BELLA WAGNER „Featuring…“ (Buyu Records)

Stil folgt Stimme. Bella Wagner hat die Kraft, der es gelingt, daß ihr vorgelegte Musikmaterialien, gleich welcher Provenienz, bedingungslos folgen. Frau Wagner gibt die alpenländische Eartha Kitt, sie schnurrt, gurrt, säuselt, dengelt, quängelt, züngelt sich auf ihrem Zweitling durch ein Sound-Potpourri, dessen Grenzen irgendwann im Meer Weiterlesen

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Gina Breedlove – Free

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SOUL TOGETHERNESS 2010 (Expansion)

Tage werden kürzer, Blätter fallen und Nebel wallen – eine Zeit, in der es sich kaum rundum wohlfühlen läßt. Aber dennoch immer höchst willkommen wegen der angenehmen Begleiterscheinungen – ein jeder von uns hat diesbezüglich sicher seine ganz privaten Präferenzen. Einig sind Weiterlesen

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CARMEN RODGERS „The Bitter Suite“ (Candigirl Music)

Bitter-Süß. Carmen Rodgers ist zurück. Danke dafür, denn ihr nunmehr schon vor fünf Jahren veröffentlichtes Debut hinterließ doch einen überaus positiven Eindruck, dessen Beweis der Nachhaltigkeit bis dato nicht erbracht werden konnte. Aber jetzt. Carmen ist nun ganz Frau, mit frischem Styling, wallender Haarpracht und Erfahrungen (und zwar die von der bitteren Sorte), die sie begleiteten und nun geradewegs zu den Tönen und Worten führten , die sie uns mit dem ersten EP-Teil eines Gesamtwerks vorstellt. Teil 2 folgt alsbald. Doch nun zum Thema. Carmen und ihre Freundinnen schwadronieren zunächst (und im Verlauf der Geschichte immer mal wieder…) über den Mann an sich und seine Fehler im besonderen, bevor sich ein Beat anschleicht, über dem Frau Rodgers ihre Klage („Tell Your Story“) anstimmt, sich in mild neo-soul-jazzige Gefilde und daraus mit strahlendem Optimismus hervorgeht, der sich mit einer von Akustikgitarre flankierten, freundlichen Hookline („Home“) wiederfindet. Mit „It´s Me“ gibt´s mehr vom neuen Soul, bevor „Never Again“ einem flink-stromlininenförmigen Drum&Bass Rhythmus den Vorzug gibt. Mit einem sparsam arrangierten Gefühls-Drama („Better U Than Me“) verabschiedet sichdie Dame bis zum Winter – dann kommt mit „Intermission“ die Fortsetzung der hier eingeleiteten Rückkehr einer Song-Stilistin, die über das Talent und Können verfügt die Weiten des modernen Soul angemessen zu durchschreiten.
Über: http://www.cdbaby.com/cd/CarmenRodgers2
Info: http://www.carmenrodgers.com

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THE URBAN SOUL COLLECTION VOLUME ONE (Soul Unsigned)

Contemporary, unsigned, urban Soul songbook connection – der gute Phil Driver ist durchaus erfindungsreich, wenn es gilt neue Spielwiesen für seine Schwarz-Musik-Sammelstellen in die Welt zu setzen. Nun also Soul mit urbanem Einschlag – nach eigenem Bekunden des Kompilators handelt es sich dabei um Musiken, denen der zufällig angehängte Rap-Mittelteil die allgemeine Anerkennung innerhalb der geschlossenen Soul-Zirkel bisher verbaute. Nun heißt es also vorschnell verfaßte Vorurteile abbauen und innerhalb der Ecken und Kanten des modernen R&B die wahre Seele zu entdecken. Der Mann weiß natürlich was er tut – sucht und findet in gewohnt gekonnt-wissender Manier die Perlen im Gestrüpp aus elektrischen Beatz, knarrenden Grooves und piefigen Sprechblasen. Bashyra, Ms. Monique, Lino Krizz, The New Congress oder J. Red liefern feine Beispiele dafür, daß einer stark formulierten Hookline keine noch so krumm programmierte Rhythmus-Maschine ein standhafter Widersacher sein kann. Derart gestärkt können auch die gelegentlich eingeblendeten Sprach-Artisten die Oberhand innerhalb des „neuen“ Soul-Geschehen gewinnen. Doch zu dieser Erkenntnis muß ein jeder Nutzer selbst kommen – vielleicht sollte als Einstieg in moderne Zeiten Cherri Prince und ihr freundliches „Just Say Hi“ erprobt werden – hier treffen weiche Harmonien auf ein einsames E-Piano, um einer gefühlig gestimmte Dame die Begegnung mit einem raubeinigen Redner so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Fazit: Wieder einmal ein unterhaltsamer Ausflug in die Tiefen des Indie-Soul – dieses Mal besonders spannend durch die besonderen Begegnungen mit dem Hip-Hop-Gruselmonster.
Wertung: 7,5/10
Kaufen: http://www.cdbaby.com/cd/usoul
Info: http://www.soulunsigned.com

