J. LA ROI „Ear Candy“ (Soul Theory) – BLAKE AARON „Soul Stories“ (Innervision)

Alles glänzt, alles glitzert. Hier geht´s um die Gitarre, und wie man sie spielt, wenn man irgendwo zwischen Jazz und Pop herumkreuzt, gern auch eine Spur vom lateinamerikanischen Rhythmus beisteuert, dabei den Soul nicht vergisst und letztendlich im sound-musikalischen Niemandsland namens „Smooth Jazz“ fest macht. Auf diese Reise nimmt uns J. LaRoi gern mit. Und nimmt sich ausserordentlich viel Zeit, um uns die gesamte Vielfalt des Genres vor Ohren zu führen. Perfektes Gitarrenspiel über 17 Stationen. Zwischen druckvollem Jazz mit Fusion-Charakter, bis zum sanftmütigem Anschlag der Nylon-Saiten vor romantischer Kulisse. Dabei füllt Herr LaRoi diverse Rollen – Carlos Santana oder Jonathan Butler oder George Benson oder Ricky King. Ein weites Feld, immer wieder mit eben dem auch von uns geschätzten „Ear Candy“ durchsetzt – für Freunde dieser Spielart hiermit empfohlen.
Info: www.jlaroi.com
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Blake Aaron nennt sein 5. Album „Soul Stories“. Verbleibt aber bei den musikalischen Umsetzungen dann fast ausschließlich beim weichen Jazz, oder bei dem Sound-Gemengelage, was man gern dafür hält. Selbstredend kann auch der Blake perfekt mit allen Ausführungen seines Instruments umgehen, die Finger gleiten flott und flink über Saiten und Bünde und gleich zum Einstieg geht es per „Groove-O-Matic“ anständig los. Danach gibt´s per „Wes Side Story“ eine durchaus veritable Hommage an den Montgomery-Sound. Klingt gut, was auch als Verdienst der Band um Rob Mullins und Ricky Lawson (sicher eine seiner letzten Aufnahmen) zu werten ist. Mit dabei ist auch Najee, dessen Saxofon- und Flötenspiel die zuckerwatte-weichen Instrumentals der dann folgenden 40 Minuten auch nicht vor der ungewissen Beliebigkeit bewahren kann. Da wäre sicher mehr drin gewesen. Erwähnenswert bleibt aber noch Spencer Day, dessen Soul-Vocals eine fein austarierte Pop-Rock-Soul-Jazz Nummer namens „You´re The One For Me“ gut hörbar macht.

Info: www.blakeaaron.com
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