KENYA SOULSINGER „Love You To Life“

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben. Eine neue Frisur manchmal auch. Beides steht der Frau, die sich Kenya SoulSinger nennt, überaus gut zu Gesicht. Grund genug also, dass wir hier und jetzt noch einmal auf ihr „Love You To Life“ Album hinweisen, dass zweifelsfrei zu den besseren Nu-Soul Geschehnissen dieses Jahrgangs zählt. Zweifel? Dann sollten diese schnellstens ausgeräumt werden – Kenya bietet dazu die filmische Umsetzung des „Love You To Life“ Titels an. Alles OK jetzt?

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WATER SEED „Wonder Love 2“ (Water Seed Music)

Das Wunder der Liebe. Erläutert und in ganz eigener Manier interpretiert von den 5 Damen und Herren aus New Orleans. Water Seed steht für die moderne Variante des ortsüblichen Sound-Gumbo. Keine Scheuklappen, keine Hemmungen, offen für Musiken jedweder Herkunft und talentiert genug, um dem daraus entstehenden Gebräu die notwendigen Eigenheiten zu verpassen. Dazu bevorzugt das Quintett die etwas härtere Gangart – die Rhythmusabteilung setzt sich schlagkräftig in Szene, die Hörner setzen deutlich Akzente, ohne sich immer an irgendwelche Spiel-Regeln zu halten, während die Tasten-Abteilung dann bei Bedarf die Fäden zusammenhält oder auch mal ein wenig vom süßen Zuckerguss verteilen darf. Obendrein eine gern eingesetzte Flöte und warmtönende Stimmen, die sich besonders herzlich auch um Gäste, wie Jon Bibbs oder Dain Harris kümmern. Neuer Soul, alter Funk, guter Jazz, nöliger Hip-Hop, knarziger Rock – Water Seed!
Info: www.waterseedmusic.com
Kaufen: itunes


http://www.youtube.com/watch?v=eEwDNXgmnIM

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TY CAUSEY „Good Old Fashioned Love“

Bewährt und gut. Und keine Experimente. Warum auch, wenn die stets wohltuenden Rezeptur passgenau ins Ziel führt. Dieser Maxime folgend erläutert uns der Ty Causey in freundlichen Worten nicht nur die ewigwährenden Vorzüge der Liebe, sondern packt diese natürlich auch in seinen immer wohltuend kühl-reduzierten Soul-Jazz, der dem Vokal-Mann ausreichend Platz zum atmen gibt. Das neue Album, passenderweise mit „Cool In My Skin“ betitelt, soll dem Vernehmen nach im Dezember vorliegen.

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BET.E & STEF „It´s All Right“ (Compost)

Zu schön, um wahr zu sein? Bet.e singt, der Stef, der spielt dazu. Gemeinsam verwandeln sie den Sonnenschein zu Klang und Kling. Aha. Keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass das Duo aus dem oftmals kühlen Kanada stammt und die Bet-e in jungen Jahren diverse Kracher zwischen Siouxsie and the Banshees, Bauhaus und den Einsturzenden Neubauten zu goutieren pflegte. Für derartig schwierige Fälle kam als Beelzebub in der Zeit des Erwachsenwerden natürlich nur die einschmeichelnde Harmonie des Bossa Nova in Betracht. Gefunden, wie gesucht. Das perfekte Zusammenwirken zweier Musikanten, denen es eine Herzenssache ist das Schöne dieser Welt in Töne zu gießen. Wie gut, dass die Beiden nach Jahren des Getrenntseins jetzt wieder gemeinsam ans gute Werk gehen. Eine passende Gelegenheit also einmal die Archive zu durchstöbern und die Schätze vergangener Zeit dem nach Wohlklang dürstenden Winter-Publikum zur Verfügung zu stellen. „It´s All Right“ bringt Rares und Wahres von Bet-e und Stef, dazu eine umfangreiche Sammlung frisch angelegter Remixe, die unter den Händen u.a. von Louie Vega, King Britt, Andy Caldwell, Nicola Conte, Buscemi, Nickodemus, The Lost Fingers, Rainer Trüby, Vic Lavender oder Richard Dorfmeister entstanden sind. Nach den Bossa-Pop-Jazz Originalen gibt´s also auch die zeitgemäße Aufarbeitung für die Flächen, die zum Tanze einladen.
Info: www.beteandstef.com
Kaufen: amazon

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JESSE FISCHER feat. SLY 5TH. AVE. „Watermelon Man“

Alter Wein in neuen Schläuchen. Und im Fall des „Watermelon Man“ eine überaus gerechtfertigte Hommage an Herbie Hancock und seinen Headhuntern. Grund: die Jazz-Funk Pioniere intonierten vor exakt 40 Jahren ihre Version des Hancock-Klassikers, der im Original 1962 auf dessen Langspielplatte „Takin´ Off“ seinen Auftritt hatte. Seitdem kursieren die vielfältigsten Varianten in unübersichtlich großer Zahl – Zeit also die Melodie auf den Punkt zu bringen. Jesse Fischer, den aufmerksame SonicSoul Nutzer bereits gern hören, wenn es gilt zeitgemäße Jazz-Episoden zwischen hohem Anspruch und größtmöglicher Akzeptanz umzusetzen. Hier kommt zusammen, was zusammen gehört – zeitlose Tonfolge mit hochaktuellem Anstrich.

