KRISTIN ASBJORNSEN „I´ll Meet You In The Morning“ (Emarcy)

Karge Sound-Landschaften, Reduktion auf das Wesentliche, Kristin Asbjornson. Die Norwegerin schließt mit ihrem neuen Album an ihr 2006er Debut an, denn auch für „I´ll Meet You…“ kommen Spirituals und Gospels aus einem ganz besonderen Songbook zum Vortrag. Ein Erbstück, dass ihr die 1990 verstorbene, aus Chicago stammende schwarze Sängerin Ruth Reese überlassen hatte. Eine zurückhaltend agierendes Quartett, Kristin Asbjornsen mit Seele und Inbrunst. Ernst. Melancholisch. Der tönende November.
Info: www.kristinasbjornsen.com
Kaufen: amazon
Auf Tour im Oktober:
25.10 Zeche Carl, Essen
27.10. Burghof, Lörrach
29.10. Unterfahrt, Munich
30.10. Stadtgarden/Cologne
10.11. A-Trane/Berlin
http://www.youtube.com/watch?v=gq3HQfP-yVo

Veröffentlicht unter Reviews, Shortcuts | Kommentar hinterlassen

GIOVANCA „How Does It Feel“

Giovanca startet. Von ihrer niederländischen Heimat-Basis wird sie alsbald ihre dritte Compact-Disc in die Umlaufbahn schicken. „Satellite Love“ ist das Album benannt – auf dessen musikalisches Angebot bereitet sie uns mittels „How Does It Feel“ vor, einem äußerst entspannten Midtempo-Floater mit freudespendender Old-School Jazz-Funk Note. Der Countdown läuft.

<

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

TIMOTHA LANAE „Red“ (Savannah Street)

Was lange währt, wird endlich gut. Im hier vorliegenden Fall sogar weit mehr, als nur „gut“. Timotha Lanae nahm sich Zeit, viel Zeit, um die Dinge, die ihre musikalische Visitenkarte werden sollte, reifen zu lassen. Vierzig Monate und mehr mußten vergehen, um „Red“ genau in dem von ihr gewünschten ganz besonders roten Farbton entstehen zu lassen. Wir gut, denn nun dürfen wir uns über eine der umfassendsten Schwarz-Musik Revuen dieses Jahrgangs freuen. Timotha höchstselbst beschreibt das musikalische Oevre im einleitenden „Smooth Music“ wie folgt: “A touch of Jazz, R&B, Soul and Hip Hop, too – I mix these things together and make my grooves“- So einfach sind die Dinge, vor allem dann, wenn man mit den einzelnen Ingredenzien derart geschickt umzugehen vermag, wie es diese Frau tut. Entfernt, aber immer näher kommend, ereilen uns Erinnerungen an Bernadette Cooper, die es in den 80ern vermochte den scheinbar fixierten R&B Routen jederzeit überraschende Zweigungen anzudocken – tolle Produktionen (natürlich immer sträflich unterbewertet, wie das „Madame X“ Album) säumten ihren Weg und die Timotha schließt hier und heute locker auf. Auf straffer Rhythmus-Basis, und unterstützt von einer illustren Musikantenschar, startet sie ihre Tour, auf der sie uns über jedweden Stock und Stein zwischen knackigem Minneapolis-Beatz und hochmodernen, Staub aufwirbelnden, Interpretationen aus der Classic-Jazz-Abteilung führt. Dazwischen immer wieder Momente verführerischer Ruhe, in denen wir auf einer Welle selbst entworfener Songs (deren Qualität selbstredend aktuelle Tage und Nächte überdauern wird) die eigentlich wichtigen Dinge zwischen Himmel und Erde verabreicht bekommen. Alles drin, alles dran, alles „Red“!
Musik: „My Man“ bei Soundcloud
Wertung: 9/10
Info: www.timothalanae.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter Grooves & Beatz, Reviews | Kommentar hinterlassen

KENYA SOULSINGER „Love You To Life“

Schon da! Gerade erst durften wir Kenya SoulSinger durch ihren „Sunny Day“ begleiten, da möchte sie uns auch schon mit einem gut gefüllten Album namens „Love You To Life“ einen weiteren Gefallen tun. Animiert durch Produzent Spyda „The Wise Musician“ bestätigt sie sich als die beste Wahl, wenn es gilt den R&B Status des aktuellen Jahrgangs musikalisch zu belegen. Wie sagen „danke“ und berichten demnächst weiter.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

DERRICK HODGE „Live Today“ (Blue Note)

