JESSE BOYKINS III „Plain“ & „Show Me Who You Are“

„World Soul“. Ein Terminus, der den geneigten Musikfreund an Klänge und Rhythmen erinnert, die er im Zusammenhang mit Soul nicht unbedingt bevorzugt. Doch beim Jesse Boykins, dem III, der so seine aktuellen Musiken umschreibt, laufen die Dinge in Richtung eigentlich anders und wir dürfen daher sicher sein, dass er mittels seines für April angekündigten neuen Albums „Love Apparatus“ wieder seinen ganz eigenen Weg zwischen Soul, R&B und Hip-Hop sucht und finden wird. „Plain“ gibt´s vorab – eine ungewohnt beschwingt daherkommende Tanz-Nummer, deren Bewegungsabläufe der Artist via des hier gezeigten Videos gleich mitliefert. Des weiteren „Show Me Who You Are“ – Mr. Boykins entläßt seine Stimme in höchste Höhen, liefert vielschichtige Harmonien dazu, während darunter der Beat von Produzent Machinedrum die Dinge in gepflegte Bewegung versetzt.

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CHRISTIAN PROMMER „Übermood“ (Compost)

Irgendwo Jazz. Oder doch nicht? Christian Prommer ist Schlagzeuger, Produzent, DJ – als solcher weltweit unterwegs und immer wieder gefragt, wenn es gilt moderne Beatz zwischen tiefem House, gezähmtem Techno, kolorierenden Electronics und diversen Welt-Grooves für die Tanzböden zwischen hier und dort aufzubereiten. „Übermood“ bringt den Cocktail jetzt in die heimischen Abspielgeräte – und der funktioniert auch hier. Herr Prommer läßt sich die Gelegenheit nicht entgehen, um alle Facetten seiner Sound-Welten Revue passieren zu lassen – zwischen „Waltz“ und „Shanghai“ liegen die titelgebenden Welten, in deren Vielfältigkeit sich auch sparsamst arrangierte Downtempo-Ausflüge bestens einfügen. Klingt vielleicht ein wenig nach Übermut, aber Christian Prommer hält die Zügel in fester Hand und zeigt eindrucksvoll, wie tagesaktuelle Musiken auch klingen können.
Info: www.christianprommer.com
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DANIEL CRAWFORD feat. CLEVELAND P. JONES „Home (Africa)“

„Home is where the heart is“. Klar, wissen wir. Nur gehört haben wir in jüngster Zeit nicht allzu viel zum Thema. Und nun Daniel Crawford. Dieser wird uns in nächster Zukunft mit einem der ganz wichtigen Alben („The Awakening“)des ersten Halbjahres bedienen und belegt diese wagemutige Aussage mittels eines vorab ausgelegten Lockstoffs namens „Home (Africa)“. Der von uns hoch geschätzte Cleveland P. Jones zieht alle Register seiner Vokal-Kunst, während darunter landestypische Percussions ihre bewegende Wirkung verbreiten und ein sich stetig aufbauendes Arrangement mittels feiner Führung des Pianos gegenseitig befeuern. Nicht mehr lang, und ich bin auch wieder zuhause.

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B. WILLIAMS feat. JESSE BOYKINS III & ROBERT GLASPER „Now I Know“

Der Architekt. Brandon „B“. Williams ist nicht nur der Mann, der im Studio für Samples und Beatz sorgt, ein paar Regler zieht und Knöpfe drückt. Er lebt Musik – Soul und Jazz, ist Musiker und beherrscht als solcher immerhin fünfzehn verschiedene Instrumente und besorgt sich so (und anderen, wie z.B. Janet Jackson oder Yolanda Adams) das vollends durchdachte Sound-Ambiente. Derzeit befindet sich sein neues Album kurz vor dem Einzugstermin – vorab gibt´s einen weiteren Song (als Nachfolger seiner Zusammenarbeit mit Jean Baylor) aus „XII“ – „Now I Know“ ist die perfekte Verquickung von neuem Soul und bewährten Jazz-Harmonien – verpackt in ein famoses Arrangement und garniert mit den Talenten seiner Gäste Jesse Boykins III und Robert Glasper. Schön.

