WARD BROWN „Where I Should Be“ (Early Park)

Ward Brown ist ein Guter. Damit sollte natürlich schon einmal das Wesentliche geschrieben sein. Doch ihr wollt mehr, nicht wahr? Nun gut – Herr Brown betrat vor einigen Jahren als bessere Hälfte des Brown´s Bag Duo die Indie-Soul-Szenerie. Den maßgeblichen Ab-Hörern dieser Art des Musikschaffens blieben die Talente der Zwei nicht verborgen – nur allzu gern ließ man sich in daunenweiche Slow-to-Midtempos sinken, denen eine wohlig-warme Teddy-Stimme das passende Finish mit auf den Weg gab. Selbstredend war der Mann nun gut beraten das bewährte Konzept nicht zu ändern – also rührt Herr Brown unter der Anleitung von Raymond Earl (den ganz Gewiefte noch als Mitmacher bei Instant Funk einordnen können) wieder seine sahnigsten Rezepte an. Die Tempi passen, die Hooks sind ordentlich und wenn die Sache einmal Fahrt aufnimmt, dann darf man sich sicher sein, dass Grooves und Beatz gut abgehangen sind und zudem durch abgerundete Kanten garantiert wie gut geschmiert funktionieren. Zur Begrüßung serviert uns der Artist sogleich diese Variante des Funk á la Ward Brown („Love Is On My Mind“ mit zielgerichteten „Inner City Blues“ Anklängen), um dann ohne Umwege ins Reich der Sinne abzutauchen. Klar, den Arrangements hätte ein Mehr an realem Instrumentarium äußerst gut getan, doch Sänger und Produzent wissen dieses Detail mittels einer Reihe feiner Songs wirkungsvoll zu begegnen. Und zwischendurch lässt der Ward mit amtlicher Unterstützung des kompletten Instant Funk Teams ein wenig die bewussten Funken fliegen („The Beg“), um dann im Anschluss das Tempo auf gemütliches 2-Step Niveau zu drosseln („Last Call“) – ein umfassendes Programm eben.
Wertung: 8/10
Info: www.wardbrown.bandcamp.com/album/where-i-should-be
Kaufen: itunes

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