SOUL LOUNGE 11 (Dome)

Einmal gut, immer gut. 3er CD-Box zum Sonder-Spezial-Preis. Inhalt: Über 3 Stunden Soul, Soul, House, Dance und Soul. Höchste Qualitätsstufe, natürlich. Dome Records, die gerade mit fein selektierten VÖ´s von Angela Johnson, Eric Roberson und Jarrod Lawson für Aufmerksamkeit sorgen, beweisen selbstredend auch bei der Zusammenstellung ihrer „Soul Lounge“ Serie zielgenaue Geschmacks-Sicherheit bei Auswahl und Gewichtung des Angebots. Gute Freunde des Hauses (Incognito, Avery Sunshine, Heston, Don-E, Maysa oder Tortured Soul) stellen Hits und mehr zur Verfügung, neue Namen (Louise Golbey) und Leihgaben aus dem Expansion-Lager (Tyrone Lee) oder des Reel People (Tony Teams (Tony Momerelle), sorgen für überraschende Momente und bringen bis dato sträflich unterbewertete Melodien zu Gehör. Sehr gut. Noch besser, dass hier endlich der Alex Lattimore seine Stimme wieder zur Geltung bringt (sein Album ist immer noch ein ein Soul-Jazz-Schatz, „Kissing You“ ein treffliches Teil daraus) und Jarrod Lawson einmal mehr die Besonderheiten seines Schaffens vorstellt. Des weiteren: die Magie stadtbekannter Grooves! Bluey´s „Got To Let My Feelings Show“ leiht sich die Abläufe bei High Fashion – Don-E und sein Männerchor lassen den unwiderstehlichen „Hanging On A String“ Groove aufleben, die 80er immer noch weit vorn! Soul Lounge lohnt sich, auch noch beim 11. Besuch.

Wertung: 8/10
Info: www.domerecords.co.uk
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Cool, calm & collected, Reviews | Kommentar hinterlassen

CHRISTOFFER HIDING „Yes,Higher!“

Aus Schweden. Christoffer Hiding. Seit seinem 11. Lebensjahr auf der R&B Spur. Angespornt von BlackStreet und „No Diggity“, dann unweigerlich bei D´Angelo angekommen und nun auf dem Weg sich selbst in Position zu bringen. Sein Debut weist schon mal den richtigen Weg („Yes, Higher!). Inhaltlich allerdings noch ein wenig unentschlossen, aber mit Potential. „Shine On“ leuchtet allerdings in vielfach gestapelten Farben des Soul mit Tendenz in Richtung neuerer Varianten, dazu ein sehr schöner Jazz-Ton aus der Hörner-Sektion und untendrunter ein strammer Rhythmus. Das geht gut.
Mehr zum Thema hier: www.christofferhiding.com

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

JARROD LAWSON (Dome)

Jetzt auch bei uns! Peter und Santosh von Dome machen´s möglich. Ein guter Grund noch einmal die vorher schon geäußerten Worte des Lobes zu wiederholen. Genug ist nicht genug.
Über den Wolken. Seit einigen Wochen schon gibt Jarrod Lawson Rätsel auf. Wie kann es möglich sein, dass ein derart mit Besonderheiten ausgestatteter Musik-Artist bis dato noch im Unbekannten wirken konnte? Wie ist es überhaupt möglich ein derartiges Debut hinzulegen? Doch bevor wir uns an dieser Stelle zu sehr mit Fragen und Antworten von letztendlich eher untergeordnetem Interesse beschäftigen, schreiben wir das Vorhandensein der so überreichlichen Talente vom Jarrod kurzerhand einer göttlichen Fügung zu und hören und erleben und staunen, über das, was uns zu Ohren kommen darf. Basis ist die stets bewährte Soul-Jazz Kombination, auf der sich hier eine schier unendliche Vielfalt unterschiedlichster Varianten aufbaut – immer wieder frische Ideen, immer wieder unerwartete Wendungen, immer wieder Harmonien und Arrangements, die in jedweder Hinsicht einzigartig zu sein scheinen. Vielfaches Abhören steigert übrigens das Vergnügen, da sich in jedem Moment neue, bisher unbekannte Feinheiten und Fertigkeiten erschließen können. Lawson sorgt zudem mittels seiner volltönenden Soul-Vokal-Aktionen für zusätzlich Zündstoff, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu kunstvoll drapierten Stimm-ungen aufgestapelt wird. Dazu ausgereiftes Musizieren, um dass sich neben dem Meister selbst, ein kompetent mit Gitarre, Bass, Schlagwerk, diversen Blasinstrumenten und sonstigen Musikmachern aufspielendes Team kümmert – das hat Flow, Tiefgang und das Zeug auch über unsere Zeit hinaus wichtig zu sein. Große Worte, gelassen ausgesprochen.