Ein Mann, ein Bass, dazu beste Referenzen zwischen tagesaktuellem Jazz und zeitlosem Soul. Derrick Hodge spielt den Vier-Saiter für Robert Glasper und fungiert für Maxwell als Musical Director seiner Live-Aktionen – dazu Jazz-Jazz mit Terrence Blanchard oder neuer Soul mit Jill Scott. Eine durchaus illustre Gilde, nicht wahr? „Live Today“ bringt die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke des Derrick Hodge nun komprimiert zu Gehör – sicher geführt auf einem Untergrund aus Jazz, der es jederzeit und gern erlaubt weite Bögen durch und über diverse Sounds und Stile zu schlagen. Dort eine Erinnerung an Weather Report und Mahavishnu, hier eine Begegnung mit Hip und Hop und weiter hinten die Rückschau auf die eigenen Vergangenheit mittels Gospel und Marsch-Kapelle. Diverse Gäste (der Rap-Geselle Common, der Grenzüberschreiter Robert Glasper, der Sound-Maler James Poyser usw.) zeichnen für entsprechend kompetente Begleitung verantworlich – dazu sorgen die Beigaben eines beherrscht eingesetzten Streicher-Quartetts durch weitere Klangfarben für flankierende Maßnahmen, innerhalb derer selbst einer einsam bedienten Akustik-Gitarre verdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Blühende Landschaften aus Derivaten des Jazz.
Wertung: 8/10
Info: www.music.derrickhodge.com
Kaufen: amazon

Veröffentlicht unter ... and beyond, Reviews | Kommentar hinterlassen

WATER SEED „Vent“

Verspätung! Ein Umstand, der einem nicht nur die tägliche Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verleiden kann. Doch wie schön und erleichternd sind doch immer wieder die Momente, wenn am Horizont die Umrisse des einlaufenden Bahn-Transport-Geräts sichtbar werden – ähnlich erwärmend nun die Nachricht, dass das in seiner Erscheinung arg verzögerte neue Album der Formation Water Seed nunmehr Mitte Oktober verfügbar sein soll. „Wonder Love 2“ wird das Werk genannt, dessen Erzeuger sich auch wie folgt beschreiben lassen: „Water Seed is built like the perfect woman“. Was will man(n) mehr. Und die jetzt vorab zu Gehör gebrachte Single „Vent“ liefert per eigenständigem Soul-Jazz-Funk-Rock Gumbo, angereichert mit dezentem Prince-Flavour, ausreichend Gründe, weshalb sich die „Wonder Love 2“ Wartezeit unter allen Umständen lohnen wird. Der Zug fährt ab!

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

THE INTERNET „Don´t Cha“ (Odd Future)

Im Internet ist alles möglich! Die Sounds & Visions zum Thema kommen von The Internet, deren Mitmacher Syd The Kid für die Vokal-Aktionen und Matt Martians für die muskalische Surf-Anleitung verantwortlich zeichnen. Deren bisherige Meriten entziehen sich meiner Kenntnis, ihr Auftritt als The Internet darf aber jetzt schon zu den besonderen Musik-Erwähnungen dieses Jahrgangs gezählt werden. Eine äußerst erfrischende Melange diverser Spielarten zwischen Soul und Jazz – nachfolgend einige nachdrückliche Hör-Beispiele – ihr Album „Feel Good“ kommt in einige Wochen. Aufgepaßt!

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

SOPHIA BASTIAN „Juvenile Blues“

Die Sophia ist ein böses Mädchen – oder möchtest es zumindest sein. Denn sie möchte überall hin, und dafür ihr scheint kein Abweg zu waghalisg zu sein. Zuletzt konnte sie uns mit ihrer Version des Portishead Klassikers „Glory Box“ zu gefallen, jetzt gibt sie uns ihren Blues, gibt sich ruchig und handfest und wir landen wieder direkt in ihen Fängen. Schwäche. Sei´s drum, Frau Bastian erledigt die Dinge aber auch durchaus eindrucksvoll – wenn schon retro, dann eben so wie der „Juvenile Blues“. Demnächst übrigens auch auf Europas Bühnen.

Veröffentlicht unter Preview, Reviews | Kommentar hinterlassen

TRACY HAMLIN „This Is Your Life“ (DMH)

