BRANDON WILLIAMS feat. JEAN BAYLOR „Stronger“

Ein Blick zurück nach vorn. Brandon Williams genehmigte uns erst kürzlich einen zweiten Einblick in die verheißungsvollen Musiken seines bevorstehenden Debut-Albums (Auszug aus der Gästeliste: Robert Glasper, Frank Mc Comb, Deborah Bond, Dwele…) und lässt nun die britische Wiederkehr (unter der Obhut der Reel People) seiner ersten Single folgen. „Stronger“ lässt Jean Baylor singen (die gemeinsam mit Gatte Marcus gerade am „Baylor Project“ dreht – hiermit schon mal vormerken!) und damit solidestes Soul-Balladen-Material verarbeiten, dass sich dann unter der Bearbeitung von Paris Cesvette in eine flotte Tanz-Weise wandelt.

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DOUYÈ „So Much Love“ (Groove Note)

Alles so schön hier. Jeder Ton sitzt an der dafür vorgesehenen Position, jede Bewegung ist auf zurückhaltende Eleganz angelegt. In den wirklich guten Momenten ihres zweiten Albums erreicht die Douyé die große Klasse diverser Soul-Jazz Größen – in überlegenem Styling führt uns die Dame dann durch die Welten zwischen Maysa Leak und Sadé Adu. „Til´The Morning Comes“, „Man Enough“ oder „With You“ halten jedwedem Vergleich stand und sollten in keinem auf gepflegte Unterhaltung wertlegenden Haushalt fehlen. Für das perfekte Sound-Wohlfühl-Ambiente sorgen handverlesene Musikanten (Phillipe Saisse, Rick Braun, Eric Marienthal oder Ricky Lawson auf einer seiner letzten Aufnahmen) und Ray Bardani, der einmal mehr für das ultra-perfekte Finish verantwortlich zeichnet. Alles gut also? Fast – denn Terry Shaddick, in dessen Lebenslauf die Erschaffung von Olivia Newton-Johns 80er Disco-Pop Schwanks „Physical“ die Poll-Position inne hat, führt als Song-Schreiber die ansonsten so geschmackssichere Lady auch ein paar Mal auf´s Schmoozie-Glatteis – ein Untergrund, der ihren Fähigkeiten kaum gerecht werden kann. Was tun? Einmal kurz ab-schütteln und dann ab zum Tanz – der Titeltrack bietet dazu eine 6-minütige Fela Kuti Hommage und rückt damit die Dinge wieder ordentlich gerade.

Wertung: 8/10
Info: www.douyetheartist.com
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DEREK DAMIAN „In My Life“

Der Mann hat Stimme. Derek Damian gibt den Teddy-Bär, grummelt und wärmt, die Dame seines Herzens darf sich sicher fühlen. Ein Fels in der Brandung. „In My Life“ kommt aus seiner aktuellen EP „The Inception“ und ist ein äußerst freundlicher Soul-Midtempo-Schwinger mit Schunkel-Garantie und netter 80ger Attitüde. Dazu gibt´s im Video ein paar Eindrücke aus dem Leben des Derek – zwischen Frühstück, merkwürdigem Spiel im öffentlichen Park und dem geselligen Abend mit Freunden. Das Leben kann so schön sein…

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OFFIONG BASSEY (Moonlit Media)

Wurzelwerk. Offiong Bassey, geboren in Boston. Eltern aus Nigeria. Talent für Spiel, Tanz und Gesang. Und mit dem unverrückbaren Drang die eigene Herkunft im Hier und Jetzt zum Klingen zu bringen. Natürlich in Verbindung mit Soul, Jazz, Funk und Gospel, natürlich nicht als rein-feines Abspielen afrikanischer Tradition. Ohren auf, Herzen auf. Frau Bassey bringt Freude und Sonnenschein, auch wenn es selbstredend nicht eben einfach ist sich auf die vielschichtigen musikalischen Botschaften aus dem Mutterland einzulassen. Die Chance dazu sollte man sich allerdings bewahren…
Info: www.offiongbassey.com
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JENNIFER HOLLIDAY „A Song For You“ (Shanachie)

Vom Himmel hoch, da komm´ ich her – Jennifer Holliday ist nach Jahrzehnten, in denen sie sich in Gottes Umfeld aufgehalten hat, wieder zu uns zurückgekehrt. Natürlich kommt sie nicht mit leeren Händen, und schon überhaupt nicht mit ebensolchen Versprechungen, sondern mit nicht mehr (und vor allem nicht weniger…) als dem beeindruckendsten Soul-Diva-Soul Album seit langer Zeit. „A Song For You“ ist großes Vokal-Kino, die ganz große Leidenschafts-Show und absoulutes Juwel in unserer schmucklosen Zeit zwischen dünnen Stimmen und faden Arrangements. Die Jennifer lässt kein Klischee unberührt und verzückt sich und uns mit einem Feuerwerk auraler Akrobatik – sicher eine Nummer zu dick für den modernen Sound-Veganer, aber genau richtig für diejenigen unter uns, die es gewöhnt sind mit voller Lust zu genießen. Natürlich gibt´s diese Stimme in extra-fetter Produktions-Verpackung – Breitwand-Cinemascope-Surround Sounds auf/aus allen Pauken und Trompeten, dazu weiträumig gefächerte Streicher und alle anderen wichtigen Töne am richtigen Platz. Unbedingt!
Wertung: 9/10
Info: Wikipedia
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MARA HRUBY „Cry Me A River“ & „Set Me Free“

