KENYA „Wednesday Girl“

„Montag, Dienstag, Mittwoch…“ – gute Gelegenheit an Daliah Lavi zu erinnern, die einst die Wochentage in schönster Manier in ihren „Wann kommst du?“ Super-Hit einbauen ließ. Aber eigentlich geht´s heute natürlich um Kenya, die uns in jüngster Zeit mittels einer ultra-feinen Version von Michael J´s „I Cant´ Help It“ und einer nicht minder besselten Zusammenarbeit mit den Kloud9 Brüdern auf ihr bevorstehendes Album „My Own Skin“ einstimmen konnte. „Wednesday Girl“ ist nun ein weitere Auszug daraus – abgeklärt, unterkühlt, zwischen Nu-Soul mit Jazz, so kommt uns Kenya unter Führung von Khari Cabral entgegen, um dann unvermittelt die Zügel zu lockern. Der hier vorliegende „Radio Edit“ zeigt übrigens nur die Spitze vom Eisberg – ein weiterer Grund sich auf das für Anfang 2015 geplante Album mit Freude vorzubereiten.

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FLYING LOTUS „You´re Dead“ (Warp)

Humpty Dumpty oder das bedeutendste Musik-Geschehen dieser Saison? Kunst oder kann das weg? Flying Lotus ist alles und nichts. Jeder sieht seinen eigenen Film beim Abhören der Lotus´schen Sound-Wanderungen, jeder schafft sich eigene Erkenntnisse, begegnet wohl bekannten Geräuschen und neuen Fusionen und findet inmitten der unüberschaubaren Ideen seine ganz persönliche Insel der Glückseligkeit. Dann also los! Dem Vernehmen nach hat sich der Musikant auf seinem neuen Werk dem Jazz zugewandt – und tatsächlich findet der geneigte Hörer reichlich Passagen, in denen die beteiligten Instrumente in bester Jazz-Manier einer ganz eigenen Nicht-Regel folgen. Der Rhythmus saust, die Hörner dudeln und alle anderen stimmen ein. Irgendwo in Anlehnung spiritueller Jazz-Gedanken der frühen 70er, vielleicht. Dazwischen Phasen der Ruhe und der inneren Einkehr, dann wieder Hip und Hop und unvermitteltes Aufbrechen in Richtung des freidenkenden Musikantentums. Das ist durchaus anregend, aufregend, spannend, folgt offenbar auch einer höheren Ordnung, rauscht dann aber wegen fehlender Marksteine direkt in den offenen Ozean der Rhythmen und Klänge. Also: zurück auf Anfang.

Info: youre-dead
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BERT ROBINSON „No More Cold Nights“ – „I Promise You Love“ (Expansion)

Big Boss Soul! Breite Schultern, machtvolle Stimmlage. Bert Robinson ließ uns in den 80ern 2 x an seinem Talent für breitaufgestellten Macho-Bumms teilhaben (danach verschwand er aus den Regalen und verstarb schon 2006) und Expansion bringt die Erinnerung nun dankenswerterweise zurück. Bert reihte sich zu seiner Zeit nahtlos in die Reihe von Keith Washington bis James Robinson ein – seine Produzenten unterstützten ihn dabei mit nahezu konkurrenzlosem Power-Drive. Klingt heute eventuell etwas überheblich, hat aber immer noch genügend Anziehungskraft, um dem schmalhansigen R&B unserer Tage locker Paroli zu bieten.

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THE COOLIN´ SYSTEM „Refrigerate After Opening“ (G.E.D.)

Nashville, Tennessee. Von hier mal nicht der wohlbekannte Klischee-Country-Stoff, sondern eine knackfrische Dosis vom Retro-Soul-Jazz. Kühlen nach Öffnen, eben. Dem eigenen Motto folgen die sieben Herren aus den Südstaaten mit entsprechender Konsequenz, kein Wunder also, dass die Nummern von Horace Silver, Jimmy McGriff, Lou Donaldson, oder Cedar Walton wie frisch aus dem Ei gepellt daherkommen. Klingt gut, macht Spaß. Übrigens, wieder mal eine Empfehlung aus dem Hause G.E.D. Soul Records.

Info: www.gedsoulrecords.com

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OTIS BROWN III „The Thought Of You“ (Blue Note)

Auf der Höhe der Jazz-Zeit. Otis Brown, der 3., spielt das Schlagzeug und gilt als überaus zuverlässig, wenn die stimmige Rhythmus-Basis für allerlei Spielarten des Jazz zu nominieren ist. Kurt Elling und Esperanza Spalding, Terence Blanchard und Joe Lovano, stehen vorn, Mr. Brown bestimmt ihr Tempo. Nun also allein unterwegs, zumindest auf dem Papier, denn in den Studios konnte er sich auf das Mitwirken der wichtigen Macher (Robert Glasper, Derrick Hodge) tagesaktueller Fusions-Sounds verlassen, die für „The Thought Of You“ aber nur in Ansätzen ihre Ideen vom Zusammenwirken der Stile anno 2014 einbringen durften. Dazu die Stimmen von Gretchen Parlato, Nikki Ross und Bilal, der gemeinhin auch für jedweden musikalischen Grenzgang zu haben ist. Das Programm ist Zeitgenossen-Jazz – weit gespannte Soli, vertrackte Rhythmen, luftige Arrangements -dazu gelegentliche Beigaben aus R&B oder gar Gospel. Gretchen Parlato darf zudem eine verträumte Version des Shania Twain Radio-Hits „You´re Still The One“ als besonderen Genuss hinzugeben. Für die speziellen Momente.

