestimmtheit und Konsequenz, handelt es sich doch bei „Ace Of Hearts“, dem offiziellen Debut des Herrn Jones, um nicht weniger als den ultimativen Herz-und-Schmerz-und-Leidenschaft-und-Seele Showdown. Cleveland intoniert voller Inbrunst, aber losgelöst von artifiziellem Gockeltum in jedweder Erscheinungsform. Rar und wahr. So ist das eben, wenn man Leben und Liebe spürt, könnte man meinen und sich beim Abhören eventuell dann dabei ertappen die eigenen Werte zu hinterfragen. Egal, hier geht´s um Musik, um große Unterhaltung und wer bis dato ebenfalls diese Gefühls-Revue versäumt hat, dem sei das unmittelbare Nachholen hiermit anempfohlen.
Info: www.clevelandpjones.com
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ANGELES DORRIO „Ten Soul“ (Angeles Dorrio)

Europareise. Teil 23: Spanien. Die Venue Connection treiben hier ihr Soul-Funk-Jazz Unwesen und das ist gut (und immer zuverlässig) so. In vorderster Reihe mit dabei: Angeles Dorrio. Markante Stimme und umfangreiche Erfahrung. Und nun ein eigenes Album „10 Soul“ bringt einen weiträumigen Einblick in die musikalische Orientierung der Sängerin – eben 10 Seelen und nicht nur eine davon. Jazz und Soul, ein wenig vom Pop und auch mal ein Ausflug in lateinamerikanische Standards, gern auch akustisch interpretiert und in jeden Fall vollends auf die Wirkung der Angeles ausgerichtet. Durchaus speziell.
Info: www.angelesdorrio.com
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Summer Song from Angeles Dorrio on Vimeo.

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NIA SIMMONS „Used To You“

„A Songbird´s Journey“. Die frühen Jahre im Gospel-Chor der heimatlichen Kirche, das Studium, die zahllosen Live und Studio-Erfahrungen im Background, Musiktheater und wieder zurück auf Los. Nun aber auf dem Weg den eigenen Namen in den Mittelpunkt zu stellen. Nia Simmons bringt uns umfangreiches Können und zarte Leidenschaft – ihr Debut „Living For Today“ ließ uns aufmerken, ihre aktuelle Vorstellung in „Used To You“ bestätigt, dass das in Vorbereitung befindliche Album eine Besonderheit im Nu-Soul Angebots des Jahrgangs 2014 werden könnte.

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WALTER CHRISTOPHER „The Mellisonant Album“

Mehr wissen durch SonicSoul! Heute: Wohltuend für die Ohren. So, oder ähnlich, sind Dinge, wenn sie als „mellisonant“ beschrieben werden. Aha! Walter Christopher ist der Artist, der uns mittels seines 5. Albums derart verwöhnen will – den ersten Hör-Eindrücken (siehe unten) folgend dürfen wir sein Vorhaben als gelungen ansehen. Weichspül-Soul mit angehängter Jazz-Komponente. Produziert hat Hubert Eaves IV, der auch schon für Erykah Badu, Lisa Lisa oder D-Train war. Das Album kommt am 11.02. , mehr dazu dann zu gegebener Zeit.

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THOMAS MOTTER „Lost & Loved“ (Rodenstein Records)

Zurück vom Mond. Vor Jahresfrist forderte uns Thomas Motter auf ihn auf seine umfangreich ausgestattete Soul-Jazz-Funk-Rock Reise in Richtung Mondbasis zu begleiten – natürlich waren wir dabei und haben jede Sekunde dieses überaus unterhaltsamen Ausflugs in vollen Zügen genossen. Schön, dass sich der Thomas innerhalb der vergangenen 12 Monate nicht auf dem erreichtem Standard ausruhen wollte und uns jetzt mit „Lost & Loved“ im Schein der Disco-Kugel begegnet. Weiterlesen

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