UK-SOUL TUESDAY mit VICTOR HAYNES „Touch & Go“ – JAGUAR SKILLS & OMAR „Loving Someone“ – MARSHAYNE „I Kneel For You (Soul ShakeDown Mix)“ + LOOSE ENDS „Gonna Make You Mine / Forever More“


Machen wir’s kurz und stellen unumwunden fest, dass die alte Garde des britischen Soul-Geschehens auch in unserer Jetzt-Zeit noch in Bestform befindet. Kein einfach Ding, wenn man (zumindest in Teilen) schon seit den 80ern für den guten Klang des Genre sorgt. Aber Herren vom Schlag eines Victor Haynes verstehen eben ihr Handwerk. Die Stimme im Lot, die Beatz und Grooves stets ausgewogen, aber eben auch mit dem nötigen Grad an Tiefgang, um irgendeine Form von Beliebigkeit zu umkruven. „Touch & Go“ ist Victors aktuelle Single und zugleich Vorbote zum neuen Album – fehlerfreie Performance aus fließenden Hooks, ausreichendem Tempo und gut gestaffelter Produktion. So ging’s für ihn schon anno ’92, so geht’s auch jetzt.
Marshayne war in den 90ern als Wayne Marshall unterwegs – mehr im seinerzeit unbedingt notwendigen RnB-Umfeld und daher immer ein wenig außerhalb unseres Radars. Als Marshayne geht’s flotter zur Sache, sein neuer Mix zur „I Kneel For You“ Single besitzt alle wichtigen Insignien für einen ordentlichen Radio-Hit innerhalb des übervollen Universums der britischen Internet-Soul-Radio-Stationen.
Carl McIntosh verbindet immer noch die losen Enden unterschiedlichster Soul-Tendenzen. Das Auftreten der Loose Ends anno 1984 mit dem von Nick Martinelli betreuten „A Little Spice“ Album war stilbildend – das dazugehörende „Hangin‘ On A String“ ist ein sicherer All-Time-Hit. Das Trio spielte 5 Alben ein, trennte sich kontrovers 1989 und die einzelnen Mitglieder nutzten das Loose Ends Markenzeichen seitdem. Wer aktuell neben dem Carl für das jetzige Comeback die Musik einspielt ist nicht bekannt, dafür aber dürfen wir sagen, dass die jetzt zu hörende Neu-Bearbeitung von “Gonna Make You Mine” aus dem „Zagora“ Album eine überzeugenden Grund für den Re-Start der Band liefert. Volltönend-schwebender Midtempo-Schwung, dezente Latin-Tendenzen in einem Sound-Meer der diverse Verbindungen zu einigen Größen der 70er zuläßt. Wir sind gespannt auf’s versprochene Album.
Jaguar Skills. Sein Motto: „Beats For Freaks and Pencil Necked Geeks“. Was auch immer der wahre Kern der Sache ist können wir hier und heute nicht erkunden. Er selbst gibt den mysteriösen Unbekannten und überläßt seinem Musiken die Vorstellung dazu. Für seine derzeit ihre Runden drehende „Loving Someone“ Single sorgt Omar Lye-Fook für entsprechende Aufmerksamkeit. Wie gut, dass das so ist, denn wir hätten sonst sicher diesen feinen Soul-Jazz Schwinger verpasst. Im ersten Teil gibt der Omar den Ton an, um dann in Teil 2 einem umfangreich arrangierten Instrumental breiten Raum einzuräumen. Gute Sache!

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