Info: facebook
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ARETHA FRANKLIN „Rolling In The Deep“


Hauptsache: Aretha singt. Wieder. Egal, ob sie uns vom Cover ihres am 24.10. zur Veröffentlichung anstehenden neuen Albums mit eigenartiger Quasi-Frische entgegenblickt – egal, ob irgendwelche neunmalklugen Besserwisser den Einsatz von Autotune bereits im Dunkeln müffeln – egal, dass eben diese Stimme auf eben dieser CompactDisc „nur“ zum Absingen mehr, oder weniger, wichtiger „Diva Classics“ eingesetzt wird: Die Königin ist zurück. In Begleitung eines 10-Track Hofstaats aus Pop -und Soul Hits vergangener Jahrzehnte, die aber allesamt durch hoheitliche Behandlung zu neuen Höhen geführt werden. Beispiel 1: „Rolling In The Deep“, mit vorsichtig verwobener „Aint No Mountain High Enough“ Anspielung. Vielen Dank, Adele, aber Aretha ist nun mal „the real deal“!

1. People
2. Rolling In The Deep (The Aretha Version)
3. Midnight Train To Georgia
4. I Will Survive (The Aretha Version)
5. At Last
6. No One
7. I’m Every Woman/RESPECT
8. Teach Me Tonight
9. Keep Me Hanging On
10. Nothing Compares 2 U

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PRINCE „Art Official Age“ – 3RDEYEGIRL „Plectrumelectrum“ (Warner)

Alles schon geschrieben, gesagt und wiederholt. Seit einigen Tagen gibt´s die multimedial durch´s Land rollende Erkenntnis-Welle, dass vom Prinzen, samt seinem Hofstaat, zwar keine umfangreichen Sound-Revolutionen mehr zu erwarten waren, aber die Rückkehrer Compact-Discs dennoch als durchaus gelungen einzustufen sind. Aha! Kann ich dem noch weitere Aspekte hinzufügen? „Art Official Age“ ist das durchkonstruierte Kunst-Produkt, ein Artist blickt zurück auf sein Schaffen und revitalisiert die wichtigste Momente daraus. Also gibt´s verquaste Sound-Spielereien, innigliche Balladen-Kunst und knackige Funk-Passagen – dazu Ausflüge in allerlei Gefilde oberhalb jeder Kategorisierung. Alles wohl bekannt und gemocht und wer´s immer mochte, der kann ohnehin nicht genug von derart durchlauchtigst gewerkelten Ton-Arbeiten bekommen. So ist er nun mal, unser Prince.
Und er will Spaß, und davon reichlich. Dafür hat er sich in jüngster Zeit ein 3er Mädchen-Ensemble unter dem Titel 3RDEYEGIRL zusammengestellt, mit dem er durch die Lande zieht und ordentlich Gas gibt. Genau mein Fall, also. „Put Another Dime In The Jukebox, Baby!“ Nach dem bewährten Joan Jett Motto gibt´s reichlich Gitarren-Wumms aus der Krachmacherstraße – immer mit dem Sinn für ordentliche Melodieführung, so dass auch Pop-Rocker durchaus Freude empfinden dürfen. Also, Fenster auf, Herzen auf, Pegel auf und ab geht´s ins Paisley-Land.
Womit wir bei einer wichtigen Mitteilung wären. Nein, nicht von Prof. Pirkheimer, sondern direkt aus dem sagenumwobenen Sound-Palast des PRN.
01.10. – 04:30 MEZ – Live aus dem Paisley Park! Die ultimative „Release Party“ und wir sind eingeladen. Via Live-Stream! Toll, nicht wahr? Der nachfolgende Link steht zudem auch noch innerhalb von 24 Stunden nach dem Event zur Verfügung. Dabei sein ist alles.

www.screen.yahoo.com/live/event/prince

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http://www.youtube.com/watch?v=iE6g-jnEhew

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RAY HAYDEN „Do You Want Some Lovin´“ – MARTINE GIRAULT „Revival“ (Soulpersona Raregroove Remix)