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LADIES OF DLP „Smoove“

Eine lange Geschichte. David Lee kennt man auch als Daveo. Als solcher ist er ein überaus erfahrener Rhythmusgeber, der sich seine ersten Meriten unter der Anleitung der Familie Troutman (Roger und Zapp! natürlich) in Ohio verdient hat. Irgendwann zog es ihn nach Atlanta, dort war er immer dann gefragt, wenn es bekannte Show-Größen in die Stadt trieb und ein solider Schlagzeuger wichtig war. Doch damit nicht genug – David gründete sein Daveo Lee Project, dem er nun noch seine Ladies hinzufügte. Klar, Christina Berry und J-Marie Rodriguez sind jetzt die Ladies Of DLP und als solche gehen sie mit einer äußerst soliden R&B Vorstellung an den Start. „Smoove“ ist genau das und besitzt ausreichend Soul, um auch den eingebildeten Freunden unserer Musik die rechte Gunst erweisen zu können.
http://www.youtube.com/watch?v=uM7po8X9QD0

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DIANNE REEVES „Beautiful Life“ (Concord)

Ein schöneres Leben durch schöne Musik. Dianne Reeves bringt uns nach langjähriger Schaffenspause das wichtigste Soul-Jazz Erlebnis der Saison, zumindest wenn es gilt ihre aktuelle CompactDisc mit den Auslegungen anderer Jazz-Damen zu messen. Gemeinsam mit Terri Lynne Carrington, die sich unter (fast) durchgehendem Verzicht auf den sonst für sie reservierten Platz an den Trommeln ausschließlich in Produktion und Ausgestaltung des 12-Teilers aufgehen konnte, gelingt der hoch-dekorierten (4 Grammies…) Dianne ein umfassendes Werk, dass durchaus am festgefügten Stand der Vokal-Jazz Dinge rüttelt, ohne sich in irgendeiner Weise in schlaue-meierischen Sound-Experimenten oder hanebüchenen Fusionen zu ergehen. Frau Reeves rüttelt eher auf die sanfte Tour – mittels genau passender Vibration und schlau ausgetüftelten stilistischen Feinheiten. Derart justiert geraten auch vermeintliche Gassenhauer (von Marvins „I Want You“ Eindeutigkeiten bis hin zu den „Dreams“ die einst Stevie Nicks bei Fleetwood Mac durchwachte) zu wunderbarsten Neu-Tönern, die sich im gemeinsamen Chor der hier versammelten Song-Versionen (von Bob Marley gibt´s „Waiting In Vain“ und von Ani DiFranco „32 Flavors“) ausnehmend gut darstellen. Die Carrington (die von ihr zusammengestellte Gästeliste glänzt zudem mit Namen wie George Duke, Lalah Hathaway, Esperanza Spalding, Gregory Porter oder Robert Glasper) trägt hier Verantwortung, war sie es doch, die die Sounds&Visions einrichtete und die stimmlichen Besonderheiten der Titelheldin in diesen äußerst angenehm-unangestrengten Musik-Rahmen einpasste. Schön so.
Wertung: 8,5/10
Info: www.diannereeves.com
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THERESA GRAYSON „Live2Love“ (L2L)

Kunterbunt. Theresa Grayson gibt´s sich farbenfroh und gibt auf dem Umschlag ihrer aktuellen CompactDisc „Live2Love“ durchaus Anlaß ebensolchen musikalischen Inhalt erwarten zu dürfen. Die große Dianne Reeves hat´s eben in ähnlicher Color-Kulisse vorgemacht wie wunderbar das klingen könnte. Doch Theresa bleibt bei ihren Leisten und die bewegen sich in gediegener Smooth-Jazz Atmosphäre. Das ist selbstredend perfekte gestylte Behandlung der Instrumente, die sich allerdings nur in den genre-typischen Bahnen hören lassen. Das groovt beizeiten mal ganz ordentlich, doch letztlich sind die Zügel straff gezogen. Wer´s mag, der wird ordentlich bedient – und für uns gibt´s dann beim nächsten Mal noch ein paar Vocal-Tracks mehr, denn Frau Grayson vermag nicht nur ordnungsgemäß ins Horn zu stoßen, sondern nennt auch eine durchaus kompetente Stimme ihr eigen.
Info: www.theresagrayson.com
Kaufen: cdbaby

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DISCLOSURE – SAM SMITH – NILE RODGERS – JIMMY NAPES „Together“

Hit! Der Nile Rodgers findet sich in 2013 wieder als Taktgeber blasser Jungs wieder – eine Funktion, die er einst auch schon für Kapellen, wie Duran Duran oder den Herrn Bowie ausfüllen maßgeblich ausfüllen konnte. Die Klasse des David B. werden Disclosure sicher in keinem Stadium ihrer vermeintlichen Karriere erreichen, dennoch gelingt es ihnen unter der Anleitung des Nile Rodgers und der stimmlichen Unterstützung durch Sam Smith eine überaus neureiche Charts-Nummer aufzulegen. Alle „Together“ – und dann mal los.

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BUIKA „‚La Noche Más Larga“ (Warner)

Europareise. Teil 12: Spanien. Die Nächte werden länger – schön, dass uns Buika durch die allerlängste dieser Nächte begleiten kann. Buika ist Südeuropa und Afrika, ihre Stimme verbindet lateinamerikanisches Feuer und afrikanischen Geist. Welt-Musik im besten Sinn.


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