Herz und Schmerz. Mara Hruby gibt sich öffentlich. Mit großer Geste durch das Universum der Gefühle. Natürlich geht´s nur um die Mara und die Treulosigkeit ihrer großen Liebe. Ihre Bearbeitung des Julie London Klassikers „Cry Me A River“ deutet die Richtung an – kunstvoll drappierte Vocals über ebensolchem Arrangement – der ganz private Film der Frau Hruby. Ein zweiter Auszug aus der in Kürze zur Veröffentlichung anstehenden EO „Archaic Rapture“ gibt sich oberflächlich in zart-schwingendem Bossa-Gewand, verbirgt darunter jedoch den Anfang vom Ende. Aber natürlich nicht für die Frau als Artistin – von der werden wir sicher auch zukünftig hören und sehen.

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HUMUS „I´m Telling You“

Die Finnen liegen uns besonders am Herzen. Gerade erst konnten wir erfahren, dass der eigentliche Ursprung des Tangos in den Tiefen der Finnen zu finden ist – diese epochale Errungenschaft nur fälschlicherweise über Jahrzehnte (Jahrhunderte ?) den Argentiniern zugeordnet wurde. Sehr interessant, nicht wahr? Und nun wieder Humus. Dieses aufgeweckte Duo nahm den „Women´s Day“ zum Anlass eine gewürfeltes Frauen-Team eine Rhythmus-Spur zu klappen zu lassen, über der die Tiia einige Aussagen des Selbstbewusstseins zum Besten gibt. Das Piano spielt einige muntere Tonfolgen dazu, bis die Stimmung kippt – aber hört selbst.

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OTTI ALBIETZ „And The Voices“ (bbe)


Frühling. Es ist schön, die Sonne zu spüren. Wärme, Licht, Leben und Liebe. Den passenden Soundtrack dazu liefert Otti Albietz mit seinem neuen Album. „And The Voices“ wurde in einer zweitägigen Studiosession aufgenommen. Kaum ein Song wurde hierfür zweimal gespielt. Herausgekommen ist ein Album, dem man die Spontaneität und den Spaß anhört, mit dem es eingespielt wurde. Ottis eindringlicher Gesang und sein Gitarrenspiel tun ihr Übriges, um dieses Gefühl auf den Zuhörer zu übertragen. Nun ab auf die Sonnenliege, zurücklehnen und Spaß haben. It’s Nice To Feel Alive.
Zu kaufen ab 17.3.14 bei den bekannten Stellen. Wer vorab, passend zum Frühsommer im Winter, hören will, kann dies hier tun…

Musik: www.bbemusic.com
Info: www.facebook.com
Kaufen: amazon

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PAUL JOHNSON „Better Than This“ (Expansion)

„Better Than This“ – wie geht das denn? Paul Johnson kehrt nach zu langer Abwesenheit an den Platz zurück, an dem wir Männer wie ihn brauchen. Vor allem dann, wenn diese Herren ultra-wohlige Soul-Groover zum Vortrag bringen. Der Paul galt in den schwungvollen 80ern schon als Ausnahme-Vokalist innerhalb der britischen Szenerie – aus unerfindlichen Gründen kam es aber nicht zur umfassenden Entdeckung seiner Talente. Er zog sich zurück, um nun mit einem ungemein solide schwingenden Soul-Dancer die Rangfolge der diesjährigen Groove-Favoriten neu zu ordnen. „Better Than This“ gibt´s alsbald als 7″ und in 2 verschiedenen Varianten. Noch besser wird´s dann, wenn auch noch ein volles Album folgen sollte.

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THE BOOGIE VOL. 4 (Tokyo Dawn Records)

Elektro-Boogie-Woogie-Dampf-Ramme. Auch die nunmehr vierte Ausgabe der „The Boogie“ Kompilation der Münchener Firma Tokyo Dawn bringt die Synthie-Beatz mit Saft und Kraft unvermittelt auf den Boden der Tatsachen – und dort wird selbstredend getanzt, was auch sonst? Tiefbohrende Bässe, schneidende Beatz, klirrende Sounds – dazu Stimmen aus allen modernen Soul-Welten. Und was nicht gleich passt, wird passend gemacht – kein Wunder also, dass sich auch feinsinnige Brit-Souler, wie die von Personal Life, nach re-modelierender Mix-Max-Behandlung im direkten Gleichschritt zwischen Colonel Red, Pugz Atomz, Reggie B. oder der Tokyo Dawn Ikone Amalia befinden. Ohne Kompromisse, es geht voran.

Info & Kaufen: Tokyo Dawn

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