Ray Hayden ist Opaz. Seit über 20 Jahren schon. Das „Revival“ war der Start – nach den Vorgaben von Hayden setzte Martine Girault und Hayden damit allerwichtigste 90´s-Groove-Marken, die auch noch in unseren Tagen und Nächten für eine komfortabel gepolsterte Basis gemeinsamer Tanz-Bewegungen sorgen. Nun gibt´s den Frische-Mix zum Thema. Soulpersona griff persönlich in die Regler, umgarnte das Original in behutsamer Manier, konnte so die Magie von Hook & Beat bewahren und obendrein für neuen Schwung sorgen.
Ray selbst bittet in diesen Tagen ebenfalls mit neuer Musik um Aufmerksamkeit. Ein EP namens „Sarethereal“ liegt vor – darauf allerlei neue Tendenzen, aber auch „Do You want Some Lovin“, einem Midtempo-Jam im von uns bevorzugten Opaz-Styling. Hinhören, bitte.

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U-NAM „C’est Le Funk“ (Skytown)

Alles in Bewegung. Gitarrist U-Nam fungiert bereits seit einigen Jahren der ernsthafteste Kandidat, wenn es gilt einen legitimen Nachfolger des George Benson aufzurufen (der ist zwar aktiv, allerdings eher fernab der Sounds & Grooves, für die wir den George besonders schätzen). Hier und jetzt ein weiterer Beleg für die geschmeidigen Gitarrenklänge des Franzosen, der sich in Spielweise und Arrangement auch auf „C´est Le Funk“ immer wieder keck den Benson-Vorgaben nähert, diese gar überholt, weil erneuert und so noch flotter daherkommt. Daneben werden Grüße an Earth, Wind & Fire und sogar Change ausgerichtet, die der U-Nam immer mal wieder zu Rate zieht. Neben ein paar eigener Tunes hat er sich dazu auch eine gut sortierte Auswahl Soul-Klassiker mit ins Sound-Boot geholt – Maze („Can’t Get Over You“) , Chic („City Lights“), Fat Larry´s Band („Act Like You Know“, mit tollem Vokal-Part von Tim Owens) und Keni Burke („Risin´ To The Top“) lassen von sich hören und werde überaus gekonnt in Szene gesetzt. Klingt gut. Zumal es auch auf dem neuen Album die schon bewährte Hochglanz-Produktion zu hören gibt, inklusive reichlich Horn- und String Unterstützung und einer unbändigen Interaktion zwischen den beteiligten Musikanten. Funk, Soul, Jazz – es geht hoch her und das ist gut so.

Info: www.unammusic.com
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REEL PEOPLE „The Remixes“ (Reel People Music)

Die Party geht weiter! Das Reel People Team auf dem Weg ins 2. Jahrzehnt. Gibt es einen besseren Grund für ausgelassene Tanz-Gelage im Takt der Hi-Lites der ersten 10 Jahre? „The Remixes“ sind jetzt komprimiert verfügbar, große Namen, bekannte Hooks, behandelt nach den bewährten Dance-House-Club-Methoden der umtriebigen Briten. Oli Lazarus liefert einen 60-Minuten DJ-Mix für den nächsten Ausflug noch obendrein. Ansonsten gibt´s jetzt ein wenig vom Name-Dropping, sollte als Empfehlung allemal ausreichend sein:

1. Reel People – The Remixes (Mixed by Reel People)
2. Heston – Resign 2 U (Reel People Vocal Mix)
3. The Company – Superstar (Reel People Vocal Mix)
4. Choklate – The Tea (Reel People Rework)
5. Jazztronik – Dentro Mi Alma (Reel People Remix)
6. Tony Momrelle – Fly (Reel People Remix)
7. Rocco feat. Kafele – Dream Cloud (Reel People Remix)
8. Sir Piers feat. Monique Bingham – Fools Got Nothin’ (Reel People Remix)
9. L. Young – I Love My Girl (Reel People Remix)
10. Incognito – Freedom To Love (Reel People Rework)
11. The Layabouts feat. Portia Monique – Do Better (Reel People Vocal Mix)
12. Kloud 9 – So Many Reasons (Reel People Remix)
13. Rasmus Faber feat. Melo – Come With Me (Reel People Remix)
14. Maysa – Runnin’ (Reel People Remix)
15. AAries – Don’t Give It Up (Reel People Rework)
16. Randy Crawford & Joe Sample – Respect Yourself (Reel People Remix)
17. Leon Ware – Work Me (Reel People Remix)
18. Debra Debs – Fizzy Lemonade (Reel People Remix)
19. Muzart – The Party After (Reel People Remix)
20. Deborah Bond – You Are The One (Reel People Vocal Mix)
21. Renn – Nights In Africa (Reel People Remix)
22. BSTC feat. JL – Love It (Reel People Rework)
23. Imaani – Found My Light (Reel People Vocal Mix)
24. Everyday People – Simmer Down (Reel People Remix)
25. Eddy meets Yannah – Reach The Sky (Reel People Remix)

Info: www.reelpeoplemusic.co.uk
Kaufen: itunes

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