Y´AKOTO „Perfect Timing“

Von hier. Oder eigentlich auch wieder nicht. Egal, sicher ist, dass Y´Akoto den Soul, den Beat und ihre ganz spezielle Aura sicher nur in bestimmten Nuancen ihrer Hamburger Basis zu verdanken hat. Egal, denn die Dinge passen, für hierzulande gestylten Schwarz-Musik keine Selbstverständlichkeit. Zudem besitzt „Perfect Timing“ mittels rollendem Groove genügend Swing, um uns durch den Sommer zu tragen und mittels der pop-affinen Produktion des Mocky obendrein auch veritable Hit-Qualität. Album mit dem schönen Titel „Moody Blues“ kommt übrigens dann am 22. August zu uns.

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MAURISSA ROSE „Too Nice Today“


Maurissa Rose! Finden wir gut. Nicht wegen ihrer maßgeblichen Beteiligung am Gelingen von Kems „If It´s Love“, sondern natürlich wegen „Thinking About You“ und „MarMalade“ – schwingende Midtempo-Freude und dezent vorgetragenes Soul-Feuer. Und jetzt „Too Nice Today“, ein perfekter Soul-Jazz Vortrag, der nun endgültig den Weg für ihr schon längst überfälliges Album „Love Is My Religion“ freimachen soll. Sehr gut.

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BILLIE BLACK „I Don’t Need Another Lover“

Aus London. 19jährig. Und mit Drang und Talent für ganz vorne. Billie Black macht den Elektro-Soul, mit Stimmung und einer gewissen Eleganz, die ihre Songs auch um verknarzte Ecken führen kann. Sicher ist, dass wir alle von Fräulein Black in Zukunft mehr, oder besser viel mehr, hören und sehen werden.

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RICHARD SPAVEN „SideIISide“

Abenteuer mit Schlagzeug. Richard Spaven ist sicher der aktuell spannendste Rhythmus-Macher – sein Spiel ist mitunter kantig und um die Ecken angelegt, immer überaus präsent, präzise und in jedem Takt speziell. Kein Wunder also, dass er in der Band von José James (dessen neues Album übrigens überraschend toll, weil anders, ist!) das Tempo bestimmt und auch für Musik-Vordenker Mark de Clive-Lowe oder Flying Lotus die Taktstöcke schwingt. „SideIISide“ ist ein typischer Spaven Rhythmus, dazu gibt´s karge Elektronik und die Stimme von Sharlene Hector. Das Debut-Album „Whole Other“ folgt in diesen Tagen – Jazz der ganz eigenen Art ist gesichert.

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DANIEL CRAWFORD „The Awakening“

Mal wieder Jazz. Natürlich auf der Höhe der Zeit. Angereichert mit dem wichtigen Anteil Soul, unter besonderer Berücksichtigung einiger volltreffender Vokal-Beiträge (der immer großartige Cleveland P. Jones, Nu-Funkateer Amp Fiddler, Philly-Soul Erneuerer Vikter Duplaix) – dazu eine Spur Hip-Hop, Funk und selbstbewusst auftretende Reminiszenzen aus den Tagen der kraftstrotzenden Fusions-Musiken. Daniel Crawford zeichnet für diese weiträumig angelegten Jazz-Ausflüge verantwortlich, sein Spiel am Piano und allerlei elektronischen Klangmachern, prägt das Geschehen. Dabei gelingt es dem Mann seine Tastaturen dem jeweiligen Sound-Erfordernissen perfekt anzupassen – er kann den lyrische-verträumten Pianisten und wechselt im darauffolgenden Take zum Beherrscher aller Synthesizer Berge, selbstredend immer mit intensiver Freude am eigenen Spiel und der Gabe scheinbar bekannten Stil-Mustern immer wieder spannend klingende Arrangements abzugewinnen und diese dann mit feinen Melodielinien zu bereichern. Gute Gründe wach zu bleiben.
Wertung: 8/10
Info: Facebook
Kaufen: Bandcamp

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LISA TAYLOR „Intuition“

Na klar, wir mögen die Lisa Taylor und die Lisa mag uns. Sie zeigt´s uns ein weiteres Mal mit „Intuition“ – einem groß angelegten +Midtempo-Schwinger auf Big-Beat Basis und einladender Hookline. Übrigens ein erster Eindruck aus einer bevorstehenden EP, mit der Lisa Taylor ihren Status als SonicSoul-Favorite sicher bestätigen wird.

