RE:JAZZ „Kaleidoscope“ (Infracom)

Jazz? Ja auch, aber. Re:Jazz lassen auf ihrem neuen Album alte Gepflogenheiten hinter sich, re-jazzen nicht (drei Ausnahmen von der neuen Regel gesteht sich die Combo dennoch zu) kunterbunt erwählte Fremd-Werke aus allerlei Bereichen des populären Musikschaffens, sondern führt stattdessen und dankenswerter Weise ihre Talente als Tonschmiede vor. So entsteht ein freundlich un-akademisches Gesamt-Werk. Man startet mit Soul-Pop (die immer wieder gern gehörte N´Dea Davenport übernimmt hier den Gesangspart, um diesen dann im späteren Verlauf der Re:Jazz Entdeckung Mediha zu überlassen, um sich dann immer mehr mit Jazz zu beschäftigen. Den Solisten wird Raum zum Nachweise von Talent und Können gegeben, während eine Etage tiefer unterschiedlichste Musiken ihre Re:Jazz Behandlung erfahren. Soul, Latin, Funk, House – hier wird fusioniert, mal mit Weather Report Attitüde, mal als sanftmütige Klangmalerei. Immer unterhaltsam, immer offen zugänglich, immer für den wiederholten Einsatz im heimischen Abspielgerät geeignet.

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POSITIVE FLOW „Flow Lines“

Kurz und gut: Positive Flow´s „Flow Lines“ sind wichtig und nur auf eigenes Risiko zu ignorieren. Jazz und Elektronics. Alles fließt, alles groovt, Omar, Stacy Epps, Colonel Red, Vanessa Freeman, André Espeut und Heidi Vogel sind stimmlich aktiv und „real strings“ sorgen für den Rest. Nun kann keiner sagen, er hätte es nicht gewußt!

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THE BOOGIE VOL. 3 (Tokyo Dawn)

Tokyo Dawn zeigt an. Die Beatz, die Richtungen, den Zustand der Tanzmusik anno 2012. Der 3. Teil der The Boogie Serie versammelt in gewohnt umfangreicher Manier kraftstrotzende Dance-Potenz zwischen allen Polen. Soul und Disco, Hip-Hop und Jazz, gebrochene Beatz neben Schlagwerk & Bass. Dazu mit Positive Flow eine Formation, deren demnächst zu veröffentlichendes Debut „Flow Lines“ sicher zu den wichtigen Neuerscheinungen des Herbstes zählen wird. Es bleibt dabei – Tokyo Dawn definieren und markieren immer noch den Status Quo auf den modernen Tanzböden dieser Welt.
Info: www.tokyodawn.net
Kaufen: tokyo dawn records

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TIM DILLINGER „Baton“

Wieder da. Nach längerer, teilweise unfreiwilliger, Auszeit macht uns Tim Dillinger wieder den kraftvollen Soul des weißen Mannes. Sein „Love Is On My Mind“ Album aus 2004 gilt gemeinhin als ein Hi-Lite dieses Jahrgangs und ist uns in entsprechend guter Erinnerung verblieben. „Baton“ zeigt unseren Tim wieder in der bekannten vokalen Stärke, angetrieben von einem schwer-tropfenden Beat und beseelt von Gospel und Blues. Ein passendes Album dazu sagt uns Herr Dillinger für Anfang 2013 zu.

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B. JAMELLE „Memoirs From The Thick Of It“

Mal wieder etwas für die Abenteurer unter der Leserschaft. B. Jamelle schert sich nicht um den Alltag, wenn es gilt ihre musikalischen Perspektiven umzusetzen. Da darf es dann ruhig mal ein wenig mehr von neben- und übereinander geschachtelten Tonfolgen sein. Es klickt und es klackt und irgendwann erscheint dann auch der Kern des Geschehens am Horizont. Klingt jetzt vielleicht doch ein wenig zu verwegen, denn eigentlich will sie nur spielen und und so ganz nebenbei von ihren Tagen und Nächten berichten. Außerdem sind am Gelingen von „Memoirs From The Thick Of It“ auch unsere Freunde von Columbia Nights beteiligt, denen man ja eher ein gutes Verhältnis zur Harmonie nachsagt. Beispiel: „Every Season is Summer“ – wie schön für uns.
<a href=“http://bjamelle.bandcamp.com/album/memoirs-from-the-thick-of-it“ mce_href=“http://bjamelle.bandcamp.com/album/memoirs-from-the-thick-of-it“>Memoirs From The Thick Of It by B.jamelle</a>