Wertung: 9,5/10
Info: www.jarrodlawson.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Grooves & Beatz, Reviews | Kommentar hinterlassen

THE DANGERFEEL NEWBIES „Hariet“

Das geht rund. Die DangerFeel Newbies, von denen wir nach den famosen Vorboten „Gotta Live My Life“ und „Always With Me“ eines der bedeutenden Soul-Statements 2014 erwartet haben, liefern ab. Ein erstes Abhören bestätigt Erwartungen. Und mehr. Neuer Soul, deutlicher Jazz, Dance zwischen House und Disco. Ein weites Feld, bestens bestellt. Ganz deutlich wichtig.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

EPHEMERALS „Nothin Is Easy“ (Jalapeno)

Das Leben ist schön! Aber: „Nothing is easy“. Ganz klar, erst die Herausforderungen machen so ein Leben erst so richtig spannend. Jedenfalls dann, wenn es nach den Ephemerals geht. Retro-Soul aus London. Aber auf die ganz eigene Art. Natürlich direkt, eingespielt auf die traditionelle Art, dann noch ein paar Streicher drüber, die die Vorkommnisse im Leben von Sänger Wolfgang Valbrun (der sich selbstredend nur als „The Wolf“ so richtig ausleben kann) wirkungsvoll untermauern. Die Stimme des Wolfs wirkt unbeteiligt, zunächst. Dann der Schwenk, Herzblut fließt, Klagen und Sorgen, rauh und kräftig, dabei von allerlei Lebenslagen geschliffen und versorgt. Der Mann macht den Unterschied – dazu gibt´s natürlich einen Zehnerkasten bester Soul-Songs, die „Nothin Is Easy“ sicher ganz nach vorn bringen, wenn der Soul im täglichen Leben mal wieder behaart sein muss.

Info: www.facebook.com/ephemeralsmusic
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Reviews, Shortcuts | Kommentar hinterlassen

TILL BRÖNNER „The Movie Album“ (Verve)

Der nette Herr Brönner. Mal wieder ganz anders, als ihn die Jazz-Fraktion gern hätte. Dafür passend für jedwede Art gepflegter Unterhaltung. Blaue Stunde inklusive. Sicher, man kann ein Album der Hi-Lites aus den Geschichten der Filmmusik in ungezählten Variationen zusammenstellen – ergreifende Momente, die von großen Melodien getragen werden, gibt´s für jeden von uns in reicher Auswahl. Doch nur ein Brönner, dem es schon immer gefiel seinen Jazz ganz weit auf die Mitte der Straße zu tragen, konnte es wohl wagen eine derartig massenkompatible Gassenhauer-Parade mit dem seidenweichen Ton seines Instruments zu vereinen. Melodien für Millionen. Zwischen „A Time Goes By“ und „Happy“, dazu noch Töne aus „Miami Vice“ und „Titanic“. Allesamt Hits, allesamt in der speziellen Behandlung des Till B.
Aufgenommen in Los Angeles, mit bewährten Musikern und ausgewählten Vokalisten (Gregory Porter, Lizzy Cuesta, Joy Denalane, Rick Braun, Arturo Sandoval, Mitch Forman, Jeff Lorber, Chuck Loeb, Brian Bromberg und Vinnie Colaiuta, zum Beispiel), dazu ein großes Orchester, dass bei Bedarf das Trompetenspiel im Breitwand-Format umspielte. Sehr fein, meist hauchzart und immer von äußerster Eleganz. Gut genug, dass selbst ein aufkommender Gedanke an Celine Dion nicht weiter irritierend wirken kann. Mehr geht unter den gegebenen Umständen wohl kaum.

Info: www.tillbroenner.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Reviews, Shortcuts | Kommentar hinterlassen

CARMEN LUNDY „Soul To Soul“

Jazz – gediegen, nicht beliebig. Carmen Lundy ist seit Jahrzehnten erste Wahl, wenn es gilt die besonderen Stimmen-Artisten im Jazz zu benennen – „Soul To Soul“ ist ihr nunmehr schon 14. Album und wieder eine wunderbarst ausgewogene Melange aus modern-elektrifizierten Sounds und traditionellen Werten. Immer mit Bedacht, immer in klaren Strukturen und immer mit ihrer eigenen Weise die Stimme den Melodien anzupassen. Als Gäste sorgen Patrice Rushen, Bennie Maupin oder auch Randy Brecker für das passende Umfeld. Empfehlung!

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

MYLES SANKO „Forever Dreaming“ (Légère)

Soul und Rhythmus, Melodie und Blues, leicht und locker. Myles Sanko nutzt seine Stimme in bester Soul-Tradition, die vielköpfige Band spielt munter und mit kraftvoller Horn-Abteilung. Dazu gibt´s Songs, die zwar mit Schrot-und-Korn Anstrich daherkommen, aber immer auf der Pop-Seite verweilen. Jederzeit tauglich für gute Unterhaltung, mittendrin, oder auch nur dabei.

Info: www.mylessanko.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Reviews, Shortcuts | Kommentar hinterlassen

FRANK MCCOMB „Soulmate“

So zuverlässig! Frank McComb macht das, was er am besten kann. Soul-Jazz auf allerhöchstem Standard – „Soulmate“ spielt mit den bekannten McComb-Trademarks und läßt komplexe Strukturen luftig leicht klingen. Der Meister selbst bedient Fender Rhodes, Moog und die schwere Hammond B3, dazu ein wenig Bass und ein munteres Schlagzeug. Gut zu wissen, dass der „Soulmate“ nicht allein bleiben wird, denn für November ist eine begleitende EP angekündigt.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

MARGUERITE „Turnin´ Toxic“ (Parkway South)

Alles so schön bunt hier. Der Auftritt der Marguerite mittels kunterbunter Cover-Kunst, inklusiver implodierender Erd-Kugel und grimmig dahinter auftauchender Artistin, kommt uns schon reichlich giftig entgegen. Doch – „don´t judge the music by it´s cover“ , denn „Turnin´ Toxic“ bringt wohlfeil ausgewogenen R&B ohne überzogene Mätzchen und zweifelhafte Gimmicks. Stattdessen vernünftige Songs, die in der Produktion von Michael “Gedown” Brown durchaus einen R&B Versuch wert sein können.

Veröffentlicht unter Reviews, Shortcuts | Kommentar hinterlassen