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TOCO „Memoria“ (Schema)

Schöne Musik. Bossa und Jazz. Direkt aus Brasilien. Fernab vom aktuellen Getöse rund um die Geschehnisse im Land – gänzlich fokussiert auf das Zusammenspiel von Gitarre, Rhodes, sowie einigen schmückenden Beigabe aus Hörnern, Streichern oder gelegentlichen Electronics. Melancholie auf dem sanften Wellenschlag der BossaNova. Wir blicken in den Sonnenuntergang. Tomaz di Cunto, der sich auf der Bühne Toco (portugiesisch für „Spiel“) nennt, macht die Töne – seine Liebe gehört dem Land und den Leuten, und der Musik, die sie bewegt. Mittels „Memoria“ gibt er seinen Erinnerungen Rhythmus und Melodie, die durch die Expertise des von allerlei Jazz-Ausrichtungen geprägten Produzenten Stefano Tirone ganz sorgsam mit zeitgemäßen Zwischentönen unterlegt wurden. Zeit zum Ausruhen, Zeit für Toco.

Kaufen: amazon
Info: www.ishtar.it

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BERNADETTE COOPER „I Am Your Diva Savior (Blowin The Spot Up)“

The Diva is back! Bernadette Cooper, seit den 80er Erfolgen mit Klymaxx („The Men All Pause“), den innovativen Produktionen für Madame X und Alisa Randolph und ihrem eigenen Soul-Funk Statusbericht „Drama According to Bernadette Cooper“ in einer eigenen Liga spielend und nun wieder da. Solo. Und mit Funk und Verstand. „I Am Your Diva Savior“ ist James Brown und Prince aus der Perspektive von Frau Cooper. Knackig, bewegend und mit Durchschlagskraft. Old School? New School? Cooper School! Unter dem passenden Arbeitstitel „The Last Diva On Earth“ entsteht derzeit ein komplettes Album – wir sind dabei, sobald es weitere Musiken daraus gibt.

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MESHELL NDEGEOCELLO „Comet Come To Me“ (Naive)

Einfach anders. Und dabei ganz mühelos, geradezu selbstverständlich und entspannt. Mittels ihres nunmehr schon elften Albums gibt sich die Meshell ganz unverblümt als Musikerin für Musik als Musik zu verstehen. Keine Krampfkurven, keine unnatürlichen Posen, sondern unverschnittenes Sound-Gut oberhalb jedweder Genre-Grenzen. Auf die hat die Bassisten ohnehin schon immer gepfiffen – einst gestartet als New-Funk-Soul Artist unter dem Schirm der Madonna, dann über Stock und Stein zwischen traurigem Liedern und Impro-Jazz und jetzt angekommen in ruhig fließenden Sound-Gewässern, deren eigentliche Tiefen sich erst nach intensivem Abhören von „Comet Come To Me“ erschließt. Klar geordnete Songs unter Einflüssen von britischem Rock, allgemeinem Pop, karibischem Reggae, hauchfeinem Jazz und einer fast schon irrwitzig deplatzierten Hip-Hop Verbeugung. Das klingt auch für verwöhntes Publikum einfach gut – dazu spannend, wegen des durchschimmernden Tiefgangs in Richtung Unendlichkeit. Zulassen, zuhören. Dem Vernehmen nach soll „Comet…“ das letzte Album seiner Art sein, dass uns die Ndegeocello geben will – die Zukunft soll anders sein. Aha!

Wertung: 8/10
Info: www.meshell.com
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MR. BIRD feat. GREG BLACKMAN „Lo-Fi Classics“ (bbe)

Steve Bird ist Mr. Bird. Als solcher agiert er aktuell von Lissabon aus. Seine Mission: die Verbreitung des guten Soul. Ohne Schnick und ohne Schnack. Hauptsache Melodie und Rhythmus passen. Das Ding aus der Vergangenheit eben. Passender Titel: „Lo-Fi Classics“. Dabei geht es dem Bird natürlich nicht um das Abspielen irgendwelcher sattsam bekannter Gassenhauer aus den Jahren zwischen Motown und 80´s Disco, sondern um das Aufgreifen der Stimmungen und Ideen, die den Soul zwischen den USvonA und den britischem Königreich in jenen goldenen Zeiten befeuerten. Der Mann kennt sich aus. Gut, dass er ebenfalls weiß, was es heißt diese Erkenntnisse in passende Töne zu gießen – noch besser, dass er sich dazu auch auf die wichtige Unterstützung von Sänger Greg Blackman vollends verlassen kann. Blackman kann Philly und Gospel, aufgedreht und schwermütig, eine Stimme, die weiß wie Soul geht. Gute Unterhaltung!

Info: www.mr-bird.com
Kaufen: amazon


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