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KRISS MINCEY „Tickle Me Love“

„Whether near or far, love will always find you.“ Wie schön. Keine Ahnung, ob die Liebe auch schon die Kriss Mincey erreicht hat – sicher ist, dass sie davon singt und dafür gar bis nach Tel Aviv ausweichen muss. Sei´s drum. Das Abhören von „Tickle Me Love“ verdeutlicht die verschiedensten Stimmungslagen, wenn es um die Liebe geht und man selbst mittendrin ist. Natürlich alles nur gespielt, und zwar auf den Fundamenten, die uns der NeueSoul immer wieder bietet.
<a href=“http://krissmincey.bandcamp.com/track/tickle-me-love-tml“ mce_href=“http://krissmincey.bandcamp.com/track/tickle-me-love-tml“>Tickle Me Love (TML) by Kriss Mincey</a>

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LARRY GRAHAM & GRAHAM CENTRAL STATION „Raise Up” (Moosicus)

Fröhliche Urständ! Larry Graham, einst Grundlage des Sly & Family Stone Funk Konglomerats und dann als Vorsteher der Graham Central Station für eine Reihe handfester Alben in den 70ern an der Reihe, wagt sich aus der Ruhestands-Deckung, um dem Funk (und dem Funk) noch einmal deutlich Weiterlesen

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DARRYL ANDERS & AGAPÈ SOUL „Believe In Love“ (Darryl Anders)

“The place of love that’s in all of us.” Wie schön, dass es ihn gibt, diesen einen Platz der Liebe. Und jetzt liefern uns Darryl Anders und seine Band auch noch den passenden Wohlklang dazu. Meint er jedenfalls. Und wir müssen ihm nach Abhören seines ersten Voll-Längen-Albums „Believe In Love“ in vielen Fällen die volle Zustimmung zollen. Weiterlesen

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THE HURST SELECTION 2 (SoulandJazz.com)

Hier kommt zusammen, was zusammen gehört. Brian Hurst gelingt mit der zweiten Auflage seiner „Selection“ Reihe ein äußerst kompetenter Streifzug durch das maßgeblicher Musikgeschehen der vergangenen Monate. Soul & Jazz nennt er sein Unternehmen und in eben diesem Rahmen bewegen sich die Fundstücke, die unser Brian uns hier in komprimierter Form vorstellt. Weiterlesen

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NANNA B. „Sum O‘ Sometimes“

Dänemark ist schön. Die Küste ist lang, die Wiesen sind grün und manchmal scheint sogar die Sonne. Und sollte deren Schein uns mal wieder nicht erwärmen wollen, dann gibt es immer noch Frauen, die eben dort im Norden dem Soul ihre ganz persönlichen Seiten abgewinnen können. Die Lene Riebau mögen wir schon lang, die Marie Dahlstrom erst seit ein paar Wochen und nun erreichen uns die unterschwellig simmernden Beatz der Nanna B. – „Sum O‘ Sometimes“(knusprig frischer Groove, einige wirkungsvolle Jazz Einlagen, gut gekühlte Produktion) ist ein erster Auszug aus einem vollständigen Album, dass unter dem Titel „Vitaphone“ alsbald veröffentlicht werden soll (und nun inzwischen schon da ist) Wer nebenbei noch ein wenig mehr wissen möchte, dem sei der folgende Link-Ausflug empfohlen: scandinaviansoulAnsonsten gibt´s „Vitaphone“ direkt und günstig hier:
<a href=“http://gsmusic.bandcamp.com/album/vitaphone“ mce_href=“http://gsmusic.bandcamp.com/album/vitaphone“>Vitaphone by Nanna.B</a>

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