TY CAUSEY „Cool In My Skin“ (Tyvonn Records)

Der Mann unseres Vertrauens. Kein Wunder, denn schließlich gelingt es dem Ty Causey in schönster Regelmäßigkeit seinen Standard zwischen dem Soul-Pol und dem Jazz-Pol zu festigen und mittels kaum merklicher Nuancen (ab jetzt eventuell mit einer ganz dezent nachdrücklicheren R&B Note) weiter zu verfeinern. „Cool In My Skin“ – natürlich wissen wir, dass der Ty die personifizierte Coolness darstellt – keiner, der ihm diese Eigenart in Sound und Groove seiner Musiken kopieren kann – keiner, der mit dieser selbstbewussten Überlegenheit die Soul-Dinge regelt. Solide Beatz, entspannter Flow, greifbare Linien der Melodie – eingespielt in bewährter Qualität. Written, arranged & produced by Ty Causey – mit gelegentlichem Support, wie nachfolgend abhörbar. Ohne Fehler.
Wertung: 7/10
Info: www.tycauseymusic.com
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LADY DAISEY „We Will“

Die Lady macht Stimmung! Gute, natürlich. Ihrem Charme, den sie in Kombination mit den Beatz & Grooves des Batsauce am effektivsten zum Einsatz bringt (kein Wunder, denn der Produzent ist zeitgleich auch ihr Gatte), kann sich die geneigte Hörerschaft kaum entziehen. Demnächst wird sie uns hören lassen welche Tunes sie sich mittels ihrer Kopfhörer zu Gemüte führt – vorab gibt´s aus „In My Headphones“ schon mal das überaus freundliche „We Will“ – der Rhythmus beherrscht behende den Hintergrund, der Akustik-Bass schwingt sich in greifbare Nähe und die Daisey singt mit gespielter Unschuld dazu. Kein Pop, kein Jazz, kein Soul, kein Hip-La-Hop, sondern eine perfekte Melange aus den uns bekannten Zutaten. Aber eben mehr als die Summe seiner Teile!

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THE DECODERS „Revisited and Reworked Vol. 2“

Fast verpasst! Die Decoders aus L.A. (drei Herren namens Todd M. Simon, Itai Shapira und Adam Berg) tun wieder einmal das, was sie am besten können. Aus alt mach neu, und bevor das Neue wieder alt wird, dann wird´s noch einmal runderneuert. Ihre über Bandcamp zum kundenfreundlichen „name your price“ Abgabekurs angebotene enthält neue Bearbeitungen einiger ihre 2013er Hi-Lites. Mit Tiefgang – zwischen frisch gestromten Schwingern und vielschichtiger Dub-Atmosphäre. Spannend.

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RAJDULARI „Juicy Fruit“

Klar, das „Journey Of A Woman“ Album ist seit Neujahr verfügbar – zumindest als Download. Am 17.01 gab´s die offizielle Party dazu und da wir uns bei SonicSoul immer ein wenig Zeit lassen das Besondere zu genießen gibt´s als weiteren Vor-Geschmack auf Rajdularis zweites Album hier und jetzt ihre Bearbeitung des Mtume Klassikers „Juicy Fruit“. Die Spannung steigt.
http://www.youtube.com/watch?v=uoMT3L2C284&feature=youtu.be

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SOUNDS OF UNIVERSAL LOVE (Expansion)

Ein weites Feld. Eigentlich bemerkt das britische Fach-Magazin „The Soul Survivors“ eigentlich ja keinerlei Soul-Musiken, die sich außerhalb seines Orbits bewegt. Dieser liegt in etwa innerhalb eines zeitlichen Radius zwischen 1968 und 1988 – demnach war es eigentlich keine Frage in welcher Soul-Welt eine von Da Buzzboy Fitzroy, seines Zeichens als Fitzroy Facey hauptverantwortlich für die Ausrichtung des oben genannten Presseorgans, zusammengestellte Kompilation sich bewegen würde. Doch weit gefehlt, denn auch im Herzen eines ausgewiesenen Old-School-Kameraden glimmt die heimliche Sehnsucht nach neuem Stoff. In diesem Sinne versammeln sich bei den „Sounds Of Universal Love“ auch aktuellere Themen – aber immer mit dem nötigen Tiefgang, natürlich. Nach nicht ganz zweifelsfreiem Beginn steigert Fitzroy („A Little Bit Of Love“) Tempo und Qualität. Und mittels eines sphärischen Ausflugs mit Lonnie Liston Smith („Journey Into Love“) geht´s dann endgültig in die Höhe, auf der es sich zunächst die Zeitgenossen Omar, Bluey (Incognito), Amp Fiddler, Kenny Wellington und Robert Strauss (Personal Life) bequem gemacht haben. Dazu eine muntere Auswahl fein selektierter Nummern aus den Speichern von George Duke und Steve Arrington, der Brass Construction, der Gap Band und Cameo oder auch Patrice Rushen und Linda Clifford. Alles gut, alles gern gehört – gestern, heute und morgen.
Wertung: 8/10
Info: www.thesoulsurvivors.co.uk
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THE ILLUMINATION EXPERIENCE „Something´s Up“