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CEDAR WALTON “Animation / Soundscapes” (Soul Brother)

Achtung: Jazz! Cedar Walton spielt das Piano, profilierte sich mittels dieses Talents an der Seite von John Coltrane oder Art Blakey. In den frühen Achtzigern gelang auch ihm der Sprung in den Mittelpunkt des Geschehens – die hörbaren Ergebnisse dazu liefern uns die Londoner Soul Brüder Prangell nun in konzentrierter Form auf Compact Disc. Subtiler Jazz-Funk mit der Betonung auf Jazz, aber immer auf der zugangsfreundlichen Seite der Straße. Gern angereichert mit flinken Latin-Elementen wieseln Waltons Soli durch klar strukturierte Arrangements, in denen der 2-Mann Horn Sektion Bob Berg und Steve Turre die eindrucksvollen Akzente setzt. In weicherem Fahrwasser bewegt sich Herr Walton auf seiner „Soundscapes“ LP – punktuell eingesetzte Streicher geben dem Geschehen ein wärmendes Wohlfühlmäntelchen, dass in dem wunderbaren Soul von „Warm To The Touch“ mündet, in dem der immer großartige Leon Thomas eine Lehrstunde in Sachen beseelter Jazz-Vocals abliefert Allein dadurch lohnt das Abhören..
Über: http://www.amazon.de/Animation-Soundscapes-Cedar-Walton/dp/B003UZID3S/ref=sr_1_1?s=music&ie=UTF8&qid=1286318616&sr=1-1
Info: http://www.allaboutjazz.com/php/musician.php?id=11151

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GECKO TURNER “Gone Down South” (Lovemonk Records)

Einmal Richtung Süden und dann immer geradeaus – oder eben nicht. Gecko Turner ist der Mann, dem die Richtung einerlei ist, der stattdessen das (vermeintlich) Beste aus allen musikalischen Welten sammelt und so seine ganz eigene World-Music kreiert. „Gone Down South“ verlangt ein offenes Herz, einen ebensolchen Geist und frei zugängliche Hörorgane. Wem Gott will rechte Gunst erweisen, dem sind diese Grundbedingungen ohnehin gegeben – allen anderen sei angeraten den bevorstehenden Unbilden des Winters mit Gecko Turner im CD-Spieler gegenüber zu treten. Blues-Funk-Jazz-Soul-Samba-Bossa-Rock-Reggae-Afro-Beat – alles darf sein, alles ist Gecko-Style.
Über: http://www.amazon.de/Gone-Down-South-Gecko-Turner/dp/B003ZABFEM/ref=sr_1_1?s=music&ie=UTF8&qid=1286231098&sr=1-1
Info: http://www.geckoturner.com

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DARRYL ANDERS „Agapé Soul“ (Agapé Soul)

Weniger ist mehr. Gerade mal vier Titel enthält die CompactDisc, mit der uns Bassist Darryl Anders seine Soul-Vorstellung ganz nah an die Herzen legt. Entsprechend der eingangs erwähnten Maxime konzentrieren sich Darryl und sein Team in sich selbst ruhender Westcoast Soul-Jazz Spezis auf die Präsentation des hochwertigster Musik-Auslegeware. Butterweiche Beatz & Grooves mit exakt ausbalancierten Soul und Jazz Anteilen durchziehen das Song-Quartett, daß es unter gekonnter Hinzunahme von überaus wohltönenden Hooklines spielend mit den Standard-Werken des Genres aufnehmen kann. Gepflegtes Sound-Ambiente für den erwachsenen Genießer – mehr davon, und dann im handelsüblichen Großformat, demnächst.
Über: http://www.cdbaby.com/cd/andersagapesoul
Info: www.myspace.com/darrylanders