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THE FLOACIST „Feel Good“

„It makes you feel good, when the love is real good…“ – und wenn dann noch der Flow und der Groove und auch sonst alles passt, dann macht The Floacist die Musik dazu. Während ex-Floetry Kollegin Marsha Ambrosius sich mit ihrer jüngst zu Gehör gebrachten Version von Sades „Stronger Thann Pride“ auf dem Weg ins Niemandsland befindet, führt uns Natalie Stewart ins Land, in dem Milch und Honig fließen. Demnächst mehr unter der Überschrift „The Rise Of The Phoenix Mermaid“.

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AFRO ELEMENTS „Out Of The Centre“

Typisch britisch. Afro Elements machen den Jazz und den Funk und den Soul in landestypischem Stil. Dafür verzichten wir dann auch gern auf die Elemente aus Afrika und erfreuen uns stattdessen an überaus kompetent (kaum verwunderlich, wenn man weiß, dass die hier tätigen Artisten schon als Massive Gold, Mr. Gone oder Down To The Bone aktiv waren) umgesetzten Grooves, die sich sicher durch das nicht nur von Incognito abgesteckte Terrain bewegen – sicher eine Spur weniger elegant, dafür aber mit durchgehend Grip.

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LORETTA „Find A Way“ (Vaziva Music)

Das bisschen Haushalt…einst konnte und Johanna von Koczian von den Befindlichkeiten der Weiblichkeit im modernen Zusammenleben von Frau und Mann berichten. Ähnlich ausgerichtet kommt uns nun die Loretta aus dem schönen Frankreich entgegen. Sehr adrett. Pop-Soul in aller Freundlichkeit, quietschend bunt und mit aufgelegtem Permanentlächeln. Dabei konnte sie uns doch schon im Oktober als Mitglied des „So Soulful Collection“ von ihren eigentlichen Qualitäten überzeugen, die nun von unserem Freund, dem Roger Williams, noch einmal deutlich vor die Gehörgänge geschoben werden. „So Alive“ ist ein klassischer Midtempo-Soul-Schieber mit Langzeit-Wirkung. Das hören wir gern. Immer wieder. Mehr davon natürlich auf Lorettas aktuellem Album „Find Way“.

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COLUMBIA NIGHTS „Heart Aglow“

Unser Elektro-Soul Favoriten. Columbia Nights lassen die Herzen leuchten. Die Mittel zum Zweck wurde dem Trio von der britischen 80er Band I-Level zur Verfügung gestellt, in deren Sound-Ideen man die Vorläufer der eigenen Musiken erkannt haben will. Egal. Wichtiger ist, dass „Heart Aglow“ in der Columbia Nights Variation nach klackendem Vocoder-Start mit dem Einspringen realer Violinen die Sonne aufgehen lässt. Und die verbleibt auch im Zenit, als sich dann auch eine Gitarren-Spur mit Tropenhelm dazu gesellt. Sehr nett.

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MIKI HOWARD „Panther“

„Love Under New Management“ – Miki Howard besorgte uns einige der besonderen Höhepunkte im Zenit der 80er. Irgendwann im Sommer soll´s dann ein neues Album namens „Something Old, Something New, Something Borrowed, Something Blues“ geben, dessen Auftritt aktuell mittels diverser Musiken richtungsoffen vorbereitet wird. Miki im kraftvollen Sound-Rausch zwischen Funk-Rock mit Hip-Hop Garnitur – Miki im Tal der Gospel-Leidenschaften – Miki hat den Blues. Egal, wohin es auch geht, wir gehen mit. Also, Ausschau halten, it´s Diva-Time again!

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LADY DAISEY „In My Headphones“ (BBE)

Freches Mädchen, diese Lady! Selbstredend kennen wir die Daisey und konnten uns unlängst erst an einigen ihrer neuen Streiche erfreuen. Die Frau macht, was ihr gefällt – und das noch am allerliebsten in enger Gemeinschaft mit dem werten Gatten, der als BatSauce in allen möglichen Hip-und-Hop Kreisen schon für die richtigen Rhythmen sorgen konnte. Doch unter den weichen Muscheln ihrer Kopfhörer wird der Rip-Rap nur gegrenzt gestreift – stattdessen wird ein kunterbuntes Stelldichein frohlockender Melodien abgehalten, die durch die straff akzentuierten Beatz immer in schwungvoller Bewegung gehalten werden. Und die Lady singt dazu – immer bestens gelaunt, immer bewegt und lachend. Winter-Blues? mit der Daisey nicht zu machen!

Wertung: 7/10
Info: www.daisey.com
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