Soul-Sommer – wir blicken gern ein weiteres Mal zurück. Tracy Hamlin kam im Juni mit ihrem dritten Album auf uns zu – großangelegter Soul für Erwachsene steht auf dem Programm, wenn es für sie gilt ganz die eigenen Vorlieben zu betonen. Im Auftrag diverser Tanz-Animateure aus den Bereichen House & House fordert die Tracy zwischendurch auch schon mal unmißverständlich zu schwungvoller Bewegung auf, während ihr eigentliches Metier den Musiken ihrer weiteren Gastgeber (Pieces Of A Dream, Carlos Santana, Marcus Miller, Jonathan Butler, Kirk Whalum, Wayman Tisdale, Rick Braun, Jeff Golub, Esperanza Spaulding, Gerald Albright…) eher entgegenkommt. Mit ihrem neuen 10-teiligen Song-Zyklus führt uns die Dame durch ein überaus gediegenes Sound-Ambiente, dass mit allen Insignien der ganz Großen des Genres (Phyllis Hyman und Co.) angereichert ist. Entsprechendes belegt auch die Song-Auswahl, die natürlich auch auf diverse Vorgaben der Vergangenheit zurückgreift. Den Titeltrack, im Original von Jimmy Webb, hat auch schon Pferdeliebhaber Norman Connors für sein eigenes „This Is My Life“ Album in seiner unnachahmichen Manier umgesetzt, Bill Withers steuert „Let Me Be The One You Need“, Aretha ihren Klassiker „Ain´t No Way“ und mit Starpoints „Bring Your Sweet Loving Back“ geht´s auch in Richtung Dancefloor. Besonders nachhaltig gelang der Tracy das „Never Too Much“ des Luther Vandross. Ganz toll ist übrigens auch eine gerader veröffentlichter Remix von John Morales dazu. Also, wenn´s um „Dancing & Romancing“ in gediegenem Old-School Styling gehen soll, dann sollte Tracy Hamlin fortan im CD-Spieler bereitliegen.
Wertung: 8/10
Info: www.tracyhamlin.com
Kaufen: cdbaby

Veröffentlicht unter Grooves & Beatz, Reviews | Kommentar hinterlassen

THE STEPKIDS „Troubabour“ (Stones Throw Records)

Ohne Worte! Jedenfalls gelingt es denjenigen nicht, die ich finden würde, das musikalische Erlebnis in einigermaßen passende Beschreibungen zu gießen, dass uns die drei Herren der Stepkids bieten. Ebenso verschraubt und verzwirbelt, wie derartig einleitende Worte, gibt sich das Angebot, dass die Troubadoure mit ihrem zweiten Album vorlegen. Kunstvoll, künstlich-köstliche Kunst. Ganz sicher eine Herausforderung, deren unbedingte Annahme hiermit rundum empfohlen ist. Aber: ohne offene Gesinnung ist der Spaß an den Stepkids auf ein Minimum beschränkt, da die 3 mit derartigen Beschränkungen belastete Hörer konsequent den Eintritt in ihr Aural-Musuem verweigern. Also, Herzen auf – Ohren auf und hereinspaziert. Es warten wundersame Sounds & Visions, deren Entdeckung allemal Spiel, Sapß und Spannung mit sich bringt. Keine Tonfolge bleib ungespielt, keine Stil-Gemengelage ungedacht – na klar, ohne Soul kommen auch diese Männer nicht aus („Moving Pictures“), aber davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Wir nennen das Ganze jetzt mal „Art-Rock“ und denken, dass wir mit diesem Verweis auf die 70er die Dinge annähernd treffen.
Wertung: 8,5/10
Info: www.thestepkidsband.com
Kaufen über amazon

The Stepkids sind in Bälde übrigens in Europa unterwegs….
Nantes, France – Sep 20, 2013 – Scopitone Festival • 11PM
Nimes, France – Sep 21, 2013 – Marsatac Festival – La Paloma
Clermont-Ferrand, France – Sep 24, 2013 – La Cooperative de Mai • 8:30 PM
Paris, France – Sep 25, 2013 – La Gaite Lyrique • 8PM
Marseille, France – Sep 27, 2013 – Marsatac Festival / Docks des Suds
Berlin, Germany – Oct 1, 2013 – Privatclub • 9PM
Erfurt, Germany – Oct 2, 2013 – Franz Mehlhose • 9PM
Linz, Austria – Oct 4, 2013 – Stadtwerkstatt • 11PM
Zurich, Switzerland – Oct 5, 2013 – Stall 6 • 11:30 PM
Basel, Switzerland – Oct 6, 2013 – Kaserne • 9:30 PM
Hamburg, Germany – Oct 8, 2013 – Kampnagel • 9PM
Frankfurt am Main, Germany – Oct 9, 2013 – Das Bett • 8:30 PM
Vienna, Austria – Oct 10, 2013 – Fania Live • 1AM
Cologne, Germany – Oct 11, 2013 – Club Bahnhof Ehrenfeld • 8PM
Bristol, England – Oct 13, 2013 – Bank of Stokes Croft • 10PM
London, UK – Oct 14, 2013 – Lexington • 9:20 PM
Utrecht, The Netherlands – Oct 16, 2013 – Ekko • 9:30 PM
Brussels, Belgium – Oct 17, 2013 – Botanique – Rotonde • 9PM
Amsterdam, The Netherlands – Oct 18, 2013 – Paradiso • 7:30 PM
Rotterdam, The Netherlands – Oct 19, 2013 – Bird • 8PM

Veröffentlicht unter ... and beyond, Reviews | Kommentar hinterlassen