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DORIAN WRIGHT „Mind Full Of Music“ (L Records)

Honolulu, Hawaii. Die Sonne brennt. Grund genug einen schattigen Ort zum Verweilen und Musikschaffen aufzusuchen – umso schöner, wenn sich die notwendigen Fazilitäten der Räumlichkeiten den Strom für ihre Betriebsamkeit einzig aus der Kraft von Luft und Sonne beziehen. Nein, es folgt kein verschwurbeltes Geschreibe über die Vorzüge erneuerbarer Energien, sondern die einführenden Worte sollten eigentlich nur das Arbeitsumfeld eines Herrn namens Dorian Wright vorstellen. Ein Umfeld, daß den Mann dazu befähigt mittels seiner elektrischen Musikmacher ein Album einzuspielen, daß wir uns nun schon seit Jahren (oder gar Jahrzehnten?) von einem Stevie Wonder erwartet haben. Da dieser aber in irgendwelche kreativen Untiefen abgetaucht zu sein scheint, kommt „Mind Full Of Music“ gerade recht. Der Dorian hat den direkten Bezug zu großangelegten Keyboard-Arsenalen direkt im Elternhaus aufgenommen (Vater Gary Wright gelangte einst als „Dreamweaver“ zu weltumfassenden Synthie-Ehren) – zu jener Zeit muß auch der Kontakt zu Stevies Großwerken (und anderem 70ziger Soul-Stuff) entstanden sein, denn genau hier setzt „Mind….“ ein, greift die klassischen Elemente aus kräftigen Grooves, keyboard-basierten Arrangements und Melodie-Geistesblitze auf und setzt diese gekonnt in den Kontext der Jetzt-Zeit. Fünfzehn Song-Perlen reiht Dorian auf, eine Auswahl,, die auch abseits des Tanzbodens überzeugend daherkommt („Say I Do“ , „Janelle“ oder „Distance“) und wärmende Soul-Sonnenstrahlen direkt aus der Südsee durch die grauen Herbstnebel unserer Breitengrade treibt.
Wertung: 8/10
Kaufen: http://www.cdbaby.com/cd/DorianWright
Info: http://www.l-records.com

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KENI BURKE „You´re The Best / Changes“ (Expansion)

Hier ist der Platz für Superlative – leicht und locker dahin gestellt und bis dato auch immer noch unwidersprochen. Egal, zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussage paßte eben das eine zum anderen – und Soul-Funk-Jazz-Geschichte wurde gemacht und entsprechend benannt. Doch nun ist es an der Zeit einen Herrn zu würdigen, dessen Beitrag zur Black-Music-Historie vielfach auf den „Rising To The Top“ Basslauf reduziert wird. Welch´ großartiges Mißverständnis oder einfach Unverständnis, für die wahren musikalischen Werte, die Keni Burke Anfang der Achtziger auf Vinyl pressen ließ. Natürlich stecken hinter der (Wieder-)entdeckung dieses freundlich lächelnden Artisten die Herren von Expansion, die in den Liner-Notes mit überschwänglichen Hymnen die Vorzüge der Burke´schen Musiken (irgendwo zwischen Philly-Soul, Nile Rodgers, Frank McComb, Gino Vannelli…) lobpreisen. Selbstredend findet jedes Wort seine unmittelbare Bestätigung während des Abhörens der beiden Burke–Alben „You´re The Best“ und „Changes“, die Expansion dankenswerter Weise im Doppelpack auf einer CD serviert. Entspannte Midtempo-Schwinger in fein-ziselierten Arrangements stehen neben federnden Disco-Beatz – dazu eine Kollektion allerfeinster Balladen, alles auf den Punkt genau umgesetzt von einer Schar hochklassiger Musiker. Ein Programm, daß innerhalb seiner nun schon fast 30jährigen Laufzeit keinerlei Gebrauchsspuren angesetzt hat, jeder Take knackig frisch, jede Harmonie von zeitloser Eleganz – entdecken, kaufen, liebhaben!
Wertung: 9,5/10
Kaufen: http://www.amazon.de/YouRe-Best-Changes-Keni-Burke/dp/B004139TAE/ref=sr_1_3?s=music&ie=UTF8&qid=1286303122&sr=1-3
Info: http://www.homdrum.net/burke/

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