Europareise. Teil 19: Portugal. Es werde Licht! Ein besondere Erfahrung. Zuletzt konnte uns das Familien-Gespann mittels eines sonnigen Schiebers im SoulP-Mix und einiger bezirzender Bilder für angenehme Aufmerksamkeit sorgen – jetzt steht alsbald das Debut-Album an, dass die Herren mit „Something´s Up“ schon einmal avisieren. Flotte Nummer zwischen Disco und Jazz-Funk. Und obendrein gerade noch frei erhältlich. Bitte dazu untenstehenden Soundcloud-Link nutzen und Spaß haben.

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TRACY HAMLIN „Home“ (Quantize)

Zuhause bei Tracy Hamlin. In den eigenen 4 Wänden zeigt die Frau ihr wahres Gesicht. Klar, wir kennen sie, wir hören sie, wir mögen sie sehr – als stilsichere Interpretin, die dem Jazz im Soul eine faire Chance gibt und die allein mittels Stimme und Auftritt auch durchschnittliche Song-Ideen wertig klingen lässt. Immer elegant, immer sophisticated, immer ganz Dame. Doch daheim löst sie sich von Hemmungen, alle Bremsen los und volle Fahrt voraus. Geradewegs in Richtung des nächstgelegenen Tanzbodens. „Home“ bringt toughe House-Beatz (was auch sonst?), knappes Club-Zeugs und flimmernden Disco-Stoff. Dazu nutzt die Tracy einige Nummern aus ihrem umfangreichen Song-Book, die sie einigen bewährten Mix-Machern zum Spielen überlässt. DJ Spen durfte sich bei Frau Hamlin besonders heimisch fühlen – neben einer Knack-Version des Vandross-Klassikers „Never Too Much“ (dazu gibt´s noch eine wesentlich packendere Variante, die unter der Regie von Altmeister John Morales entstehen durfte), wagt er es auch das Titelthema des jüngsten Hamlin-Albums „This Is Your Life“ mit einem dieser ganz trockenen Mtume „Juicy Fruit“ Beatz zu unterfüttern. Keine Kompromisse, es wird getanzt im Hause Hamlin. Aber immer mit Seele und Emotion. Vielen Dank für die Einladung.
Wertung: 8,5/10
Info: www.tracyhamlin.com
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VYANN EXPERIENCES „1er Voyage“ (Collective Ressonance)

Europareise. Teil 19: Frankreich. Jazz. Eigentlich. Das Fahrwasser in dem sich das französische Musikanten-Kollektiv bewegt ist gut gefüllt mit wunderbaren Instrumental-Passagen – dazu entspannte Harmonien des Jazz, die sich aber immer gern mit den modernen Ausläufern des Soul zu einer dieser hippen Mixturen im Zwischenraum der Ideen von Robert Glasper oder José James verbinden. „Soulmilf“ (was für ein Titel!) klingt genauso, während „Sound Concentration“ sich munter im Umfeld britischer Fusions-Sounds aller Tage tummelt. Bemerkenswert. Wir hätten gern noch eine Portion.

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L. YOUNG „I Love My Girl“ (Reel People Remix)

Mix-Trix. Garantiert solide Dance-Beatz aus den Reel People Studios, die uns zuletzt mittels famoser Brit-Soul Musiken von Tony Momrelle oder Imaani erfreuen konnten. L. Young ist einer dieser allzeit-gemäßen US-Indie-Soul Männer, denen es immer wieder gelingt traditionell bodenständige Grooves mit moderner R&B Attitüde zu verbinden. „Reverb“ nennt sich sein aktuelles Album, „I Love My Girl“ greift als knackiger Midtempo-Schieber mit passender Hookline. Die Reel People akzentuieren das Tempo und die Stärken des Originals, während der NewYorker House-Meister Frankie Feliciano die Dinge direkt auf die Tanzböden bringt. Ab dafür.

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GLAM SAM & HIS COMBO „The Concept Of Being Hip“

Europareise. Teil 18: Schweden. Der Mats Samuelsson ist Glam Sam und als solcher ein Mann von Stil und Finesse. Darauf legt er allerhöchsten Wert. Und darauf, dass die Beatz knacken und die Grooves schön rund durch die Genres und Jahrzehnte flitzen. Irgendwie elektrisch. Disco und Jazz, oder Jazz in der Disco, oder was auch immer – Hauptsache: „Feeling Groovy!“ Nach Ausflügen in Richtung Paradies, Brooklyn oder die französische Riviera erschien es dem Mats wohl an der Zeit seine Reise-Erinnerung in komprimierte Form zu gießen. Also kommt als nächstes ein umfassendes Greatest Hits Album – daraus die Glam Sam typische Anleitung zum Glücklichsein: „The Concept Of Being Hip“. Das sitzt richtig!
„Feeling Groovy – Glam Sam´s Greatest Hits“

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